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Taires Bayl – DSC-Wiki

Taires Bayl

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In der Community

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Geschichte

Bünde

Sonstiges

Taires Bayl
Avatar Taires.jpg
Titel: Gaidin
Valdar: Caba'drin
Dabei seit: 03. März 2006
Aufnahme in die Burg: 03. März 2006
Erste Erhebung: 03. März 2006
Zweite Erhebung: 03. März 2006
Ehrungen
Forentreffen



Im RPG

Biographie

Charakter

Taires stammt aus einfachem Hause und entsprechend ist sein Umgang. Er hält nicht viel von höfischem Getue und übermäßigen Schmeicheleien, was aber nichts daran ändert dass er seine Position kennt und alle Höhergestellten mit dem angemessenen Respekt behandelt. Er versucht seine Umwelt nicht persönlich gefärbt zu betrachten und Kritik wie Lob offen auszusprechen. Auch erwartet er von anderen, dass sie alle Fakten nennen, denn nichts ist schlimmer als in einem Konflikt nicht alle Fakten zu kennen und in der weißen Burg kann jeder Tag ein Konflikt sein, wenn man nicht gut informiert ist. Auf Grund seines Elternhauses, vor allem den Prägungen durch seine Mutter ist er ein eher stiller Geselle der nur wenn es unumgänglich ist eine Führungsposition einnimmt, weswegen er lieber beratende Funktionen übernimmt, dann aber alle Aufgaben nach größtmöglicher Effizienz bewertet. Als ungebundener Gaidin stellt er Niemandes Interessen über die eines gleichgestellten Anderen und hält sich strikt an die Hierarchie der weißen Burg. Auch wenn ihm zu weilen seine Aufgaben nicht gefallen ist er doch so pflichtbewusst, dass er jeden Auftrag nach besten Können und Wissen erfüllt. In seiner Freizeit –so der denn mal welche findet- sind seine große Leidenschaft Bücher und allgemein das Wissen, dass sie enthalten, sodass er sich des Öfteren in der Bibliothek aufhält. Auch mag er es im Privaten einmal alle Hierarchie beiseite zu legen und einfach ein ungezwungener Mensch zu sein, fernab von allen Lasten, die das Gaidin-sein mit sich bringt. Sein Kampf gilt dem Schatten, aber auch ein Mann braucht seine Pausen, solange man dadurch niemanden gefährdet.

Aussehen

Von eher mittelmäßiger Größe ist Taires ein kompakt gebauter Mann mit einigermaßen breiten Schultern. Sein Körper lässt keine Muskeln vermissen, aber durch seinen Lebenswandel auch keine Narben. Besonders macht ihm eine Narbe auf der Wange zu schaffen, die immer dann zu schmerzen scheint, wenn er zu aufgeregt ist. Auch wenn er auf die Ordnung seiner Kleidung achtet ist er niemand der sich ausstaffieren würde und mag eher schlichte Stoffe an Stelle von Spitze und Verziehrungen. Manchmal fühlt er sich alt wenn er in den Spiegel blickt, was nicht zuletzt daran liegt, dass er bereits einige graue Haare in der ansonsten schwarzen Mähne hat. Aber jeder Eindruck von Schwäche die dieses Manko mit sich bringen könnte wird von seinen stechend grünen Augen wieder wettgemacht.

Stärken

Durch politische Streitigkeiten in seiner Heimat geprägt, hat Taires ein ausgeprägtes Einschätzungsvermögen, wenn es darum geht hinter eine Fassade zu blicken, freilich weiß er dadurch nicht was genau gespielt wird, aber er weiß, dass da etwas ist. Auch hat er einige Erfahrung, wenn es um Verhandlungen geht. In einer Stadt aufgewachsen hatte er schon viele Möglichkeiten Personen fast jeden Standes kennen zu lernen und hat einige Kenntnis im Umgang mit ihnen Vorzuweisen, so dass er an fast jedem Ort das bekommt, was er haben will und die Leute ihm meistens ihr Vertrauen schenken.

Schwächen

Durch seine Leidenschaft zu Büchern lässt sich Taires nur allzu gerne ablenken, was ihm Hin und Wieder eine Rüge seitens der Aes Sedai einbringt. Außerdem gibt es Tage, an denen er übermäßig zerstreut ist, gerade wenn ihn irgendeine Frage beschäftigt, deren Antwort er nicht finden kann. Außerdem mag er gute Gespräche und lässt sich dadurch von Freunden häufiger zu einem Krug Bier oder Wein überreden, den er dann nicht mehr verträgt.

Geschichte

Er erblickte an einem stürmischen Sommernachmittag zum ersten Mal das Licht der Welt. Nach einer schier endlos dauernden Geburt war es endlich so weit. Frau Taelan Bayl war das erste Mal Mutter geworden. Nicht, dass sie ein zweites Mal dazu kommen würde, aber das konnte sie noch nicht wissen. An diesem Abend gab es in Aringill ein rauschendes Fest, denn die Familie Bayl war nicht arm und Laos Bayl war ein geachteter Kaufmann und hatte viele Freunde mit denen er sein Glück teilen wollte…

...Das Licht vor seiner Zimmertür war endlich ausgegangen. Nach dieser grausamen Wartezeit waren es jetzt nur noch Minuten, bis Taires seinen neuen Plan in die Tat umsetzen wollte. Die Schatten an der Zimmerdecke beobachtend, die von der gegenüberliegenden Schenke durch das Fenster hineinfielen, ging er noch einmal alle Details seines Schlachtplanes durch. Seit seinem letzten Versuch waren nun fast zwei Monate vergangen und heute Abend war die beste Gelegenheit es erneut zu versuchen. Langsam begab sich Taires zur Zimmertür, die er erst heute hatte ölen lassen um ja kein Geräusch zu verursachen. Nach einem letzten tiefen Atemzug hob er den Riegel und starrte durch den Spalt zwischen Tür und Rahmen. Wie erwartet sah er nur Dunkelheit und einen schmalen Lichtstreifen, der von der angelehnten Tür zum Arbeitszimmer seiner Mutter quer durch den Gang fiel. Leise öffnete er die Tür und drückte sie vorsichtig hinter sich wieder ins Schloss. Dies alles waren geübte Handgriffe geworden, die er jeden Tag geübt hatte, wenn er sicher sein konnte, dass er keiner bemerkte. Genauso geübt und zielsicher machte Taires nun jeden Schritt im Flur, er wusste genau, wo welches Bodenpaneel quietschen würde, wenn er einen falschen Schritt tat und umging diese Stellen nach bester Möglichkeit. Vor der angelehnten Tür angelangt drückte er sich an die Wand und versuchte so flach wie möglich zu atmen um kein Geräusch zu verursachen. Außerdem wollte er ganz genau lauschen, was sich im Zimmer abspielte. Er hatte gute Ohren und nahm nach kurzer Zeit das schnelle schaben einer Schreibfeder auf Papier war. Hin und wieder auch ein umblättern, wenn eine Seite mit der zierlichen Handschrift seiner Mutter bedeckt war. Sie schien nichts bemerkt zu haben. Jetzt erst, da er sicher sein konnte, dass sie ihn immer noch in seinem Zimmer schlafend glaubte, machte er sich für den schwierigen Teil seines Plans bereit. Jetzt ging es darum mit einem einzigen Satz über den Lichtstreifen zu springen und lautlos auf der zweiten Stufe des Treppenabsatzes zu landen. Das hatte er nicht üben können, zumindest nicht ausführlich, da er nie sicher gewesen war, dass nicht doch jemand die Treppe hinauf kam. Aber hier ließ er es auf den Versuch ankommen, natürlich konnte er fallen und sich das Genick brechen, soviel wusste er, aber er war sich nicht sicher ob dies schlimmer sein würde, als wenn er es nicht versuchte. Ohne weiter über mögliche Konsequenzen nachzudenken holte er mit den Armen Schwung und kam wackelnd aber lautlos auf der gewünschten zweiten Stufe an. Ab jetzt würde es ein Kinderspiel sein zu Lawin in die Dienstbotengemächer zu kommen um sich die neusten Geschichten aus der weiten Welt anzuhören – und natürlich seine mahnenden Worte, die Taires schon auswendig zu kennen glaubte: "Ihr wisst, dass ihr nicht hier sein dürft, mein Lord" und wie immer würde Taires ihn daran erinnern, dass er kein Lord war. Lawin hatte die Angewohnheit dies immer wieder zu vergessen – und wie immer würde er sich damit auseinandersetzen müssen, dass seine Mutter es nicht gutheißen würde, wenn er sich in der Nacht hinaus schliche nur um vom Dienstpersonal Geschichten zu hören und dass, wenn sein Vater noch am Leben wäre, der dies sicher unter Strafe verboten hätte. Aber darum ging es ja gerade. Er wollte sich selbst beweisen, dass er keine Angst vor seinen Eltern, genauer vor seiner Mutter, hatte. Er war mit seinen 9 Jahren schließlich alt genug um zu entscheiden, wem er zuhören, und von wem er lernen wollte. Die Lehrer, die seine Mutter aussuchte waren erschreckend öde und Taires liebte es ihre erstaunten Gesichter zu sehen, wenn er mit ihnen über Dinge reden wollte, von denen er eigentlich nichts hätte wissen sollen. Mit diesen Gedanken machte er sich auf den Weg, die Treppe zu bezwingen und bemerkte nicht, dass der Lichtbalken etwas größer geworden war...

..."Ihr habt nach mir verlangt Mutter?" Taires betrat den Wohnraum des Herrenhauses, das sie beide und etwa ein Duzend Bedienstete nun seit mehreren Jahren bewohnten. Nach dem Tod seines Vaters hatte Tealan Bayl die Geschäfte ihres Mannes übernommen und dem Vorhandenem immer mehr Neues hinzugefügt, sodass die jetzt ein Herrenhaus bewohnen konnten, was dem Prestige der Familie nur zuträglich war. Normalerweise war Taires nicht so förmlich, aber wenn andere Händler im Hause waren, war es besser ein bisschen mehr Respekt an den Tag zu legen, als es üblich war, denn sie würde ihn auf tausend kleine Arten dafür büßen lassen, wenn er wegen seiner Ungeschicktheit einen Handel behinderte. "Setz dich kurz zu uns, Taires. Ich will dir einen alten Freund vorstellen, auf Höflichkeiten kann verzichtet werden." Taires besah sich den Gast und war überrascht einen alten gebrechlichen Mann vorzufinden, dem er nicht so viele Zähne zugetraut hätte, wie sein Grinsen zeigte. Er konnte sich dunkel erinnern, das Gesicht schon in einem besseren Zustand gesehen zu haben, aber wenn, dann war es lange her. "Dies ist Meister Hedon, er kommt aus Mearone und war ein alter Freund deines Vaters." Bei dem Namen der Stadt, die sich am anderen Ufer des Erinin genau gegenüber von Aringill befand, kam Taires nicht umhin die Nase zu rümpfen. In den letzten Jahren war es zunehmend zu heimlichen Übergriffen der Städte unter einander gekommen um die auswärtigen Händler auf die eigene Seite zu ziehen. Mit einem weiteren Blick auf diesen Mann und einem leisen: "Es muss sich um einen wirklich alten Freund handeln." setzte er sich diesem Meister Hedon gegenüber in einen bequemen Sessel. Dieser grinste allerdings nur und antwortete mit überraschend hoher Stimme, dass Taires wie sein Vater nie ein Blatt vor den Mund nahm und seine Meinung offen aussprach. Es wurde ein eher gezwungenes Gespräch, in dessen Verlauf die eine oder andere Nebenbemerkung in Bezug auf den jeweils Gegenübersitzenden fiel und sich die Miene seiner Mutter immer weiter verdüsterte. Es wurden Erinnerungen und Geschichten über Taires Vater ausgetauscht und jede schien ihn im besten Licht dastehen zu lassen und Taires sah sich mit mehreren Vergleichen zu seinem Vater konfrontiert, die er alle verlor. Scheinbar um den aufkommenden Konflikt zu beenden stand Taires Mutter abrupt auf und zwang so auch durch den gebotenen Anstand Meister Hedon und Taires auf die Füße. "Meister Hedon bat darum einen Brief von großer Wichtigkeit am Hafen abliefern zu lassen und da ich der Meinung war, dass du nach deinem letzten Ausbruchsversuch sicher mal wieder an die frische Luft willst habe ich ihm zugesagt, dass du den Brief überbringen wirst." Das war also der Grund, weshalb er bestellt worden war. Sie lies selten eine Gelegenheit aus ihn mit verschiedenen wichtigen Händlern bekannt zu machen, vor allem wenn sie seinen Vater gekannt hatten. Nun wenigstens würde dieser Tag nicht wie die letzten zwanzig darin bestehen, dass er die Bücher lesen musste, die sie ihm vorschrieb zu lesen und vielleicht würde er sogar in der Stadt einen neuen Roman erwerben können, den er dann auf sein Zimmer schmuggeln konnte. So befand er sich nach kurzem Ritt durch den sonnigen Vormittag in Aringill. Auf dem Weg zum Hafen schaute er kurz bei Mattin, einem befreundeten Schmied mit dem er seine Kindertage verbracht hatte, vorbei und ließ auch nicht aus, sich für den Nachmittag beim alten Didier Malo, dem besten Buchhändler Aringills, anzumelden. Als er dann den Hafen endlich erreichte sank jedoch sein Mut. Wieder weniger Schiffe auf dieser Seite des Flusses, als in Mearone. Irgendwie schien es die Flusshändler in diesem Frühling eher nach drüben zu ziehen, auch wenn er dafür keinen Grund hätte benennen können. Seine Mutter würde wieder fluchen, wenn er ihr davon berichtete, was sie von ihm immer erwartete, wenn er in der Stadt war und das war ein sicheres Zeichen dafür, dass er sich die nächsten Tage würde auf Zehenspitzen bewegen müssen um einer Strafe zu entgehen. Wenigstens fand Taires schnell, das Schiff, nachdem er Ausschau halten sollte. Die Schwinge war ein prächtiges Schiff, drei Masten zierten ihren Rumpf und ein Fabelwesen – er glaubte es als Nixe zu erkennen – zierte den Bug. Jetzt nur noch den Kapitän finden, den Brief abgeben und dann endlich zu Malo und den Büchern. Auf halben Weg den Kai entlang lungerten einige Hafenarbeiter, die anscheinend nichts zu tun hatten was bei der Anzahl von Schiffen im Hafen auch kein Wunder war. Mit einem eher halbherzigen Gruß lief er an ihnen vorbei und fand sich im nächsten Augenblick auf dem Boden wieder, einen Stiefel auf dem Rücken und mit einem dumpfen Schmerz am Hinterkopf, wo ihn irgendetwas getroffen hatte. Lachend gesellten sich die vermeintlichen Hafenarbeiter zu ihm und unterhielten sich lautstark über den Tölpel, der tatsächlich auf den Trick des alten Hedon reingefallen war. "Du wirst jetzt schön brav mit uns kommen, Junge. Machst du Ärger dann war es dein letztes Mal, ist das klar?" Mit diesen Worten wurde Taires auf die Beine gezerrt und in Richtung eines Ruderbootes gestoßen, welches am Kai vertäut lag. Irgendetwas ging hier gewaltig schief und er steckte mitten zwischen fünf groben Kerlen, mit denen er sich nicht im Geringsten messen konnte. Als er im Ruderboot saß wurden auch endlich die Arme wieder seine Arme losgelassen, so dass er seine von starkem Druck schmerzenden Handgelenke massieren konnte. Keiner der Angreifer achtete besonders auf ihn, sie waren alle vollauf damit beschäftigt das Boot sicher in Richtung Mearone zu steuern und wo sollte der Gefangene auch hin, an dieser Stelle hatte der Erinin zwar keine besonders starke Strömung aber selbst für einen geübten Schwimmer war es eher ein Glücksspiel, als eine sichere Sache ans Ufer zu kommen. Taires konnte sich an seinen Fingern abzählen, wie es weitergehen würde. Man würde ihn in Mearone festhalten, und ihn als Druckmittel gegen seine Mutter verwenden. Das würde sie völlig ruinieren, vor allem, da sie nichts über ihren Sohn stellen würde. Aber sie würde ein Lebenszeichen fordern und nach Möglichkeit würde er das verhindern. Auf sein Glück vertrauend stürzte er sich in den eiskalten Strom...

...Es war einfach überwältigend. Soeben war in den vermutlich größten Flusshafen der Welt eingelaufen, glaubte man den Geschichten, so waren nur die Häfen in den Buchten der Meeres der Stürme größer als die Häfen von Tar Valon. Jetzt bereute er nicht mehr von zu Hause weggegangen zu sein. Nun, zumindest nicht mehr als Heimweh ihn es bereuen lassen konnte. Seine Mutter war überraschend schnell damit einverstanden gewesen, dass er nach dem Vorfall im Hafen von Aringill seine Heimat verlassen musste um nicht als Druckmittel gegen sie dienen zu können. Er war nicht ganz sicher, ob sie dies aus dem Gefühl heraus getan hatte das Erbe ihres Mannes beschützen zu müssen oder ob ihre Angst ihm galt. Vermutlich war es von beidem etwas gewesen. Mit einer Tasche mit Kleidung, Geld und zwei Wechseln ausgestattet machte sich Taires nun also auf den Weg sein neues Leben anzutreten, nur um festzustellen, dass er bisher wohl kaum gelebt haben konnte, denn an jeder Ecke dieser phänomenalen Stadt gab es neue Wunder zu sehen. Vor allem aber freute er sich darauf, irgendwann auf dem Platz vor der weißen Burg selbst zu stehen. Schon seit dem frühen Morgen hatte er vom Schiff aus den gewaltigen Turm sehen können, der sich majestätisch über die eigentliche Stadt erhob und er wusste, dass hier das Zentrum der Macht lag. Nirgends sonst auf der Welt konnte es einen besseren Platz geben um ein neues Leben anzufangen und seine eigene Existenz zu gründen. Zum Mittag setzte sich Taires in ein gutes Lokal in der Nähe zur Burg und bekam einen Wink vom Schicksal. Zwei unauffällige Frauen, die ihm aber irgendwie komisch vorkamen, zumindest vom Aussehen her, unterhielten sich über ein bestimmtes Buch, in dem es um eine für ausgestorben gehaltene Echsenart ging. Vielleicht konnte er Buchhändler werden, hier in Tar Valon musste es hunderte von interessierten Leuten geben, die gerne Bücher lasen. Er kam mit dem Wirt ins Gespräch und bald führte dieses auch zu seiner Zukunft. Da ihm nichts Besseres einfiel machte er aus seiner fixen Idee einen ausgeklügelten Plan mit dem er den Wirt zu überraschen versuchte. Allerdings wurde Taires dafür nur ausgelacht. "Mein lieber Junge", sagte der dickliche Mann mit der weißen Schürze "du hättest dir keinen schlechteren Ort für deinen Plan aussuchen können als Tar Valon. Hier geht jeder, der die Berechtigung erhält in die Burgbibliothek um dort zu lesen. Aber um die Berechtigung zu erhalten muss man schon gute Kontakte zur Burg haben oder selbst zu ihr gehören. Du kennst doch die Bibliothek, oder? Eine dumme Frage, natürlich kennst du die Bibliothek, jeder tut das und jeder weiß, dass er in der Welt keine bessere finden wird." Zu verdutzt um zu sprechen, hörte Taires den Ausführungen zu und fasste einen neuen Schluss: irgendwie würde es ihm gelingen so in die Burg zu kommen, dass er jede freie Minute mit Büchern verbringen konnte. Taires wollte Gelehrter werden. Nur war das nicht so einfach. Es war schon vor einigen Jahren festgestellt worden, dass er nicht in der Lage war die Macht zu lenken und somit waren seine Chancen, an die Bücher zu kommen ziemlich schlecht. Und Kontakte mit der Burg zu knüpfen würde Jahre in Anspruch nehmen, die er nicht hatte. So zahlte er seine Rechnung und ging...

... ein regnerischer Tag, die Sonne schien heute gar nicht erst aufgegangen zu sein und Taires hatte seine letzten Geldreserven für ein Frühstück ausgegeben. Er hatte diesen Tag so lange wie möglich hinausgezögert und war doch zu keinem anderen Entschluss gekommen. Sein Ziel war immer noch, so viel Zeit wie möglich mit den Büchern der weißen Burg zu verbringen aber die Alternativen hatten sich nicht als viel versprechend herausgestellt. Er war sogar in der Burg gewesen und hatte mit einer hochnäsigen Aufgenommenen geredet, die ihm sehr direkt gesagt hatte, welch Ehre es sei, in der Burgbibliothek lesen zu dürfen, und dass es nur wichtigen Persönlichkeiten und hohen Gelehrten gestattet sei, diese Ehre zu erhalten. Sie hatte sich dann bevor sie ihn abfertigte spaßhaft darüber geäußert, dass er ja Gaidin einer Braunen werden könnte und fand das anscheinend zum Brüllen komisch, obwohl sie sehr schnell wieder ruhig wurde, als sie bemerkte, dass sie wirklich vor lachen brüllte. Aber in Taires Kopf hatte sich diese Idee eingenistet. Nicht dass mit den Braunen, von Erzählungen wusste er, dass diese Ajah ihren Sinn darin fand, nur nach Wissen zu streben und alles Wissen zu sammeln. Das wollte er nicht, aber die Sache mit dem Gaidin hatte ihn begeistert. Ein Held auf der Seite des Lichts, ein Meister der Waffen und treuer Begleiter einer wunderschönen Aes Sedai. Natürlich würde er dann nicht wie erhofft Gelehrter werden können, aber die neuen Aussichten ließen dies in den Hintergrund rücken. So machte er sich also auf zur weißen Burg um irgendwie ein berühmter Gaidin zu werden. Wie wusste er nicht genau, aber das würde sich alles noch klären...

... Taires schwitzte. Und wie er schwitzte. Wieder war das Lattenbündel an seinem Speer vorbeigekommen und hatte ihn nur um Haaresbreite verfehlt, als er einen Rettungssprung nach hinten machte. "Wenigstens hast du gute Reflexe." war der einzige Kommentar vom Führer dieses Lattenbündels, Cadim Mertanoran selbst. Der Meister der Gaidin war ein gefürchteter Gegner unter den Aethan. "Noch mal" rief er und Taires kam wieder in die Ausgangsposition. Seit er an jenem schicksalhaften Tag in seinem Bestreben, gerade ihn zu finden in ihn hineingerannt war, war nicht ein Tag vergangen, an dem er es bereut hatte. Bereut hatte er allenfalls Schrammen, blaue Flecke und einmal einen Rippenbruch, der aber schnell von einem Aes Sedai geheilt wurde. Dieses Mal konnte er den von unten geführten Schlag mit dem Speer abfangen, aber dafür flog dieser auch in hohem Bogen davon. "Besser dieses Mal, aber du musst unbedingt an deiner Geschwindigkeit feilen, sonst wird dich irgendwann jemand aufspießen, wie ein Schwein. Der Nächste...", also wieder nichts. Zwei Mal hatte er es jetzt geschafft Meister Mertanoran zu erwischen, einmal als er zufällig den Halt verlor und so am verteidigenden "Schwert" vorbei gegen dessen Beine schlug und einmal, als dieser wohl einen schlechten Tag erwischt zu haben schien. So ging er los um seinen Speer zu holen und weiter mit den anderen Aethan zu trainieren…

... das Bücherlesen war zu einem Hobby degradiert worden, als Taires das erste Mal auffiel, dass ihn seine Pflicht als werdender Gaidin wesentlich mehr erfüllte, als es ein Buch je getan hatte. Natürlich nahm er immer noch jede Gelegenheit zu Lesen wahr und konnte sich auch für Stunden darin verlieren, aber es war eben nur ein Hobby. Bald würde er zum Gaidin erhoben werden, oder zumindest an der Prüfung teilnehmen, soweit war er sich sicher, aber er hatte noch nicht wirklich eine Ahnung wie es danach weitergehen sollte. Bisher hatte ihn noch keine Schwester angesprochen und es sah auch nicht danach aus, als würde dies in nächster Zeit geschehen. Man würde abwarten müssen, wie der Meister der Gaidin entscheiden würde. So nahm Taires sein Buch wieder von seinem Bauch auf und versuchte im Lampenschein zu lesen und alles um sich zu vergessen. Bald war es soweit...

RPGs

Moderiertes RPG

Freies RPG

Taires Bayl
Avatar Taires.jpg
Rang Gaidin
Alter 34
Herkunft Andor
Status NPC
RPG 500er
Talente
Spurenlesen
Kampfsport
Speermeister
Kampf
Bevorzugte Waffe Speer; Bauernspieß
Strategie 67 aus 100
Technik 89 aus 100
Kraft 79 aus 100
Gesamt: 235 aus 300
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