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Turydak Samyal – DSC-Wiki

Turydak Samyal

Aus DSC-Wiki
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Inhaltsverzeichnis

Im RPG

Biographie

Charakter

Turydak ist ein sehr konzentrierter Mensch. Er analysiert vieles, bevor er eine Entscheidung trifft und bevorzugt eine systematische Herangehensweise bei Problemen und Aufgaben. Da er in den Jahren seines Studiums viel mit Ogiern zu tun hatte, hat er sich die ruhige Art dieser Rasse angewöhnt, dadurch wirkt er oft sehr ruhig und zu entspannt.

Aussehen

rundes Gesicht, leicht gelbliche, etwas dunklere Haut, kahlgeschorener Kopf, mandelförmige, dunkelbraune Augen, schmaler Mund, drahtiger Körperbau, nicht sonderlich muskulös, aber ausdauernd und kräftig, 1.82m groß

Er trägt gerne helle, leichte Kleidung, vorzugsweise in Blau- und hellen Grautönen bzw. weiß.

Stärken

  • Sehr konzentriertes und strukturiertes Handeln
  • hat die kurzen Wege studiert
  • er hat eine extreme Geduld, wo andere aufgeben wartet er

Schwächen

  • Höhenangst (Reiten kann er aber ohne Probleme)
  • zu rücksichtsvoll, steckt viel ein, bevor er sich wehrt
  • übervorsichtig, manchmal geradezu zögernd

Geschichte

Turydak wurde in einer kleinen Stadt im westlichen Teil des Nordkontinents von Seanchan geboren. Sein Vater besaß eine Tischlerwerkstatt und seine Mutter kümmerte sich, wie es so üblich war, um die Kinder und den Haushalt.

Die Arbeiten aus der Werkstatt seines Vaters waren sehr bekannt und oft kamen Adlige vom Blute um seine Exponate anzusehen und, im Idealfall, Aufträge zu hinterlassen. Oft arbeitete der Vater bis spät in die Nacht, um den Werkstücken den letzten, einzigartigen Schliff zu geben. Als Turydak klein war, schlich er sich manchmal spät am Abend hinab in die Werkstatt, setzte sich auf eine Kiste an der Tür und sah dabei zu, wie die Poliertücher über die Oberflächen von Schränken und Tischen flossen, wie das Holz immer mehr begann zu glänzen und seine Farbe immer satter wurde.

Meistens schlief er bereits nach einer halben Stunde ein und wenn seine Mutter ihrem Mann noch ein Mitternachtsmahl in die Werkstatt brachte, nahm sie den schlafenden Jungen gleich mit und legte ihn in sein Bett. Jedoch tadelten seine Eltern ihn nie dafür, sollte er doch eines Tages bei seinem Vater in die Lehre gehen und das Handwerk erlernen um das Geschäft weiterzuführen. Aber dazu sollte es nicht kommen.

Als Turydak sechzehn Jahre alt war spielte er mit anderen Kindern am Weiher, der am Stadtrand lag. Beim Klettern im Baum neben dem Teich rutschte ein Mädchen knapp unterhalb der Krone ab und stürzte durch die Äste nach unten. Kurz vor dem Aufprall wurde Turydak schwarz vor Augen und er brach zusammen.

Als er wieder aufwachte war er zu Hause in seinem Bett, ein feuchtes Handtuch zum Kühlen auf der Stirn. Als er nach dem Mädchen fragte, erzählten seine Eltern ihm, dass sie, außer ein paar blauen Flecken, die wohl von den Ästen herrührten, keinerlei Schäden davongetragen hatte. Turydak wusste nicht warum, aber die Nachricht machte ihn stolz und glücklich. Was zu dieser Zeit noch keiner wusste, war, dass er zum ersten Mal, zugegeben unbewusst, die Macht gelenkt hatte.

Nach diesem Tag beruhigte sich erst einmal wieder alles. Turydak erholte sich schnell und alles schien wieder normal zu sein. Er ging weiter zur Schule und ab seinem siebzehnten Geburtstag, einige Monate später, nahm sein Vater ihn in die Lehre. So lernte er, wie er Holz bearbeitete, wie er am entrindeten und gesägten Holz erkannte, ob es gut zu bearbeiten war, von welchem Baum es stammte und wie frisch es war.

Er lernte zu sägen, zu feilen und zu drehen, mit Nägeln und Stiften umzugehen und Schäden auszubessern.

Anfangs war es zugegebenermaßen langweilig. Er musste seinem Vater Werkzeuge reichen, die Werkstatt aufräumen und immer nur zusehen. Wobei er das zusehen mochte. Es erinnerte ihn an seine Kindheit, wenn er neben der Tür saß und sah, wie die Schränke und Tische zu wahren Kunstwerken geformt wurden.

Mit der Zeit wurde die Ausbildung strenger, er musste auf Anhieb die richtigen Werkzeuge finden, wenn es das falsche war, wurde er ausgeschimpft. Für das Aufräumen hatte er nur noch wenig Zeit, wenn er zu langsam war, wurde er wieder ausgeschimpft. Doch sein Vater schlug ihn nie und er maßregelte ihn nie außerhalb der Werkstatt. Dort gab er nur Hinweise und Anmerkungen.

Mit achtzehn Jahren bekam er sein erstes eigenes Werkstück. Sein Vater legte ihm von verschiedenen Holzsorten jeweils zwei Bretter auf die Werkbank. Davon musste er eine Sorte auswählen und dann aus den zwei Brettern etwas bauen. Dabei sollte so wenig wie möglich Überschuss bleiben.

Er wählte ein dunkles Holz und verbrachte die nächsten zwei Wochen damit, eine kleine Kiste zu bauen. Ein aufklappbarer Deckel mit einer filigranen Scharnierkonstruktion aus dem selben Holz, innen und außen mit einem feinen Muster graviert. Dazu vier fein gedrehte Füße und auch auf den Außenwänden der Kiste ein filigranes Blattmuster. Am achten Tag sah er irgendwann von seiner Arbeit auf und stellte fest, dass sein Vater schon zu Bett gegangen war. Er legte das Werkzeug zur Seite und setzte sich auf seinen Platz neben der Tür. Er betrachtete das Kästchen auf der Werkbank zum ersten Mal aus der Entfernung. Er stand wieder auf und ging zur Werkbank. Er überlegte, was sein Vater zum Polieren des Holzes gesagt hatte. Noch war die Oberfläche stumpf und fasrig. Er musste das Holz mit den feinsten Sandpapier abschleifen um die feinen Unebenheiten zu entfernen und danach mit einem Tuch polieren. Er versuchte sich vorzustellen, was dabei mit dem Holz passierte und strich dabei mit der Hand von links nach rechts über den Deckel. Als er genauer hinsah schreckte er hoch und warf dabei den Beitel von der Werkbank, mit dem er die groben Bereiche des Musters gemacht hatte. Wo er mit der Hand entlang gestrichen hatte glänzte das Holz, als hätte er es stundenlang poliert. Vorsichtig legte er die Hand wieder auf den Deckel und strich einen anderen Bereich von links nach rechts, aber nichts tat sich. Er überlegte, warum es nicht wieder funktionierte. Dann schloss er die Augen und stellte sich wieder die Fasern im Holz vor. Langsam und mit einer sanften Bewegung strich er wieder über den Deckel. Als er die Augen öffnete war der ganze Deckel perfekt poliert. Die Gravur stach in der dunkleren Farbe des noch unbearbeiteten Holzes hervor, wirkte aber auch glatter als vorher, die Bögen sanfter und runder.

Turydak beschloss, am nächsten Tag mit seinen Eltern darüber zu reden. Er hob den Beitel auf und räumte die Werkzeuge zur Seite. Dann fegte er die Werkstatt durch, löschte das Licht und stieg langsam die Treppe zu seiner Kammer hinauf.

Am nächsten Morgen weckte ihn die Sonne, die durch das kleine Fenster schien, dessen Vorhang er in der Nacht vergessen hatte zu schließen. Er wälzte sich aus dem Bett und ging zum Waschtisch, wo er sich zwei handvoll Wasser ins Gesicht spritzte. Dann schlüpfte er schnell in seine Kleidung und ging hinunter in die Wohnküche. Als er seiner Mutter gerade den Guten-Morgen-Kuss gab kam sein Vater aus der Werkstatt. "Junge, wie lange hast du denn noch gearbeitet... Und jetzt schon wieder auf den Beinen." Er schüttelte grinsend den Kopf. "Die Energie der Jugend. Das waren noch Zeiten." Turydak nickte nur lächelnd und half seiner Mutter, das Frühstück auf den Tisch zu stellen.

Nachdem das Essen weggeräumt war und seine zwei kleinen Geschwister zum Spielen verschwunden waren räusperte sich Turydak. "Ich glaube, ich muss euch etwas sagen..." Er berichtete von seiner Entdeckung am Vorabend und die Augen seiner Eltern wurden immer weiter.

Sein Vater brummte zwar etwas von "kein richtiges Handwerk", aber als Turydak ihm erklärte, wie er es machte, nickte der Vater anerkennend. "Ich bin stolz auf dich, Sohn. Und ich bin stolz, dass das Handwerk diese Fähigkeit bei dir geweckt hat." Seine Mutter umarmte ihn mit Tränen in den Augen. Nachdem sie diese mit dem Ärmel ihres Mannes weggewischt hatte sah sie Turydak an. "In Quirat, am Kap im Süden, gibt es eine Akademie der Kaiserin. Du solltest dorthin gehen und dich ausbilden lassen." Sein Vater nickte.

Eine Woche später brachten seine Eltern ihn in eine der Hafenstädte am Binnenmeer. "Vergiss deine Familie nicht." baten sie ihn, bevor er an Bord des kleinen Schiffs ging, das ihn nach Quirat bringen sollte. "Das werde ich nicht." versprach er.

Wenige Tage später machte das Schiff in Quirat fest und er lief vom Hafen hinauf zur Akademie, die wie ein Palast über der Stadt thronte, wo er sich einschrieb.

Die Akademie war ein großes Gelände. Der Hauptbau, den man vom Hafen aus sah, beherbergte die Arbeitszimmer und Privaträume der Hochgelehrten, Versammlungsräume und die Bibliothek.

Daran schlossen sich U-förmig zwei Seitenflügel mit den Unterrichtsräumen an. Parallel zum Hauptflügel lag dahinter etwas kleiner und nur Zweigeschossig aus Holz der Bau, der die Küche und das Refektorium enthielt. Im Obergeschoss lagen kleine Räume für das Einzelstudium oder Arbeit in kleinen Gruppen. Der Innenhof zwischen Hauptgebäude und Refektorium war eine akkurate Gartenanlage mit hellen Kieswegen. Hinter dem Refektorium war ein gepflegter Garten mit einzelnen Bäumen und großen Rasenflächen, wo man sich zum Studium in die Natur begeben konnte. Verstreut waren auch kleine Sitzgruppen aus hellen Steinen oder Holzstämmen angeordnet. Außen um diesen Garten waren kleine Häuser angeordnet, wo die Studenten in Wohngemeinschaften lebten.

Das Studium war sehr geregelt, vormittags fand der Unterricht statt und der Nachmittag stand frei zur Verfügung. Am Nachmittag gab es zusätzlich Angebote, um die Kenntnisse zu vertiefen, Nachhilfe, Arbeitsgemeinschaften und Handwerkskurse. Häufige Besuche der Bibliothek brachten bei manchem Lehrer Pluspunkte.

Nachdem er sich eingelebt hatte hatte Turydak sich bei einem Tischler in der Stadt beworben, wo er ein paar Stunden am Tag aushalf und sich ein bisschen Geld dazuverdiente. Außerdem genoss er die Arbeit mit Holz. Hier fand er die Konzentration und Ruhe, die ihm half, Dinge aus dem Unterricht zu rekapitulieren. So manches verzwicktes Problem konnte er lösen, nachdem er bei der Arbeit ein wenig die Gedanken schweifen ließ.

Von dem Geld, das er verdiente schickte er regelmäßig etwas mit einem Brief an seine Eltern. Auch wenn sie es nicht brauchen sollten, so wussten sie doch, dass er sie nicht vergessen hatte.

Natürlich war die Ausbildung nicht immer Zuckerschlecken und es gab immer wieder Rückschläge. Ein Junge aus seiner Wohngemeinschaft, kaum älter als er, brannte sich bei einer Übung aus. Wenige Tage später sprang er von einer der Klippen ins Meer. Einen Monat später fanden Fischer die Überreste in ihren Netzen. Diese wurden wenig später ehrenvoll auf dem Gräberfeld der Akademie beerdigt. Sein Besitz wurde seinen Eltern übergeben, zusammen mit einer Entschädigungssumme.

Nach wenigen Tagen war das Leben allerdings wieder zum Normalzustand zurückgekehrt. Es passierte zwar nicht oft, aber man musste damit umgehen können. Der nächste Brief seiner Eltern war dementsprechend beängstigt, aber er versprach, auf sich aufzupassen.

Eines Tages klopfte es an der Tür zur Werkstatt des Tischlers wo Turydak arbeitete und als er die Tür öffnete blickte er geradewegs auf einen Mächtigen Bauch in einer großen dunkelgrünen Jacke. Sein Blick folgte der Knopfleiste der Jacke bis zu einem großen Gesicht mit Augen so groß wie Tassen, über denen Augenbrauen so dick wie sein Daumen lagen, die außen herabhingen. Auch auf den mächtigen Ohren wuchsen Haare und die Spitzen zuckten immer mal. "Du musst der begabte Geselle sein, von dem mit Meister Curas erzählt hat." polterte er und ein breites Grinsen spaltete sein Gesicht fast in zwei Hälften. Er streckte dem sprachlosen Turydak seine mächtige Rechte hin. "Ich bin Aman Sohn des Garon aus dem Stedding Sohima. Ich bin erfreut, deine Bekanntschaft zu machen." polterte der Ogier weiter. "Sohima?" fragte Turydak erstaunt. "Das ist ja ganz in der Nähe meiner Heimatstadt." Dabei bat er den Ogier herein. Dieser ging zielstrebig in eine Ecke der Werkstatt und begann dort, Dinge umzuräumen. Als er fertig war war darunter ein Ogierstuhl zum Vorschein gekommen, auf dem er sich jetzt nieder ließ. Auf Turydaks verwirrten Blick lachte er und erklärte "Wenn ich in Quirat bin wohne ich immer bei Meister Curas. Zwar haben die Gasthäuser in der Stadt auch alle Ogierbetten, aber ich mag diese Werkstatt zu sehr." Er schien nachzudenken und sprach dann weiter. "Du sagtest, deine Heimatstadt ist in der Nähe von Sohima?" "Ja, ein paar Meilen südlich, im Westen des kleinen Binnenmeers. Mein Vater ist dort Tischler und er hat viele Kunden vom Blute." Der Stolz auf seinen Vater schwang in seiner Stimme mit und der Ogier lächelte. "Meister Curas meint, du bist ein Naturtalent. Er sagt, du bist teilweise schon um Weiten besser als er. Auf der anderen Seite fehlt dir die Erfahrung, aber das wird sich wohl geben. Hast du ein paar deiner Arbeiten hier?" Turydak nickte und holte ein paar seiner kleineren Werke. Der Ogier betrachtete sie interessiert und fing an von Holz zu erzählen. Dabei schwärmte er von den Wäldern im Norden, die jetzt der Fäule anheim gefallen waren und auch die tropischen Wälder um Kirendad schienen es ihm angetan zu haben. Überhaupt charakterisierter er Gegenden eher nach dem dort auftretenden Gehölz als nach ihrer Lage, Kultur oder ihrem Namen.

Stundenlang erzählte er und Turydak hörte gespannt zu. Als er spät nach Mitternacht in die Akademie zurückkehrte stand sein Entschluss fest, sich näher mit den Ogiern zu beschäftigen.

Er nutzte seine freie Zeit, um in der Bibliothek Bücher über sie zu lesen. Ogier, Steddings, das Baumsingen, waren schnell keine Fremdworte mehr für ihn. Nach einigen Tagen begleitete Aman ihn auch in die Akademie, wo sie in der Bibliothek saßen und diskutierten.

Mit der Zeit bekam Turydak auch Kontakt zu anderen Ogiern, viele kamen und bestellten ihm Grüße von Aman, der ihnen empfohlen hatte, mit ihm zu reden, wenn sie einmal da waren.

Nach seiner Erhebung zum Gelehrten durfte er an erweiterten Kursen teilnehmen, in denen fortgeschrittene Gewebe vermittelt wurden. In einem davon fand man heraus, dass er ein Talent für das Weben von Wegtoren besaß. Im Kurs wurden verschiedene Tests gemacht. Dabei stellte sich heraus, dass Turydak sich extrem schnell der Orte "bewusst" wurde, an denen er war und, dass er ungewöhnlich große Wegtore weben konnte. Außerdem war er der erste Schüler der Akademie in Quirat, der es von alleine schaffte, ein bestehendes Wegtor zu bewegen, um zum Beispiel ein festes Objekt zu versetzen.

Nachdem er mehrere Forschungsreisen in verschiedene Stedding gemacht hatte, wo Aman ihm auch die kurzen Wege zeigte, schrieb er hierüber eine Forschungsarbeit, mit der er zum Hochgelehrten erhoben wurde.

RPGs

Moderiertes RPG

Freies RPG


Turydak Samyal
Avatar Turydak Samyal.jpg
Rang Hochgelehrter
Alter 39
Herkunft Seanchan
Status aktiv
RPG 500er
Talente
Schnelles Reisen
Sprache (Ogier)
Wissen (Ogier)
Saidin
Geist 67 aus 100
Luft 63 aus 100
Wasser 38 aus 100
Erde 85 aus 100
Feuer 87 aus 100
Gesamt: 340 aus 500
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