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Shara – DSC-Wiki

Shara

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Inhaltsverzeichnis

In den Büchern

[Erhebungsprojekt von Nienna Eärfalas]

Jenes mysteriöse Land, dass noch jenseits der Aielwüste liegt, ist vielen unter der Bezeichnung Shara geläufig, doch trägt es noch andere Namen, wie Shamara, Co’dansin, Tomaka, Kigali und Shibouya.

Geografische Lage

Shara liegt östlich der Klippen der Dämmerung und des Großen Risses, der Erdspalte, die während der Zerstörung entstand. Im Norden bildet auch hier die Fäule die Grenze. Im Osten befindet sich das Morenal Meer und im Süden das Meer der Stürme. Alles in allem liegt diese große Land so ziemlich für sich, was wohl auch erklärt warum es so geheimnisvoll und isoliert ist.


Kultur

Die Bekleidung der Sharaner ähnelt der chinesischen Mode im 19.Jahrhundert. Sie tragen lange ‚Jacken’ ohne Kragen und ohne Aufschlag. Ihr Aussehen erinnert an Zentralafrikaner. Zumindest einige besitzen dicht gelocktes kurzes Haar. Unter Fremden, allerdings, enthüllen die Einheimischen nicht einmal ihr äußeres Erscheinungsbild. Sie tragen lange Umhänge, um dieses zu verbergen. Außerdem verschleiern sie sich. Es geht das Gerücht, dass Sharaner Fremde schlichtweg belügen, ob dies der weiteren Geheimhaltung dient, kann nur vermutet werden. Händler jedenfalls verhalten sich sharanischen Händlern gegenüber skeptisch und führen verschärfte Kontrollen der Waren durch. Sklaverei gehört in Shara zu der Tagesordnung. Eine weitere Bestätigung dieses Gerüchts findet sich darin, dass man den Sharanern nachsagt, sie behaupteten von den Trolloc-Kriegen unberührt worden zu sein. Auch sonst soll es keine Aufstände oder Kriege in der Zeit danach gegeben haben. Die Aiel bestreiten dies. Außerdem sprechen die Berge des Verderbens und die Fäule im Norden ihre Sprache für sich. Auch leugnen Sharaner die Invasion Falkenflügels und doch gibt es Meervolkaufzeichnungen darüber. Der sharanische Akzent wird als schnell und scharf beschrieben. Über die kulinarischen Gewohnheiten der Sharaner ist wenig bekannt. Einzig ein Fischeintopf, den Jain Charin in diesem Land kennen lernte ist belegt. Zu der Fauna Sharas zählen vermutlich auch S'redit.

Handel

Der Handel mit Shara ist ziemlich eingeschränkt. Aiel handeln mit Sharanern über die erwählten sechs Handelstädte, an den Klippen der Dämmerung. Vor dem Aiel-Krieg war der Überlandhandel auch den Cairhienern möglich. Heute wird nur gelegentlich einem mit den Aiel befreundeten Händler der Handel mit Shara ermöglicht. Im Süden gibt es fünf Städte, die für den Außenhandel bestimmt sind. Dagegen findet man an der Ostküste nicht einen sicheren Handelshafen. Alle Handelsstädte sind von hohen Mauern umgeben, so dass nichts von der eigentlichen Stadt sichtbar ist. Ein Betreten dieser Städte, ist bei Todesstrafe verboten. Der Seehandel liegt zum größten Teil in den Händen des Meervolks, aber auch andere Schiffe, jene der Seefahrer-Nationen aus den Westlanden suchen gelegentlich einen sicheren Handelshafen auf, da sharanische Ware sehr begehrt ist. Zu den wichtigsten Handelsgütern Sharas zählt das Elfenbein und die Seide. Aufgrund der erschwerten Geschäftssituation, ist der Preis für sharanische Ware, entsprechend hoch.

Politik

In Shara herrscht eine strenge Monarchie. Weibliche Herrscher bezeichnet man als Sh'boan. Männliche Herrscher tragen den Titel Sh'botay. Jeder Monarch wählt einen Gefährten. Die Regierungszeit ist auf sieben Jahre beschränkt. Nach diesen sieben Jahren stirbt der Herrscher eines ‚natürlichen’ Todes, der nach Ansicht der gemeinen Bevölkerung der Wille des Musters ist. Die Witwe bzw. der Witwer, der zurückbleibende Gefährte also, übernimmt nun das Amt für weitere sieben Jahre und erwählt einen neuen Partner. Es heißt in Wahrheit herrschen die weiblichen Machtlenker, die Ayyad, über Shara. Diese Dienerinnen umgeben die Sh’boan bzw. den Sh’botay fast ständig. Ein Gespräch ohne Anwesenheit mindestens einer dieser Dienerinnen mit dem Monarchen, ist eine absolute Ausnahme. Dieses Brauchtum existiert scheinbar unverändert seit 3000 Jahren.

Machtlenker

Die Machtlenker Sharas werden als Ayyad bezeichnet. Sie leben in hochummauerten Siedlungen, die nur ihnen zugänglich sind. Jeder Eindringling, der aufgespürt wird, bezahlt mit dem Leben. Allerdings dürfen die Ayyad diese Orte auch nicht ohne Genehmigung verlassen. Wer für diese Erlaubnis zuständig ist, liegt dagegen im Dunklen. Ayyad erkennt man an ihren Tätowierungen im Gesicht, die diese gleich nach der Geburt erhalten. Stellt sich heraus, dass jemand der nicht in einem Ayyad-Dorf geboren wurde, die Macht lenken kann, so wird er in ein solches verfrachtet und ebenfalls tätowiert. Grundsätzlich verlassen nur weibliche Machtlenkerinnen diese Dörfer. Männliche Ayyad dienen fast ausschließlich dem Erhalt bestimmter Erblinien und ihr Leben unterliegt strengen Beschränkungen. So ist es zum Beispiel untersagt, ihnen Lesen oder Schreiben bei zu bringen. Ihr einziges zusätzliches Recht, scheint jenes zu sein, bei der Erziehung der eigenen Söhne mitwirken zu dürfen. Das Schicksal der männlichen Ayyad beschert ihnen zudem ein kurzes Leben. Sobald ein Junge etwa 16 Jahre alt ist, wird er in ein fernes Dorf gebracht. Und das auch auf eine Weise, die dem Jungen nicht einmal hier die Chance bietet etwas außerhalb eines Ayyad-Dorfes zu sehen. Erreicht er seinen Bestimmungsort, so wird er mit ein oder zwei Frauen zusammengebracht, die sich ein Kind wünschen. Sobald ein männlicher Ayyad in etwa 21 Jahre alt ist, bedeutet dies für ihn den Tod. Er wird erneut aus seinem Dorf geführt, so als würde er wieder umgesiedelt, stattdessen aber wird er getötet und dem Feuer übergeben. Sollte sich vor seiner kurz bemessenen Zeit zeigen, dass er fähig ist die Macht zu lenken, bedeutet dies eine Vorverlegung dieser Geschehnisse. Das erklärt vermutlich auch warum Geschlechtsverkehr zwischen Ayyad und Nicht-Ayyad streng geahndet wird. Tod für den Nicht-Ayyad, Tod für den Ayyad – sofern eine Vergewaltigung vorlag - und Tod für alle Kinder aus solchen Verbindungen.


Ob Sharas Isolationspolitik wirklich nur die Fremden fernhalten soll und nicht auch die Einheimischen im Land halten soll, können vermutlich nur die weiblichen Ayyad beantworten, die außerhalb der Ayyad-Dörfer die Fäden der Macht in diesem riesigen Land ziehen. Alles in allem gibt es sicher noch zahlreiche Wissenswerte Dinge über Shara, die aber im Unbekannten schlummern oder in den Erinnerungen Jain Charins, der dieses Land einst bereiste.


In der Community

Shara hat keine Auswirkungen auf die Community.

Im RPG

Geschichte

Zur Zeit des Zweifels und Tarmon Gai'dons

Jahrtausende lang hatte Shara sich seine eigene Kultur bewahrt und sich von der Außenwelt erfolgreich abgeschirmt. Doch dann geriet auch Shara unter den Einfluss des wohl größten Ta'veren aller Zeiten: Rand al'Thor. Obwohl der Wiedergeborene Drache nie einen Fuß nach Shara gesetzt hatte, genügte es doch, Shara vollständig zu verändern: Bereits die ersten Gerüchten über den Wiedergeborenen Drachen hatten bewaffnete Zusammentreffen zwischen jenen zufolge, die meinten, der wahre Wiedergeborene Drache sei gekommen, und jenen, die ihn nur für einen weiteren falschen Drachen hielten. Das Verschwinden der Sh'boan Chiape und des Sh'botay Shaofan und die Unfähigkeit der Ayyad, die zu diesem Zeitpunkt wohl selbst gespalten waren (einige Gerüchte sprechen in diesem Zusammenhang von Schattenfreunden unter den Ayyad), sich auf ein neues Herrscherpaar zu einigen, ließ diese Konflikte zu einem Bürgerkrieg anschwellen, wie es ihn in Shara noch nie gegeben hatte. Nun ging es nicht mehr nur um die Frage, ob es sich bei Rand al’Thor – der Name war in Shara zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht bekannt – um den echten oder nur einen falschen Drachen handelte, jetzt ging es auch um Macht. Es heißt zu Beginn des Bürgerkrieges hätten acht verschiedene Gruppen Anspruch darauf erhoben, dass das nächste Herrscherpaar aus ihren Reihen erhoben würde. Von mindestens fünf dieser Gruppen ist bekannt, dass sie auf die Unterstützung einer nicht geringen Zahl von Ayyad bauen konnten. In diesem Bürgerkrieg wurde die Eine Macht rücksichtslos als Waffe eingesetzt – und das nicht nur in der Schlacht: Mindestens drei der verborgenen Städte im Inneren des Landes wurden von der Einen Macht zerstört nachdem sie sich ergeben hatten. Einem Bericht zufolge sollen auf dem Höhepunkt des Bürgerkrieges zwölf verschiedene Gruppen ein Heer ins Feld geführt haben. In diesen Jahren kam der Seidenhandel nahezu vollständig zum Erliegen, was jenseits der Aiel-Wüste nur deshalb keinem aufgefallen ist, weil der Handel auch dort zum Erliegen kam und der Wiedergeborene Drache sich für die Letzte Schlacht rüstete. Letztendlich war es der Schatten, der dem Bürgerkrieg ein Ende setzte: Als in den Ländern jenseits der Aiel-Wüste die Zeit des Zweifels ihren Höhepunkt fand und Söldner des Schattens ganze Städte überrannten, fielen Horden von Trollocs in Shara ein und verwüsteten das ohnehin schon verwüstete Land. Die ersten Heere, die sich ihnen in den Weg stellten, wurden förmlich hinweggefegt und die Einwohner vieler Städte begingen auf das kleinste Gerücht Trollocs seien gesichtet worden Selbstmord. Erst als die Ayyad ihre Feindseligkeiten einstellten – im sogenannten „machtvollen Frieden“ – und sich geschlossen der Armee des Schattens entgegenstellten, schöpften die Sharaner wieder Mut. Dennoch gelang es einer Horde von Trollocs in eine der südlichen Handelsstädte einzudringen (Meervolkhändlern, die kurz nach Tarmon Gai'don den Handel wieder aufnahmen und Brandspuren entdeckten, wurde gesagt das Feuer sei die Folge eines „unglücklichen Unfalles“ gewesen). Letztendlich gelang es dem vorübergehend vereinigtem Heer die Trollocs in die Berge des Verderbens zurückzutreiben. Die letzte Schlacht in diesem Krieg fand drei Monate nach Tarmon Gai’don statt.

Die neue Ordnung

Nach dem Sieg über die Trollocs standen sich die verschiedenen Bürgerkriegsparteien misstrauisch gegenüber. Doch keine der Parteien wollte einen neuen Krieg riskieren, aber es wollte auch keiner klein beigeben. Die Atmosphäre war äußerst angespannt, und zu allem Überfluss drohte eine verheerende Hungersnot. Und so wandten sich die Parteien hilfesuchend an jene Gruppe, die bereits zu einer Einigung gekommen war: an die Ayyad. Unter ihrer Führung wurde ein Treffen einberufen, zu dem jede noch existierende Bürgerkriegspartei (in einigen Berichten ist von fünf die Rede, andere berichten von acht Parteien) drei Abgesandte entsandte. Möglicherweise lassen sich die unterschiedlichen Zahlen der teilgenommenen Parteien dadurch erklären, dass während des „Großen Treffens“ erste Gerüchte über Tarmon Gai’don und den Tod Rand al’Thors eintrafen und so manche Gruppen (wie die Drachenfreunde) ihre Daseinsberechtigung verloren und daher von den Ayyad ausgeschlossen worden. Letztendlich einigte man sich bei dem Treffen darauf, dass Shara statt von einer einzelnen Person (bzw. eines Herrscherpaares) nun von einem Rat aus drei Männern und drei Frauen regiert werden sollte. Diesem Rat wurden wiederum 12 Ayyad als Ratgeber zur Seite gestellt. Ob diese Ayyad nun den Rat kontrollieren oder nicht, können selbst Sharaner nicht beurteilen. In der ersten Zeit bestand das „Konzil der Ratgeber“ nur aus weiblichen Machtlenkern, doch nachdem die Sharaner zur Überzeugung gelangten, die Gerüchte über die Reinigung Saidins seien wahr, wurde nun auch männlichen Machtlenkern alltägliche Dinge wie Schreiben, Lesen und Rechnen beigebracht. Sobald genügend männliche Machtlenker gelernt hatten, die Eine Macht zu lenken, wurden jüngere Machtlenker auch darin unterrichtet. Ungefähr 60 Jahre nach dem „Grossen Treffen“ wird der erste Mann in das „Konzil der Ratgeber“ aufgenommen. Seit dieser Zeit herrscht in Shara wieder Frieden und der Aufbau des Landes ging schnell voran. Nach nur 20 Jahren waren die meisten Städte wieder aufgebaut und das Land neu bestellt. Und mit dem Wiedererstarken des Handels nahm auch der Reichtum Sharas wieder zu. Dieser Reichtum kam aber nur wenigen bessergestellten Familien zugute und so kam es im Laufe der Zeit immer wieder zu Übergriffen der Ärmeren auf die Reichen. In den letzten Jahren nahmen diese Übergriffe an Brutalität zu. Ob dies ein Zeichen des Wiedererstarkens des Schattens ist, vermag man nicht zu sagen.


Kultur

Kleines Shara-Wörterbuch

Shara Randland
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Nebelmann Grauer Mann
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