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Barzula al'Telamon – DSC-Wiki

Barzula al'Telamon

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Inhaltsverzeichnis

Im RPG

Biographie

Charakter

Barzula al'Telamon ist ein furchteinflössender Mann, der Grausamkeiten und Folter liebt. Er ist ein ergebener Diener des Dunklen Königs und kennt keinerlei Gnade.

Doch das ist nur die halbe Wahrheit: Tief in seinem Inneren ist Barzula ein verängstigter und verbitterter Junge, der versucht seine Furcht durch Grausamkeit zu verbergen und sich hinter Folter zu verstecken. Er sehnt sich nach Gnade und Licht, doch er ist fest davon überzeugt, dass seine Taten ihn so fest an den Schatten gebunden haben, dass er niemals Gnade und Licht erringen kann. Aus diesem Grund verfolgt er das Licht erbarmungslos, um so jede Erinnerung an das Unerreichbare zu vernichten.

Er leidet unter dem, was ihm angetan wurde und was er anderen antut, doch dieses Leid führt nur zu noch größerem Hass, der sich in seinen Taten ausdrückt.

Aussehen

Barzula al'Telamon ist 1,85 Meter groß, wirkt aber dank seines aufrechten Ganges und seiner kräftigen Figur meist noch größer. In seinen braune Augen findet man eine tiefe Ruhe aber auch eine tiefe Trauer. Nur unter bestimmten Lichtverhältnissen – wenn seine Augen beinahe gelb zu glühen scheinen – erkennt man auch die Gefährlichkeit, die von Barzula ausgeht.

Sein restliches Gesicht und seine braunen Haare sind von einer Kapuze verborgen, die Barzula nur sehr selten abnimmt. Die Kapuze ist Teil eines dunklen Umhanges, ohne den man Barzula niemals sehen wird. Schon oft wurde er aus der Ferne mit einem Myrddraal verwechselt – was ihm nicht nur egal ist, sondern was er durchaus begrüßt.

In den Ärmeln seines Umhanges hat Barzula stets zwei Dolche verborgen.

Stärken

Barzula ist ein Meister im Kampf mit Dolchen, die er mit beiden Händen zu führen vermag, sowie im waffenlosen Kampf. Zudem hat er beachtliches Talent im Anschleichen und Reiten. Barzula ist völlig skrupellos und grausam. Bindungen an andere Menschen bedeuten ihm gar nichts.

Schwächen

Mit dem Schwert oder Pfeil und Bogen ist Barzula völlig hilflos. Zudem ist seine Grausamkeit nur äußerer Schein: Barzula sehnt sich verzweifelt nach einem Menschen, der ihn erretten und ans Licht führen kann. Allerdings hat er die Hoffnung einen solchen Menschen zu finden schon vor langer Zeit aufgegeben – und dies stellt möglicherweise seine größte Schwäche dar.

Geschichte

Barzulas Mutter – Faraday – wurde wahrscheinlich 25 Jahre vor Tarmon Gai'don in Arad Doman geboren. Sie erlebte die Schrecken, die der Letzten Schlacht vorausgingen, hautnah mit: Die Invasion der Seanchan in Falme, das Erscheinen des Wiedergeborenen Drachen am Himmel und der Bürgerkrieg – all das hatte gravierende Auswirkungen auf die junge Frau: Zwei ihrer Brüder starben in Falme, viele ihrer Freundinnen wurden im Bürgerkrieg getötet oder verschleppt und der Mann, den sie eigentlich hatte heiraten wollte, zog mit Rodel Ituralde und kehrte nie wieder zurück.

Zu jener Zeit verzweifelte Faraday beinahe an der Welt und wurde depressiv.

Dann lernte sie Belial ta'Joram kennen. Er kam von jenseits der Verschleierten Berge und trotz aller Schrecken, die die Welt heimgesucht hatten, hatte er seine frohe und humorvolle Art beibehalten. Ihm gelang es dann auch Faraday aus ihrer Depression zu holen und ihr beizubringen, trotz allem das Schöne im Leben zu sehen.

Zwei Jahre vor Tarmon Gai'don heiratete Faraday ihren Retter.

Was sie nicht wusste, Belial ta'Joram war ein Schattenfreund und tat heimlich alles dafür, dem Schatten zum Sieg zu verhelfen. Geschickt entging er dem Schicksal vieler Schattenfreunde jener Zeit, die zwischen den Machtkämpfen der Verlorenen zermahlt worden, und stieg letztendlich zu einer hohen Position innerhalb der Schattenfreunde auf.

Kurz vor der Letzten Schlacht wurde Belial befohlen, seine schwangere Frau zu verlassen, um in der Letzten Schlacht zu kämpfen. Er folgte dem Ruf ohne zu zögern und während er in der Armee des Schattens gegen den Wiedergeborenen Drachen kämpfte, brachte Faraday Barzula und seine missgestaltete Zwillingsschwester zur Welt – nichts ahnend von der wahren Natur ihres Mannes.

Obwohl seine Zwillingsschwester bereits innerhalb eines Monates starb, hat Barzula bis heute das Gefühl seine Schwester wäre ein Teil von ihm und an seiner Seite.

Ein halbes Jahr nach dem Tod der Schwester kehrte Belial als einer der wenigen Überlebenden zurück: Schweigsam und verbittert. Faraday ta’Joram hatte das Gefühl, ihr Mann sei gebrochen. Aus diesem Grund verweigerte sie sich nicht seiner seltsamen Bitte den gemeinsamen Sohn al'Telamon zu nennen.

Erst fünf Jahre später fand Faraday die Wahrheit über Belial heraus. Zutiefst entsetzt versuchte sie mit Barzula zu fliehen, doch Belial hatte so etwas geahnt: Vor den Augen Barzulas verbrannte er seine Frau bei lebendigem Leib.

Von diesem Moment an unterrichtete Belial seinen völlig verstörten Sohn in den Lehren des Schattens und brachte ihm die Grundlagen im waffenlosen Kampf bei. Schon nach kurzer Zeit zeigten seine Lektionen Früchte und Barzula trat gegenüber Gleichaltrigen oder Jüngeren mit kaum versteckter Grausamkeit auf.

Das führte im Dorf natürlich zu Gerede, doch die Menschen führten es auf die Tatsache zurück, dass "seine herzlose und grausame Mutter mit einem feigen Kesselflicker durchgebrannt war und der arme Vater so sehr darunter litt, dass er keine Energie mehr aufbringen konnte, seinen Sohn zu erziehen".

Erst kurz nach Barzulas achtem Geburtstag flog Belials Identität als Schattenfreund im Dorf auf und er wurde von einem wütenden Mob auf offener Straße zerrissen. Nur durch das beherzte Eingreifen eines Nachbarn kam Barzula selbst mit dem Leben davon, als der Mob das Haus Belials stürmte.

Dem Nachbarn war klar, dass das Kind in dem Dorf niemals sicher sein würde, und so brachte er es zu Bekannten in die Hauptstadt Bandar Eban. Doch beim Verlassen des Dorfes musste Barzula am abgeschlagenen und aufgespießten Kopf seines Vaters vorbei, an dem bereits die Krähen nagten.

Trotz aller liebevollen Zärtlichkeit, die ihm die Pflegeeltern entgegenbrachten, vermochten sie nicht Barzulas Schutzpanzer aus Gefühllosigkeit und beginnender Grausamkeit zu durchbrechen: Er kapselte sich vollständig von der Umwelt ab und ließ keinen mehr an sich ran. Einmal im Monat fügte er sich einen Schnitt im Oberarm zu, um sich daran zu erinnern, dass das Blut seines Vaters ungerächt vergossen wurde.

Im Alter von zehn Jahren verübte er seinen ersten Mord an einem drei Jahre älteren Jungen. Die Erwachsenen jedoch interpretierten den Vorfall als Unfall. Fünf Jahre und genauso viele "Unfälle" später trat er einem Zirkel aus Schattenfreunden bei, in dem er nun endgültig zum skrupellosen und grausamen Mörder ausgebildet wurde.

Zu seinem siebzehnten Geburtstag fügte er sich zum letzten Mal einen Schnitt im Oberarm zu. Einen Monat später brannte das Dorf, in dem er geboren worden war, vollständig nieder – es gab keine Überlebenden, und nur die Bewohner, die nach dem Tode seines Vaters geboren worden waren, starben schnell.

Dreizehn Jahre sind seitdem vergangen und Barzula ist tiefer in den Schatten eingedrungen als je ein Mensch seit Tarmon Gai'don. Und nun führt ihn sein Weg nach Tar Valon – in die Hauptstadt des Lichts.

RPGs


Barzula al'Telamon
Avatar Barzula alTelamon.jpg
Rang Schattenfreund
Alter 30
Herkunft Arad Doman
Status aktiv
RPG 30er
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
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