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Leonard Kiganda – DSC-Wiki

Leonard Kiganda

Aus DSC-Wiki
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Inhaltsverzeichnis

Im RPG

Biographie

Charakter

Fremden gegenüber ist er etwas abweisend. Sein Vertrauen muss man sich erst verdienen. Mit Bekannten redet er gerne und viel, behält jedoch seine Gefühle für sich. Zeitweise sucht er aber auch die Einsamkeit und braucht Momente der Ruhe, um nachdenken zu können. Leonard gibt sich gerne den weltlichen Freuden hin, auch wenn er in Maßen genießt. Das Reisen zu Pferd ist ihm zuwider, da er das Reiten nie gelernt hat.

Aussehen

Seine schwarzen Haare trägt Leonard hüftlang. Seine braunen Augen sind bei dieser Haarfarbe nicht ungewöhnlich. Mit seinen 1,69 m ist er eher klein. Sein Körperbau ist normal bis wenig pummelig. Beginnend an der rechten Schläfe zeigt sich in Leonards Gesicht eine 7 Finger lange Narbe, die sich Richtung Unterkiefer erstreckt. Gekleidet ist Leonard komplett in schwarz, wie früher bei den Asha'man üblich. Am Kragen trägt er immer noch die Insignien der Asha'man, Schwert und Drache, jedoch zusätzlich an seiner Rechten Hand den Ring der Großen Schlange. Auch jetzt trägt er immer sein Schwert bei sich, auch wenn niemand je gesehen hätte, dass er es benutzte.

Stärken

Er ist sehr zielstrebig, wenn er sich ein Ziel ins Auge gefasst hat, bringt ihn so schnell nichts davon ab. Genauso verhält es sich mit seiner Verlässlichkeit. Er ist der letzte, der im Kampf von der Seite eines Freundes weicht, obwohl er den Kampf nicht sucht, sondern eher vermeidet. Leonard ist ein guter Zuhörer, ein jedes Geheimnis ist bei ihm sicher.

Schwächen

Leonard ist sehr eitel und möchte immer perfekt Aussehen, dazu ist es ihm auch recht Saidin zu gebrauchen. Er hasst die Narbe in seinem Gesicht und das, woran sie ihn erinnert. Wird er gereizt, neigt er dazu nicht sofort zu reagieren, sonder sich eine kalte Wut zu bewahren und zu einem späteren Zeitpunkt zurück zu schlagen. Er ist perfektionistisch veranlagt und möchte sein Heilfertigkeiten bis zur Perfektion ausbauen.

Geschichte

Geboren wurde Leonard als Sohn eines Köhlers in einem kleinen Dorf, westlich Jehannahs in den verschleierten Bergen. Er war davon überzeugt später einmal das Geschäft seines Vaters fortzuführen, bis zu jenem Tag an dem alle Männer auf dem Dorfplatz zusammen gerufen wurden.

Auf dem Dorfplatz hatten drei Fremde, vollkommen in Schwarz gekleidet, Stellung bezogen und warteten, bis sich alle Männer des Dorfes versammelt hatte. Mit seinen sechzehn Jahren war Leonard einer der jüngsten, die sich dort versammeln mussten.

Der Anführer der Fremden verkündete, dass sie hier seien, um nach Männern zu suchen, welche lernen können die Macht zu lenken. Nach und nach wurden alle Männer geprüft. Die Reihen derer, die noch geprüft werden mussten lichteten sich ohne, dass sie fündig wurden.

Leonard und einer seiner Freunde waren unter den letzten, die geprüft wurden. Die Prozedur dauerte länger als bei denen, die aussortiert worden waren, und schließlich wurde bei beiden die Fähigkeit entdeckt. Sie waren die einzigen aus dem ganzen Dorf, welchen es möglich war das Machtlenken zu erlernen.

Zunächst konnte Leonard sein Schicksal nicht fassen. Wieso sollte ausgerechnet er ein verdammter Machtlenker sein? Er sträubte sich gegen diese Wahrheit und verleugnete sie. Er sah seine Mutter am anderen Ende des Dorfplatzes weinen. Er wollte ihr nicht wehtun. Es war nicht seine Schuld sagte er sich immer wieder, als er auf sie zuging.

Dort angekommen warf sich ihm seine Mutter sofort in die Arme. Er öffnete zwar den Mund, aber es drang kein Laut hervor. Nun begannen auch seine Tränen zu fließen. Schließlich schaffte er es doch etwas hervor zu bringen. Er beteuerte seinen Eltern, dass er sie nicht verlassen und das Geschäft seines Vaters weiterführen würde.

Einer der schwarz Gekleideten hatte sich unbemerkt dazu gesellt. "Er wird die Macht lenken und wenn wir ihm nicht zeigen, wie er das tun muss, wird er dabei sterben."

Dies war nun ein bitterer Rückschlag für Leonard. Nun war es sicher, dass er gehen musste. Zusammen mit seinen Eltern war es ihm erlaubt kurz nach Hause zurück zu kehren und ein paar Habseligkeiten einzupacken. Den Gedanken an Flucht verwarf er gleich wieder, denn die Worte des Mannes hafteten ihm im Gedächtnis. Dass es eine Lüge war, erfuhr er erst später in seinem Leben.

Zurück auf dem Platz machten sich die Fremden zur Abreise bereit. Eine Art Tür erschien in der Luft. Dahinter war eine Lichtung zu sehen. Die Neuen wurden unsanft durch die Tür dirigiert.

Fragen manifestierten sich in Leonards Kopf. Ob er jemals wieder seine Familie sehen würde. Würde er wahnsinnig werden und alle, die ihm nahe standen, töten? Er wusste keine Antworten auf die Fragen. Dass ein geliebter Mensch, sein bester Freund, ihn auf diesem schweren Weg begleiten würde, tröstete ihn etwas, machte ihn aber zugleich auch noch trauriger.

Nachdem Leonard und seinem Freund ein kurzer Moment gegönnt worden war um sich zu verabschieden, öffneten die Männer in Schwarz eine Art Tür in der Luft und dirigierten die Neuen hindurch.

In der schwarzen Burg angekommen mussten die Neuen sofort am Schwertkampftraining teilnehmen. Die Ausbildung war hart und fordernd, doch sie taten, wozu sie angewiesen wurden, denn die Bestrafungen für Versagen oder Befehlsverweigerung waren noch härter.

Kurz bevor Leonard und sein Freund zu Soldaten erhoben werden sollten, erhielten sie eine Order, die sie zunächst nicht fassen konnten. Sie sollten mit scharfen Waffen einen Zweikampf gegeneinander führen bis einer aufgeben oder kampfunfähig sein würde. Da sie nicht den Mut besaßen sich gegen den Befehl aufzulehnen, taten sie, was von ihnen verlangt wurde.

Zunächst sah es aus, als würde der Kampf unentschieden enden. Beide führten ihre gelernten Figuren aus, die jedoch immer wieder vom Gegner rechtzeitig pariert wurden. Schließlich jedoch geriet Leonard in Bedrängnis und konnte nur noch die schnellen Attacken seines Freundes abwehren, bis er auf einmal für einen kurzen Moment das Gleichgewicht verlor. Sein Gegner nutzte das aus und führte einen vertikalen Hieb aus. Leonard schaffte es gerade sich zu Seite fallen zu lassen.

Plötzlich pulsierte seine rechte Gesichtshälfte, warmes Blut lief ihm am Hals herunter und tränkte sein Wams. Jetzt bemerkt Leonard, dass er um sein Leben kämpfen musste. Gekonnt rollte er sich ab, sprang auf und richtet einen Stich auf die rechte Schulter seiner Freundes um ihn kampfunfähig zu machen.

Dieser jedoch hatte nicht mit der Schnelligkeit des Gegenangriffs gerechnet und drehte sich gerade, seine Deckung vernachlässigend, um den letzten Schlag auszuführen. Die Klinge fuhr ihm mitten in die Brust und trat auf der anderen Seite wider aus. Der von ihm geführte Streich geriet ins Stocken, seine Augen weiteten sich und letztlich brach er tot zusammen.

Unter Schock stehend war Leonard nicht in der Lage etwas zu unternehmen. Nicht einmal als der Ausbilder den Tod seines Freundes feststellte konnte er regieren. Er wurde von zwei Soldaten in seine Unterkunft gebracht, wo die Wunde an seiner Schläfe genäht wurde.

Seit diesem Tag arbeitete Leonard härter als zuvor an seinen Fähigkeiten als Asha'man. Doch er war nie der beste. Das Töten mit der Macht wollte ihm nicht leicht von der Hand gehen.

Seine Ausbildung zum Asha'man empfand Leonard als unzureichend. Die wenigen Gewebe, die ihnen zum Töten beigebracht wurden, waren seiner Meinung nach nur die Spitze des Eisberges. Auch hinter den Wegetoren, die er besonders groß und auch lang anhaltend gestalten konnte, musste noch mehr stecken, was nicht gelehrt wurde. Seine Heilfähigkeiten, wofür er ein besonderes Talent besaß, baute er in seiner knapp bemessenen Freizeit aus. Außerdem bemerkte er, dass es ihm gelang Gewebe so zu verändern, dass man sie nicht mehr sehen konnte, wenn er sich zu diesem Zeitpunkt auch noch fragte wofür dies Invertieren zu gebrauchen war.

Kurz nachdem Leonard den Emaille Drachen erhalten hatte, begann das, wofür die Asha'man ausgebildet worden waren. Tarmon Gai'don. Wegen seiner Fähigkeiten wurde er in den hinteren Reihen eingesetzt um Verletzte zu heilen und sie dann wieder zurück an die Front zu schicken.

Tarmon Gai'don selbst war das Grauen. Unzählige Trollocs und anderes Schattengezücht warfen sich gegen die Truppen des Drachen. Wer nicht an vorderster Front kämpfen musste konnte sich glücklich schätzen. Die Erde war getränkt vom Blut derer, die für ihre Überzeugung einstanden und gemeinsam mit Rand al'Thor den Schatten zu bekämpfen wagten.

In der letzten Angriffswelle der Dunklen Königs verdunkelte sich der Himmel von Draghkar und weiteren Abscheulichkeiten. Ein Steinhagel regnete auf die Helfer im Hintergrund nieder. Obwohl sich Leonard nicht in Deckung brachte und weiter versuchte Leben zu retten, trug er keine Verletzung davon. Auch als die Seanchan auf ihren Raken entgegenhielten und nun Kadaver anstatt Steine vom Himmel prasselten, konzentrierte er sich nur auf seine Arbeit.

Den Gedanken Tarmon Gai'don zu überleben hatte er schon lange aufgegeben. Das einzige, was er sich noch fragte, war, wann er sterben würde. Als schließlich der Makel Saidins, der sich in ihm gesammelt hatte, bevor der Drache die Macht gereinigt hatte, sich aufbäumte um Leonard innerlich zu verschlingen, bekam er nichts mehr von der Außenwelt mit. Er kämpfte um seinen Verstand und nicht dem Wahnsinn nachzugeben. Dann wurde alles Dunkel.

Als er wieder die Augen öffnete war der Himmel blau und nicht mehr von den Ausgeburten des Schatten verdunkelt. Um ihn herum zeigten sich 20 Schritt verbranntes Land. Die Energie, die sein innerlicher Kampf freigesetzt hatte musste sich als Feuersturm manifestiert haben.

Dann begann der Schmerz. Sein linker Arm war vollkommen verbrannt. Die Haut war aufgeplatzt und wässerte. Er bedauerte, dass er sich nicht selbst heilen konnte. Müde und erschöpft schleppte er sich zu einem der Versorgungswagen, wo er etwas zu trinken fand und sich sofort gierig darüber hermachte. Er fühlte sich ausgedörrt. Nachdem er sich satt getrunken hatte schlummerte er wieder ein.

Es waren lange zwei Wochen, die er dort verbrachte um wieder zu Kräften zu kommen. Mit ein paar Goldkronen, die er im Staub gefunden hatte, vertrieb er sich die Zeit und bekämpfte die Einsamkeit. Weder Schattengezücht noch Tier noch ein Mensch begegnete ihm. Er fragte sich schon, ob er letzte auf Erden sei. Die Kadaver der Gefallenen begannen einen unerträglichen Gestank zu verbreiten. Er musste dort weg. Er sammelte seine ganze Kraft und erschuf sich ein möglichst kleines Wegetor nach Tar Valon. Mit seiner letzten Kraft zog er sich hindurch mitten auf die Straßen der Stadt, danach wurde es erneut dunkel.

Er erwachte in einem einfachen Bett. Zu seiner Seite auf einem Stuhl saß eine ältere Frau. Sie gab sich als Tarna zu erkennen. Sie hatte sich während seiner sechswöchigen Ohnmacht um ihn gekümmert. Er fühlte sich noch sehr schwach. Die folgenden vier Wochen verbrachte er damit wieder auf die Beine zu kommen.

Bei seiner Flucht nach Tar Valon hatte er am rechten Fuß zwei Zehen eingebüßt, die ihm sauber vom Wegetor abgetrennt worden waren. Er lernte seinen linken Arm wieder zu benutzen, auch wenn er von nun an damit maximal das Gewicht eines leichten Mantels heben konnte.

Nachdem er sich stark genug fühlte, entlohnte die alte Frau mit allen bis auf eine Münze, die ihm die Zeit vertrieben hatten. Die letzte behielt er als mahnenden Talisman und trug sie von da an mit einem Lederriemen um den Hals.

Als er dann einige Zeit als Wanderer durch die Welt gezogen war, hatte er genug von Menschen und verbrachte die nächsten 5 Jahre als Einsiedler irgendwo in den Bergen von Brudermörders Dolch. Er kam zur Erkenntnis, dass er eine Aufgabe in dieser Welt zu erfüllen hatte und er deswegen vom Tod verschont worden war.

Er kehrte mittels eines Wegetores nach Tar Valon zurück und schloss sich dort der Weißen Burg an. Seinen verbrannten Arm verbarg er unter seiner Kleidung und einem schwarzen Lederhandschuh. Als Aes Sedai half er dort mit seinem Talent für Wegetore Waren in die Stadt zu transportieren. Wenn seine Aufgabe ihm Zeit ließ, kümmerte er sich außerdem um die Novizen und Aufgenommenen, damit die Weiße Burg möglichst bald wieder erstarken würde.

In letzter Zeit jedoch wurde Leonard unruhig. Sein Leben in der Burg forderte ihn nicht mehr.

RPGs


Leonard Kiganda
Avatar Leonard Kiganda.jpg
Rang Aes Sedai
Alter 48
Herkunft Ghealdan
Status aktiv
RPG 30er
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