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Chania nia'Sisia – DSC-Wiki

Chania nia'Sisia

Aus DSC-Wiki
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Inhaltsverzeichnis

Im RPG

Biographie

Charakter

Chania ist ihr Leben lang zu absolutem Gehorsam erzogen worden, sie wird niemals eine Anweisung in Frage stellen oder gar einen Befehl verweigern. Sie wird tun, was man von ihr verlangt, ohne auf die eigene Gesundheit zu achten. Ihr eigenes Leben bedeutet ihr nur wenig, da sie in einer Gesellschaft aufgewachsen ist, in der nur das Wohl der Gemeinschaft zählt. Das hat zudem die Folge, dass sie auch das Leben und Leiden von anderen Einzelpersonen nicht berührt. Egoismus und Selbstsucht kennt und versteht sie nicht. Dennoch kann man nicht sagen, sie wäre gefühllos – Chania hat die Liebe und den Verlust des Liebsten kennen gelernt, und der Schmerz hat sie tief geprägt.

Aussehen

Chania ist etwa 1,63 cm groß. Sie hat blonde Haare und blaue Augen. Ihre Haut ist ungewöhnlich blass und ihre Gestalt eher schmächtig zu nennen. Chania trägt meistens einen grau-weißen Umhang, unter dem ihre wenigen Habseligkeiten sowie ihre Messer verborgen sind.

Stärken

  • lässt sich niemals von einem gesteckten Ziel abbringen
  • ist bereit ihr Leben für das Wohl der Gemeinschaft zu geben
  • besitzt ausgeprägte Widerstandsfähigkeiten

Schwächen

  • gehorcht Befehlen ohne nachzudenken
  • schätzt ihre eigene Person nur gering
  • hat eine Aussprache, die kaum verständlich ist (Weglassen der Vokale)

Geschichte

Chania wurde vor 17 Jahren im Sommer geboren. Der folgende Winter war recht mild, daher überlebte Chania ohne größere Probleme.

Ihre Mutter Sisia war eine geachtete Jägerin des Volkes, ihr Vater ist drei Monate vor der Geburt bei einer Jagd ums Leben gekommen. Sisia wies ihre Tochter früh in die Kunst der Jagd ein. Mit fünf Jahren ging Chania das erste Mal mit Gleichaltrigen auf die Jagd. Es zeigte sich in den kommenden Jahren, dass das Mädchen eine Begabung fürs Messer entwickelte und ihre Geschicklichkeit war der einer Jägerin angemessen.

Mit 14 Jahren erkannte Chania, dass sich eine Kinderfreundschaft mit dem Jäger Jano mir'Ani zu etwas Größerem entwickelt hatte. Die Abstammungsrichter erhoben gegen die Beziehung keinen Einspruch: Sie waren nicht zu nah miteinander verwandt – ein Glück, das nicht alle Liebespaare teilten. Chania und Jano erhielten die Erlaubnis im Frühjahr ein Kind zu zeugen. Doch dann kam es bei der letzten Herbstjagd jenes Jahres zum Unglück:

---

Chania stand neben Jano in dem Graben. Etwas weiter entfernt befanden sich die anderen Jäger des Trupps. Die Zeichen standen gut: Die Nahrungsmittel für den Winter waren bereits verstaut worden und wenn die heutige Jagd gut lief, würde das Volk der Langen Nacht diesen Winter überstehen, ohne eigene Mitglieder zum Tode verurteilen zu müssen – sofern der Winter nicht allzu streng werden würde. Und im Frühjahr könnten Chania und Jano dann ihre eigene Familie gründen. Das Glück über die Entscheidung der Abstammungsrichter war der Jägerin noch immer ins Gesicht geschrieben. Doch nun musste sie sich auf die bevorstehende Jagd konzentrieren. Ein Weißbär hatte sich gezeigt und die Zeichen sagten, er wäre bereit das Opfer zu bringen, um das Volk durch den Winter zu bringen. Sofern die Jäger sich als würdig erwiesen.

Das Gelände hier war ungeeignet, doch nur wenige Spannen entfernt befand sich eine natürliche Formation, die fast an eine Schlucht erinnerte. Gelänge es den Weißbären dorthin zu locken, sollte es möglich sein, ihn zu töten.

Der Lockvogel musste schnell und geschickt sein und er musste Waffen haben, die ihn dabei nicht behinderten. Wie zum Beispiel Messer. Aus diesem Grund war die Wahl auf Chania gefallen – eine Tatsache, die sie mit Stolz erfüllte.

Der Bär nährte sich der Stelle, an der der Jagdtrupp lauerte. Chania sah Jano an. Worte waren unnötig. Ihre Lippen nährten und berührten sich. Sie küssten sich so intensiv, als wäre es ihr letzter Kuss. Denn sie wussten, das könnte tatsächlich passieren: Niemand konnte vorhersagen, wie viele und welche Opfer der Bär als Preis seines eigenen Lebens vom Volk der Langen Nacht forderte.

Der Kuss zog sich in die Länge, doch dann sprang Chania plötzlich auf und verließ den halbwegs sicheren Graben. Der Weißbär kam in Sicht.

Chania wusste, was sie zu tun hatte – jeder Gedanke an Jano und ihre zukünftige Familie wurden verdrängt. Jetzt galt es die Aufmerksamkeit des Bären zu erregen. Das war allerdings keine große Herausforderung: Auch die Tiere spürten den herannahenden Winter und fraßen sich soviel Fett wie möglich an – da kam so ein Häppchen von Menschenfrau gerade recht.

Der Weißbär registrierte Chania dementsprechend auch sofort und richtete sich mit einem triumphierenden Gebrüll in die Höhe. Dann ließ er sich auf alle Viere fallen und beschleunigte unheimlich schnell. Die Jägerin drehte sich um und rannte so schnell sie konnte auf die Formation zu, in der der Hinterhalt gelegt werden sollte. Dabei musste sie immer wieder aufpassen, dass sie auf dem Eis nicht das Gleichgewicht verlor. Stürzte sie würde der Bär sie zerreißen und den anderen Jägern entkommen. Das durfte nicht geschehen! Das Volk durfte nicht ihretwegen hungern!

Chania rannte und der Weißbär holte auf. Wie geplant kümmerte sich der Bär nicht um den Geruch nach Mensch – den ordnete er der flüchtenden Frau zu. Und so konnte der Rest des Trupps dem Bären folgen, ohne bemerkt zu werden.

Die Jägerin hatte das Ziel ihrer Fluch inzwischen vor Augen, doch sie spürte auch schon den Atem des Tieres im Nacken. Lange durfte sie nicht mehr zögern. Vorsichtig griff Chania beim Laufen nach zwei ihrer Messer.

Dann zählte sie von zwanzig runter, in der Hoffnung das der Bär sie bis dahin nicht eingeholt hatte.

Drei ... zwei ...

Die Jägerin ließ sich kurz bevor sie die eins erreichte fallen und drehte sich dabei um die eigene Achse. Die Pfote des Bären schoss haarscharf an ihrem Gesicht vorbei. Hätte sie sich nicht fallengelassen, der Schlag hätte ihr den Kopf vom Hals gerissen.

Jetzt kam Chania der Schwung des Laufes und das glatte Eis zugute: Auf dem Rücken liegend rutschte sie dem Bären davon – direkt in die Schlucht hinein, in beiden Händen ein Messer haltend. Der Weißbär war kurzzeitig irritiert, doch dann nahm er die Verfolgung erneut auf – und ging in die Falle.

Chania wurde allmählich langsamer und der Bär kam näher. Kurz bevor sie in Reichweite seiner Arme war, bewegte die Jägerin kurz ihre Hände – und die beiden Messer flogen durch die Luft direkt in die Augen des Weißbären.

Der Schmerzensschrei des geblendeten Tieres ging Chania durch Mark und Bein. Gerne hätte sie es vermieden, den Bären leiden zu lassen, doch ihre Messer hätten niemals durch das Fell hindurch das Herz erreichen können – dazu benötigte man einen Speer oder ein Schwert. Und mit keiner der beiden Waffen hätte man den Lauf zur Formation absolvieren können.

Der Bär raste. In seinem Schmerz drehte er sich um sich selbst und drosch wie wild mit den Armen durch die Luft. Nur ein unerfahrener Jäger ging davon aus, dass ein geblendetes Tier weniger gefährlich war.

Aber ein geblendetes Tier würde den Ausgang der Falle nicht finden.

Daher zog sich Chania weiter in die Schlucht zurück, verhielt sich still und hoffte, die restlichen Jäger würden erscheinen, bevor der Weißbär auf die Idee kam, nach ihr zu wittern.

Sie brauchte nicht lange zu warten: Erneute Schmerzensschreie bewiesen, dass die Jäger eingetroffen waren. Jetzt war die Stunde der Speerkämpfer gekommen (einen Schwertkämpfer hatte dieser Jagdtrupp nicht). Chania zog ein weiteres Messer und hielt sich bereit: Eine Aufgabe erwartete sie noch, sobald der Bär fallen würde.

Doch bislang machte er keine Anstalten zu fallen. Obwohl er blind war und auch schon aus mehreren Wunden blutete, schlug er mit seinen Armen nur so um sich und mit seinen scharfen Zähnen schnappte er immer wieder in die Richtungen, aus der die Angriffe kamen.

Und dann verlangte er seine Opfer: Chania zuckte zusammen, als sie mit ansehen musste, wie Jano und zwei weitere Jäger von den Armen des Bären erwischt wurden. Sie flogen durch die Luft und krachten gegen die Wände aus Eis.

Die Jägerin schloss kurz die Augen, dann verdrängte sie Jano aus ihren Gedanken und wandte sie sich wieder dem Kampf zu. Sie hatte jetzt keine Möglichkeit, sich um ihren Gelieben zu kümmern. Der Kampf ging ohne Unterlass weiter, doch inzwischen war das Ende abzusehen: Der Bär hat seine Opfer geholt und war nun bereit sein Leben zu schenken.

Nach unbestimmter Zeit brach er schließlich zusammen. Das war der Moment, auf den Chania gewartet hatte: Sie sprintete mit dem gezogenen Messer aus ihrer Deckung hervor, tauchte unter den Armen des gefällten Bären hindurch und schlitzte dem Tier die Kehle auf.

Heißes Blut lief über ihren Körper als der Lebenssaft aus der Kehle des Weißbären spritzte. Chania war von tiefer Dankbarkeit und Ehrfurcht erfüllt.

"Danke für dein Opfer." ,murmelte sie.

Erst als der Bär endgültig starb und die Jäger damit begannen den Leichnam zu zerstückeln, um ihn für den Transport fertig zu machen, fiel ihr Jano wieder ein.

Sie rannte zu der Stelle, an der er lag und erkannte auf den ersten Blick, das keine Hoffnung mehr bestand: Sein Gesicht war auf der einen Seite völlig aufgerissen, ein Auge fehlte. Seine Beine standen in unnatürlichem Winkel ab.

Nein, es bestand keine Hoffnung mehr. Man konnte vielleicht sein Leben retten, doch für die Gemeinschaft wäre er nur ein weiterer Esser. Ein Esser ohne Nutzen. Und ein Blick in sein noch verbliebenes Auge verriet Chania, dass er es genauso sah.

Mit Tränen in den Augen zog die Jägerin das Messer, an dem noch das Blut des Bären klebte.

"Ich liebe dich, Jano." ,flüsterte sie – und stieß ihm das Messer ins Herz. Damit endeten ihre Träume von einer gemeinsamen Zukunft und der eigenen Familie.

An alles was zwischen diesem Stoß und der Ankunft beim Lager passierte, konnte sich Chania später nie erinnern.

---

Doch das Leben ging für Chania auch nach dieser Tragödie weiter. Weder verlor sie ihre Geschicklichkeit bei der Jagd noch den Willen der Gemeinschaft zu dienen. Mit der Zeit ließ die Trauer um Jano nach, doch sie war noch nicht bereit, sich an jemand anderen zu binden.

Zwei Jahre zogen nach Janos Tod in das Land, und der Winter, der dann anbrach war einer der härtesten.

RPGs

Moderiertes RPG

Freies RPG

Chania nia'Sisia
Avatar Chania.jpg
Rang Jägerin
Alter 17
Herkunft Land der langen Nacht
Status aktiv
RPG 500er
Talente
Wildniskunde
Kampfsport
Ta'veren sehen
Kampf
Bevorzugte Waffe Messer
Strategie 60 aus 100
Technik 95 aus 100
Kraft 20 aus 100
Gesamt: 175 aus 300
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