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Jarnah Achima – DSC-Wiki

Jarnah Achima

Aus DSC-Wiki
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Inhaltsverzeichnis

Im RPG

Biographie

Charakter

Jarnah ist eine unverbesserliche Optimistin. Sie glaubt an das Gute in den Menschen, in der Welt und im Leben an sich – und das obwohl (oder vielleicht gerade weil) sie in nächster Nähe zur Fäule aufgewachsen ist. Sie ist eine leutselige und offene Person. Nichts hält sie höher als ihre Familie und Freunde. Sie ist aber auch sehr eigenwillig und in Sachen Sturheit stellt sie wohl jeden alten Esel in den Schatten. Manchmal lässt sie sich zu sehr von ihren Gefühlen leiten, stürzt sich je nachdem euphorisch oder wutentbrannt in eine Sache, ohne sich die Konsequenzen zu überlegen.

Aussehen

Jarnah hat blondes, wild gewelltes Haar, das etwas mehr als schulterlang ist. Je nach Arbeit trägt sie es offen oder zu einem Zopf geflochten. Ihr Äusseres ist insgesamt – so versicherten ihr jedenfalls ihre Grosseltern mit Stolz – kennzeichnend für ihr altes arafelisches Blut: Helle Haut, ebenmässige Züge und große ausdrucksstarke Augen, die oft mehr grau als blau scheinen.

Jarnah ist ca. 1.75m gross, schlank und doch kräftig. Sie gibt nicht viel auf Kleidung, außer dass diese zweckmässig sein muss. Meist trägt sie Hosen und einfache Hemden.

Stärken

  • Optimismus
  • Offenheit/Geselligkeit
  • Redegewandtheit

Schwächen

  • Ungeduld
  • Sturheit
  • Impulsive Reaktionen
  • Jähzorn

Geschichte

Jarnah wurde in einer der befestigten Grenzsiedlungen an der Fäule nördlich von Tar Valon geboren. Sie stammt aus einer alten traditionsreichen Familie, welche mit Stolz ihre Linie auf den Arafelischen Adel zurückführen kann. Nach der zweiten Zerstörung, so erzählt man sich in ihrer Familie, mussten ihre Ahnen nach langen erfolglosen Kämpfen gegen den Schatten Hab, Gut und Heimat aufgeben und vor der unaufhaltsam vorrückenden Fäule fliehen. Während andere Flüchtlinge in den Süden zogen, um sich irgendwo ein neues Leben und neues Glück aufzubauen, wollte sich Jarnahs Familie nicht so leicht geschlagen geben. Ihre Ahnen ließen sich darauf, nachdem die Ausbreitung der Fäule nördlich von Tar Valon endlich zum Stillstand gekommen war, an deren Grenze nieder und schworen, weiter gegen den Schatten anzukämpfen und irgendwann ihre alte Heimat zurückzuerobern...

Ihr Bestreben den Schatten wieder zurückzudrängen, blieb leider erfolglos. Trotzdem blieb Jarnahs Familie über die Jahrhunderte ihrem Schwur treu und verließ die Grenze nicht. Das wiederum hatte seinen Preis: Das wenige Vermögen, dass man vor dem Schatten hatte retten können, war bald verbraucht, denn das Patrouillieren an der Fäule, das Sichern der Grenze und die ewigen Scharmützel mit dem Schattengezücht forderten viel Kraft, Zeit und Material. Jarnahs Familie verarmte rasch und musste Lernen, dass man ohne Lehen, als Nicht-Adelige sich nicht allein aufs Kriegshandwerk konzentrieren durfte. So griffen ihre Vorfahren ein traditionelles arafelisches Handwerk wieder auf, dass vor der zweiten Zerstörung auch im Adel als hohe Kunst betrieben worden war: das Schmieden der berühmten arafelischen Zwillings-Schwerter. Das Schmieden und Verkaufen der Schwerter, die bald für ihre ausgezeichnete Qualität bekannt waren, brachte der Familie genug Geld ein, um gut leben und gleichzeitig weiter an der Fäule kämpfen zu können.

Jarnah wuchs zusammen mit ihrem älteren Bruder Karid und ihren jüngeren Brüdern Tjon und Anael bei ihrem Vater Tienan Achima auf, der ein guter Schmied und Schwertkämpfer, aber vor allem auch ein guter Vater war. Jarnahs Mutter war nach Anaels Geburt im Kindbett gestorben, als Jarnah sechs Jahre alt war. Trotzdem fehlte es den Kindern nicht an mütterlicher Fürsorge, da sich Tienans Schwestern gut um die Kleinen kümmerten.

Jarnah sprühte schon als Kind vor Abenteuerlust und Entdeckungsdrang und begleitete ihren älteren Bruder Karid auf Schritt und Tritt. Alles was Karid tat, erschien ihr spannen und richtig und alles was er lernte, wollte auch sie können. Vergeblich versuchten ihre Tanten so etwas wie ein süßes, anständiges Mädchen aus ihr zu machen. Sie weigerte sich Hausarbeiten zu erledigen, die nicht auch ihre Brüder erfüllen mussten und trieb jeden in die Verzweiflung, der ihr so etwas wie Nähen, Sticken oder Kochen beibringen wollte. So kam es, dass ihre Tanten resignierten und Tienan ihr ihren Willen ließ und sie zusammen mit ihren Brüdern ausbildete. Sie lernte zu reiten, zu kämpfen, in der Schmiede zu arbeiten und durfte ab einem gewissen Alter auch mit ihren Brüdern auf Patrouille gehen. Die anderen Männer der Grenzwache, wie sie sich selbst nannten, wunderten sich zuerst über die etwas seltsame Erziehung des Mädchens, doch weil sie Tienan sehr schätzten und die Geschichte seiner Familie kannten, akzeptierten sie Jarnah bald in ihren Reihen. Die Jahre gingen schnell dahin und aus dem kleinen burschikosen Mädchen wurde eine erfahrene Grenzwächterin und Kämpferin gegen den Schatten.


Es war bereits später Nachmittag, als sie ins Dorf zurückkehrten. Karid und Tjon verabschiedeten sich, um ihre Familien nach der zweiwöchigen Abwesenheit wieder zu begrüßen. Seit die beiden verheiratet waren, machte das Heimkehren nach einer harten Patrouille nur noch halb so viel Spaß. Sie würde Tienan und Anael, die zuhause bei der Schmiede geblieben waren, wohl wieder alleine von ihren Erlebnissen berichten müssen. Jarnah seufzte und kämpfte die leise Eifersucht gegenüber ihren Schwägerinnen nieder, die in ihr aufsteigen wollte. "Na komm Cal, wir sind wohl beide etwas müde..." Sie tätschelte den Hals ihres Pferdes und lenkte ihn zu den Ställen.

In der Schmiede arbeitete Anael. Sie winkte ihm zur Begrüßung kurz zu und machte sich auf den Weg in die Küche. Sie war am verhungern. Am großen Küchentisch saß Tienan mit einem Glas Wein in der Hand. Jarnah umarmte ihn kurz, warf ihre Satteltasche in eine Ecke und ließ sich ihm gegenüber zufrieden in einen Stuhl sinken. "Vater, das waren wieder zwei Wochen. Du hättest dabei sein müssen! Zuerst dachten wir, wir hätten eine ruhige Zeit erwischt – weit und breit keine Trollocs... Alles friedlich. Doch dann am fünften Tag sind wir auf die Spuren von...." Jarnah hielt inne und sah ihren Vater eindringlich an, der gedankenversunken in sein Weinglas starrte. "Tienan? Hörst du mir überhaupt zu?". Es dauerte einen Moment, bis Jarnahs Vater begriff, dass sie ihm eine Frage gestellt hatte. Er hob überrascht den Kopf und blickte sie etwas verwirrt an: "Entschuldige, ich war wohl in Gedanken..." Jarnah schnaubte ärgerlich: "Ja, das kann man wohl sagen. Ist irgendetwas nicht in Ordnung?" Tienan seufzte, setzte das Glas an die Lippen und leerte es in einem Zug. "Tersan war wieder hier. Es ist ihm wirklich Ernst. Er will, dass du gehst." Jarnah starrte ihn ungläubig an. "Na und? Seit wann machst du dir Gedanken darüber, was Tersan will? Dorfvorsteher hin oder her, er hat doch nicht zu entscheiden, wie ich zu leben habe! Na gut, ich bin 22 und immer noch unverheiratet und das mag ja nicht ganz üblich sein, aber nur weil ich lieber gegen den Schatten kämpfe und die Grenze bewache als Böden zu schrubben und Windeln zu waschen, hat er doch nicht das Recht hier aufzutauchen und von dir zu verlangen, dass ich gehe!" Sie war bei den letzten Worten aufgesprungen und ging nun wütend in der Küche auf und ab. "Wann hat er begonnen an mir herum zu nörgeln? Wahrscheinlich als ich seinem Ältesten einen Korb gegeben habe! Pha, so einer wie Kiran hätte mich keine einzige Nacht überlebt!" Tienan beobachtete seine Tochter schweigend, die fluchend und knurrend in der Küche weiter auf und ab ging. Es nutzte wenig, sie in ihren Wutausbrüchen zu unterbrechen. Irgendwann hielt sie inne, drehte sich zu Tienan um und sah ihn mit funkelnden Augen herausfordernd an: "Du warst bestimmt wieder höflich zu ihm! Wenn dieser Feigling sich auch nur einmal mit seinen irrwitzigen Vorwürfen direkt an mich wenden würde, könnte er was erleben! Blut und Asche, ich hätte gerade grosse Lust ihn vor aller Augen im Dorfbrunnen zu ersäufen..." Jarnah drehte sich ab, um ihren Gang durch die Küche wieder aufzunehmen, als Tienan sein Schweigen brach: "Kleines, ich glaube er hat recht." Jarnah erstarrte mitten in der Bewegung. Sie traute ihren eigenen Ohren nicht. "Was sagst du da?" Ungläubig drehte sie sich zu ihrem Vater um. Sie musste sich wohl verhört haben. Tienan wich ihrem Blick nicht aus. Es kostete ihn sichtliche Überwindung, aber er fuhr erklärend fort: "Ich habe lange gezögert, dir folgendes zu sagen und es fällt mir bestimmt nicht leicht... Aber ich denke, dass du gehen solltest." Als er den Schmerz in Jarnahs Augen sah, fügte er rasch erklärend hinzu: "Kleines, du weißt doch, dass ich dich am liebsten für immer hier bei mir behalten möchte, aber es wäre nicht richtig. Du gehörst nicht in dieses Dorf. Nicht mehr..."

Jarnah schüttelte ungläubig den Kopf und ließ sich kraftlos auf einen der Stühle sinken. "Das kannst du doch nicht ernst meinen? Ich habe doch immer hier gelebt, warum sollte ich nun nicht mehr hierher gehören?", flüsterte sie mehr zu sich selbst, als zu ihrem Vater.

"Ach Jarnah, du hast doch immer wieder selbst gesagt, dass du mehr vom Leben erwartest, als zu heiraten, Kinder groß zu ziehen und nebenbei ein bisschen an der Fäule zu kämpfen. Aber das ist genau das Leben, das hier im Dorf auf dich wartet."

Jarnah schüttelte energisch den Kopf: "Das ist nicht wahr! Karid und Tjon sind immer noch gute Kämpfer und beherzte Grenzer und..." Tienan unterbrach sie sanft: "Und seit sie verheiratet sind, gehen sie nicht mehr so unbeschwert auf Patrouille wie früher, sind froh, wenn sie wieder zuhause bei ihren Familien sind... Du weißt, dass es die Wahrheit ist und so ist nun mal das Leben hier. Der Kampf an der Fäule ist wichtig, aber die Familie steht für die allermeisten an erster Stelle. Auch für mich." Er seufzte erneut schwer, schenkte sich Wein nach und musterte seine Tochter, sah, dass sie verstand, aber noch nicht bereit war zu akzeptieren. "Glaube mir, ich will nicht, dass du weggehst, aber ich könnte es mir nie verzeihen, wenn du hier bleiben und unglücklich werden würdest. Wenn du dein Leben, wie du es immer wieder gesagt hast, wirklich dem Kampf gegen den Schatten widmen willst, dann geh nach Tar Valon. Dort ist das Zentrum des Widerstands gegen den Schatten und Leute wie dich werden dort gebraucht. Ich habe dir alles beigebracht, was ich konnte. Ob es reicht, um in der Burg als Rekrut aufgenommen zu werden, weiß ich nicht. Aber wenn sie dich nicht nehmen, kannst du dich auch bei der Stadtwache verdingen. Beschütze die Stadt und die Weiße Burg und du bekämpfst den Schatten genau so gut wie hier oben an der Fäule oder gar besser." Jarnah nickte geistesabwesend. Tar Valon? In die Stadt? Was sollte sie in einer Stadt?

"Es verlangt keiner von dir, dass du dich heute hier und jetzt entscheidest. Überlege es dir gut. Ich werde dich bestimmt nicht drängen, aber es war meine Pflicht es dir zu sagen." Mit einem langen Blick auf Jarnah stand Tienan auf und verließ leise die Küche. Er wusste, das sie jetzt Zeit brauchte. Zeit um eine wichtige Entscheidung zu treffen. Eine Entscheidung, die ihm seine Tochter rauben würde. Denn sie würde gehen, das spürte er. Seine Ahnen mochten an diesem Abend jubelnd eine gewonnene Kämpferin gegen den Schatten feiern – ihm blieb nur die Trauer um eine verlorene Tochter.

RPGs

Moderiertes RPG

Freies RPG

Jarnah Achima
Datei:Avatar Jarnah Achima.jpg
Rang Rekrutin
Alter 22
Herkunft Tar Valon
Status aktiv
RPG 500er
Talente
Schwertmeister
Reitkunst
Kampf mit zwei Waffen
Kampf
Bevorzugte Waffe Schwert
Strategie 65 aus 100
Technik 85 aus 100
Kraft 50 aus 100
Gesamt: 200 aus 300
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