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 Betreff des Beitrags: Erste Schritte im RPG
BeitragVerfasst: 02.08.2009, 15:45 
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Aes Sedai

Registriert: 14.05.07
Beiträge: 101
Wohnort: Tar Valon
Damit dir der Einstieg leichter fällt und das Miteinander im RPG später gut funktioniert, haben wir hier die wichtigsten Infos auf einen Blick für dich bereit gestellt.
Da das 30er anderen Regeln folgt, wird hier nur das allgemeine RPG besprochen.

1. Bitte lies zuerst unser Regelset durch. Dort steht etwas zum RPG allgemein, zur Abgrenzung zur Community, zu unseren Settings und noch einiges mehr. Nimm dir ruhig Zeit dafür.

2. Nun geht es an die Charaktererstellung. Das kannst du in unserem Biotool machen, das schon alles bereit hält, was andere Mitspieler über deinen Charakter wissen wollen. Wie schon in unseren Regeln steht, muss dein erster Charakter ein Burgcharakter sein, allerdings muss er nicht zwangsläufig mit deinem Alter Ego aus der Community zusammenfallen. Du hast also praktisch alle Freiheiten was Pfad, Geschlecht und Charaktereigenschaften betrifft.

Bitte beachte beim Verfassen deiner Geschichte die vorhandenen politischen Verhältnisse – so gibt es die Grenzländer aus den Büchern nicht mehr und auch die Seanchaner sind nicht mehr aus den Westlanden wegzudenken. Wie es derzeit in der Welt des Rades aussieht, kannst du in diesem Thread nachlesen.

Ansonsten noch ein paar kleine Tipps, um die üblichen Charakterfallen zu umgehen. Gemeint sind damit Charaktere, die zwar regelkonform erstellt wurden, in ihrer Zusammenstellung aber eher unstimmig sind. Zur Verdeutlichung wurden daher in den folgenden Zeilen bewusst Vergleiche gewählt, die zwar auf den ersten Blick sehr polemisch anmuten, sich aber in weiten Teilen tatsächlich so zugetragen haben.
Spoiler: anzeigen
Falle 1: Die Charaktereigenschaften, oder: wie wird ein Charakter ausgewogen?

Fange eher mit kleinen Verhältnissen an. Das heißt nun nicht automatisch, dass du keinen Adligen spielen kannst – allerdings sollte es kein hoher Adliger und erst recht kein König sein, da diese als NPCs zu wichtig sind.
Achte darauf, dass dein Charakter nicht zu „perfekt“ wird. Gib ihm Ecken und Kanten – will heißen, dass er „echte“ Schwächen haben soll wie z.B. Trotz, Naivität, Ängstlichkeit etc. Natürlich ist es schwierig. Schließlich macht niemand gerne bewusst Fehler, aber wie im echten Leben lebt das RPG von den Menschen darin. Und Menschen machen nun mal Fehler – sogar Aes Sedai und Behüter. Andernfalls würde es ziemlich schnell langweilig.
Einige Spieler, die diese Überlegungen für den Anfang zu umfangreich fanden, griffen darauf zurück, sich mehr oder weniger selbst zu spielen. Das kann man machen, kann aber auch schief gehen, wenn man in den eigenen Verhaltensmustern stecken bleibt. Vor allem aber kann es auch spieltechnisch deutlich interessanter sein, Charaktereigenschaften zu wählen, die diametral den eigenen entgegengesetzt sind.

Falle 2: Die Talente

Bei der Auswahl der Talente hat vermutlich fast jeder die Schlachten der Bücher vor Augen, in denen es vor Todestoren, Feuerbällen, schwertschwingenden und auf zwei Pferden gleichzeitig reitenden Kavalleristen und mörderischen Axtkämpfern nur so wimmelte. Ebenso tauchen inflationär immer stärkere Machtlenker mit noch ungewöhnlicheren Talenten auf. Natürlich gibt es keine Regel, die es euch verbietet, euren Charakter mit mächtigen Kampftalenten und hohen Machtwerten auszustatten - auf der anderen Seite ist es spieltechnisch unglaublich langweilig oder passt auch einfach nicht. Überspitzt ausgedrückt: was nützen einem diplomatischen Grauen Aes Sedai Talente wie Baalsfeuer und Todestore? Wozu muss ein Behüter möglichst viele Waffengattungen meisterhaft beherrschen?
Bei aller Polemik sollte man an dieser Stelle sagen, dass Talente in diesem RPG nicht digital zu betrachten sind, will heißen: das Nichtvorhandenseins eines Talents bedeutet nicht, dass der Charakter es überhaupt nicht beherrscht. Um noch einmal das Beispiel der Kampftalente zu bemühen: eine Aes Sedai, die nicht das Talent Baalsfeuer hat, kann trotzdem Baalsfeuer weben. Sie kann nur eben nicht den Lebensfaden vom Zeitraum eines halben Tages herausbrennen, sondern vielleicht nur wenige Sekunden. Ein Behüter, der nicht meisterlich mit dem Bogen umgehen kann, schießt gelegentlich daneben oder wird auf größere Entfernung hin zu ungenau. Jemand, der nicht das Talent Reiten hat, kann trotzdem noch Strecken reitend zurücklegen, ohne alle paar Meter vom Pferd zu fallen.
Die Liste der Beispiele ließe sich ewig fortführen und soll eigentlich auch nur eines zeigen: ausgewogene Talente, die zum Charakter passen, sind viel wichtiger, als möglichst viele mächtige und seltene Talente in einem Charakter zu vereinen.

Falle 3: Die Geschichte des Charakters

Allen Geschichten liegt eine Schwierigkeit zu Grunde: niemand geht einfach so in die Burg. Normalerweise muss irgendein Ereignis mittlerer bis großer Tragweite eintreten, damit der Charakter sich dorthin begibt. Sehr beliebt bei Machtlenkern ist daher das (meist ziemlich feurige und/oder gewalttätige) Entdecken Saidins/Saidars mit dem einhergehenden Tod der eigenen Eltern und/oder des gesamten Dorfes, das irgendwo in Andor liegt. Schön daran ist: diese Geschichte ist recht leicht zu konstruieren und vor allem auch glaubwürdig. Nachteilig: in "unserer" Weißen Burg gibt es eine Menge andoranischer Halb- und Vollwaisen.
Angehende Behüter stammen gerne auch mal aus dem ehemaligen Grenzlandenadel, weswegen sie schon wie Lan seit frühester Kindheit in allen Kriegstalenten unterrichtet wurden (die Weiße Burg wird dann eher zu einer Art Sprungbrett zur Perfektion degradiert). Hier gilt natürlich dasselbe wie bei den Talenten: es gibt keine Regel, die euch verwaiste Andoraner mit hohen Machtwerten und kindliche Killermaschinen verbieten. Es wäre auch sehr albern, eine solche aufzustellen. Allerdings kratzt man damit sehr schnell am Powergaming, was wiederum regelwidrig ist. Vor allem aber gerät man schnell spieltechnisch in eine Sackgasse. Denn wie soll sich ein Charakter weiterentwickeln, der scheinbar von Haus aus alles schon hat? Gerade das macht einen Charakter unglaubwürdig.

Mit einigen Überlegungen kommt man allerdings ganz gut aus dieser Falle heraus: betrachtet Eigenschaften, Talente und Geschichte nicht isoliert voneinander. Überlegt euch viel mehr, was ihr in groben Zügen für einen Charakter haben wollt. Darauf basierend kann man sich überlegen, was in der Vergangenheit des Charakters passiert sein könnte, so dass er so ist, wie er eben ist (platt ausgedrückt: kaum jemand ist verschlossen und distanziert, weil er daran unglaublich viel Spaß hat).
Wenn ihr jetzt noch in der Biografie etwas ausarbeiten könnt, das die Ausbildung eines Talents bevorzugt, wird es auch viel einfacher werden, einen stimmigen und ausgewogenen Charakter zu entwickeln. Zugegeben: es ist am Anfang wirklich viel, das bedacht werden muss. Aber es lohnt sich. Und eure Mitspieler werden es euch danken.


Sobald deine Biografie im Biotool freigeschaltet wurde, bekommst du eine PN und darfst loslegen.

3. Suche dir nun ein Szenario aus, in dem du mitschreiben willst. Hier findest du auch Infos darüber, welche Szenarien gerade aktiv sind sowie die Einzelheiten dazu.

Infos zum Verfassen eines RPG-Posts

Ein RPG soll in allererster Linie Spaß machen und im allerbesten Fall dazu führen, dass die Mitspieler es gar nicht abwarten können, einen neuen Post zu lesen. Das funktioniert aber nur dann, wenn sich ein Post gut und flüssig lesen lässt. Es ist völlig nachvollziehbar, dass ein völliger Neuling kaum etwas auf Anhieb verfasst, das einem Bestsellerroman würdig wäre. Das Mindeste, was gewünscht wird, sind nur die Einhaltung einiger Formalien, von denen die meisten allerdings selbstverständlich sein sollten.

1. Die Erzählperspektive ist grundsätzlich der personale Er-Erzähler, das Erzähltempus ist grundsätzlich das Präteritum (z.B. er sah, sie dachte). Das heißt, du schreibst in der 3. Person Singular (er/sie/es) und befindest dich „im Kopf“ deines Charakters, sprich, du kennst seine Gedanken und Gefühle, weißt aber NICHT, was deine Mitspieler gerade denken. Genauso wenig kannst du ihre nächsten Schritte vorhersehen.
Im Übrigen ist es genau die Perspektive, die auch in den Rad der Zeit Büchern verwendet wird.
Natürlich wird dir keiner den Kopf abreißen, wenn du mal einen inneren Monolog schreibst, aber von einem allwissenden Erzähler oder einem Ich-Erzähler ist abzusehen.

2. Mache bitte nach jedem Sinnabschnitt Absätze und fange bei jeder wörtlichen Rede eine neue Zeile an. Das macht deinen Post übersichtlicher und für Andere erleichtert es das Lesen. Denn: niemand kämpft sich gerne durch einen Wust von Dialogen, wo man nicht mehr erkennen kann, wer eigentlich gerade spricht.

3. Gedanken sind ebenfalls in einer neuen Zeile und mit kursiver Schrift kenntlich zu machen. Ein Beispiel:
Gleich trittst du vor deinen Schöpfer, dachte er kummervoll.
Wenn du bei ihm bist, kannst du ihn ja mal fragen, womit du das hier eigentlich verdient hast.

4. Beachte bitte beim Schreiben die deutsche Rechtschreibung und Grammatik. Solltest du mit selbigen auf Kriegsfuß stehen, so solltest du die Rechtschreibüberprüfung von Word oder Open Office zu Rate ziehen.
Die Syntax ist auch nicht zu verachten: so liest sich ein Post bedeutend abwechslungsreicher, wenn er nicht immer gleich anfängt und nicht nur aus Hauptsätzen besteht.
Es ist uns auch bewusst, dass längst nicht alle mit der Interpunktion im Deutschen vertraut sind. Versuche trotzdem, einigermaßen korrekt Kommata zu setzen, um Missverständnisse und Stilblüten zu vermeiden. Vergleiche mal:
Heute koche ich, Mama! vs. Heute koche ich Mama!

5. Stelle bitte sicher, dass der Post in einer lesbaren Formatierung steht. Wenn du dir unsicher bist, ob die Zeilenumbrüche richtig sind, weil du etwa in Notepad vorgeschrieben hast, lasse dir den Post vorab durch die Vorschaufunktion anzeigen.

6. Gerade bei längeren Posts empfiehlt es sich, eine kurze Zusammenfassung darunter zu schreiben. Diese sollte durch eine andere Farbe getrennt von deinem Post unter dem Text kenntlich gemacht werden. Es wäre außerdem nett, wenn du keine allzu grelle Farbe nähmest (bei Unsicherheit kann man das auch in der Vorschau überprüfen).

7. Deine Posts sollten eine gewisse Länge haben. Als Richtwert für das Minimum gilt hierbei die Länge deines Avatars.

8. Vermeide unbedingt Powergaming. Es nervt einfach nur. Falls du noch nie was davon gehört hast, hier ein kurzer Anriss: Weder kannst du als Rekrut bereits komplizierte Schwertfiguren, noch kannst du als Novize es in Sachen Stärke und Schnelligkeit mit den Aes Sedai aufnehmen.

9. Bitte beachte unbedingt die Logik, die der Welt des Rades zugrunde liegt. Achte darauf, dass die Handlungen deines Posts logisch und der Position deines Charakters angemessen sind.

10. Im geregelten RPG haben Personen und Gegenstände aus anderen Fantasywelten oder unserer Welt nichts verloren!
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 Betreff des Beitrags: Re: Erst lesen: RPG Guide
BeitragVerfasst: 15.10.2009, 13:18 
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Beiträge: 6
Wohnort: auf Wanderschaft
Habs gelesen :nod

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