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 Betreff des Beitrags: [504] Der goldene Käfig
BeitragVerfasst: 28.11.2006, 20:32 
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Gaidar

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Wohnort: Weiße Burg, Tar Valon
Der Goldene Käfig

Es war ein warmer Frühlingsvormittag, am Himmel hingen ein paar kuschelige Schoenwetterwolken und die Sonne schien auf die längliche Insel im Erinin. In Tar Valon und den Brückenstädten herrschte Hochtreiben, die kalte Jahreszeit war vorbei und jedermann wollte seine Vorräte aufstocken. Mit der Wärme des Frühlings waren auch wieder Ogierbaumeister nach Tar Valon gekommen um die zahlreichen Reparaturen an den Bauwerken der Stadt voranzutreiben. Von Tar Valon aus nach Westen hob sich das Land leicht an und glitt nördlich um den Drachenberg herum um sich dann an den Schwarzen Bergen nach Norden zu ziehen. Ungefähr eine Meile westlich von Tar Valon, nordöstlich des Drachenberges entstand wie aus dem nichts ein weißer Strich in der Luft. Er begann zu kreisen und stabilisierte sich dann als Öffnung, so groß, wie zwei Scheunentore. Durch die Öffnung sah man nicht viel. Es war dort stockfinstere Nacht. Das einzige was zu erkennen war, waren viele kleine Punkte, die im Hintergrund in einiger Entfernung ein grandioses Lichtermeer bildeten.
Mit stolz erhobenem Kopf kamen acht Reiter aus dem Wegtor und stellten sich in Linien zu beiden Seiten auf. Ihre lackierten Rüstungen glänzten im Schein der noch tief stehenden Sonne dunkelgrün, fast schwarz. Sie hielten lange Lanzen mit geraden, langen, Schwertklingen ähnlichen Spitzen in den Himmel gereckt, an denen schwarze, dunkelgrüne und rote Bänder im Wind tanzten. Gefolgt wurden sie von vier Ogiern, große Äxte geschultert, auch sie in grünen Wämsern und Hosen. Die Haare an ihren Brauen und Ohren stimmten in den Tanz der Wimpel mit ein. Zu guter letzt traten zwei Menschen durch das Tor und es schloss sich. Der Mann hatte den Kopf rasiert und trug ein blaues Hemd zu einer weißen, weiten Hose. Sein Umhang lag locker über eine Schulter und die blauen Augen in seinem blassen runden Gesicht beobachteten die Gegend weiter. Die Frau auf dem anderen Pferd trug ihr schwarzes Haar an den Seiten rasiert, das Haar entlang des Scheitels jedoch weiterhin lang, so dass es ihr bis zu den Schulterblättern herabfloss. Sie hatte eine leicht Kupferfarbene Haut und tiefbraune Augen. Die Nägel ihrer letzten beiden Finger waren grau lackiert. Dazu trug sie ein schlichtgraues Reitgewand und einen dunkelgrauen Umhang, den sie bis eben mit der Hand geschlossen gehalten hatte und nun erleichtert öffnete. Ihr Pferd war von edlem Geblüt und ein Heißsporn. Es tänzelte auf der Stelle und mit einem festen Griff zu den Zügeln hielt die Frau es im Zaum. Sie ließ ihren Blick über das Land vor ihr schweifen und fixierte dann den Turm der weißen Burg. Der Mann mit dem rasierten Kopf nickte kurz, sprach ein paar Worte und kurz darauf zog bewegte sich die Gruppe im Trab auf die Strasse nach Darein zu.

---


Der Hauptmann der Stadtwache verbeugte sich und gestikulierte in Richtung der vollen Strassen, während er zu der Dame in dem grauen Kleid sprach. Sie nickte mehrmals und neigte dann kurz den Kopf, bevor sie und ihre Begleitung weiter ritten. Die Soldaten und Ogier hatten nun einen Kreis um den Mann und die Frau gebildet, vier Soldaten vorne und hinten und zwei Ogier zu jeder Seite der beiden. So bahnte sich die Gruppe ihren Weg durch das Getümmel der Stadt. Nur wenige blieben stehen und sahen ihnen nach, dabei aufgeregt Worte wie "Hohe Lady" und "Seanchan" flüsternd.
Im Vorhof der weißen Burg angekommen glitten die Soldaten von den Pferden, zwei von ihnen nahmen die Zügel der beiden in der Mitte des Zuges entgegen und diese stiegen auch ab.
Der Mann und die Frau gingen, gefolgt von zwei Ogiern, die Stufen zur Burg hinauf, wo sie durch das riesige Tor traten. Im Foyer boten Diener feuchte Tücher an, um sich vom Reisestaub zu befreien und nahmen ihnen ihre Umhänge ab. Dann kam die Haushofmeisterin dazu, knickste tief und fragte nach ihrem Begehr. Der Mann sah sie an und sprach mit klarer Stimme "Die High Lady Neakin hat einen Brief an die Amyrlin, Myrielle al'Bashira."
Die Haushofmeisterin knickste wieder und bat die Gäste, ihr zu folgen.
Als sie mit ihnen und den Ogiern im Gespann durch die Gänge der Burg lief blieben öfter Gruppen von Aes Sedai, meist Männer, stehen und sahen ihnen hinterher. Die Augen des Begleiters der High Lady erfassten weiter wach jedes Detail seiner Umgebung und er hielt an der Wahren Quelle fest, um seinen Aufenthaltsort kennenzulernen.
Als sie an der Tür zum Arbeitszimmer der Amyrlin ankamen bat die Haushofmeisterin um einen kurzen Moment und schlüpfte hinein. Nach nicht einmal einer Minute öffnete sie die Tür wieder und kündigte mit klarer Stimme an: "Die High Lady Neakin und ihre Begleitung mit einem Brief an Myrielle al'Bashira, Hüterin der Siegel, Flamme von Tar Valon, den Amyrlin Sitz." Die vier traten ein, die High Lady sah zu den Stühlen am Schreibtisch, zögerte dann aber und blieb vor dem Schreibtisch stehen, die Amyrlin mit dem Blick aus ihren fast schwarzen Augen fixiert. Ihr Begleiter stand leicht versetzt rechts hinter ihr und seine Augen überflogen das Zimmer und seine Einrichtung. Die Ogier hatten, nachdem die Haushofmeisterin geknickst und sich zurückgezogen hatte, Position zu beiden Seiten der Tür bezogen, die Äxte auf den Boden gestützt.
Die Amyrlin bedeutete der High Lady und ihrem Begleiter, sich zu setzen, was sie auch taten. "Ich grüße euch, High Lady Neakin und euch..." Sie sah den Mann an. Er hatte blasse glatte Haut und durchdringend blaue Augen, sein Kopf war geschoren und er trug gute Kleidung. "...High Lord...?" setzte sie an und sein Mundwinkel zog sich herauf. "Nein, Mylady, ich bin nicht vom Blute." Er neigte leicht den Kopf und sagte dann "Nennt mich einfach Elbadair, Mylady." Erst jetzt fiel der Amyrlin auf, dass eine der Blumen auf ihrem Kaminsims sich genau zu ihm hingeneigt hatte. Ein Machtlenker also, und er haelt die Macht. Sie vergegenwärtigte sich die Quelle am Rand ihres Bewusstseins, bereit, sie jeden Moment zu ergreifen. Jedoch warum sollten die Seanchan sie umbringen wollen? Dafuer waren sie zu öffentlich gekommen, also ergriff sie die Quelle nicht. "Ich grüße auch euch, Elbadair." Sie drehte sich wieder zu Neakin und laechelte freundlich. "Ihr habt einen Brief für mich?" fragte sie, woraufhin die High Lady in eine Tasche an ihrem Kleid griff, und eine kleine dunkle Ledermappe herausnahm. Sie sah die Amyrlin an. "Ich habe Anweisung, sie nur der Amyrlin persönlich zu übergeben, ich nehme an, eure Stola identifiziert euch als jene." Mit gebeugtem Kopf aber die Augen immernoch auf die Amyrlin gerichtet übergab sie die Mappe.
Die Amyrlin betrachtete die Mappe interessiert. Sie war nicht besonders gross, ziemlich flach und mit einem feinen Band verschlossen. Sie zerbrach das filigrane goldene Siegel an dem Lederband und klappte den Deckel auf. Darin lag ein Blatt edlen Papiers, in feingliedriger Schrift beschrieben.

An Myrielle al'Bashira, Hüterin der Siegel, Flamme von Tar Valon, den Amyrlin Sitz.
In den letzten fünf Jahrhunderten hat es wenig Kontakt zwischen der Weißen Burg und dem Hof der Neun Monde gegeben. Ich weiß nicht, inwieweit Ihr über die Ereignisse jenseits des Aryth Meeres Kenntnis habt.
Falls Ihr es noch nicht wisst, drei Jahre nach Tarmon Gai'don hat Kaiserin Fortuona eine Reform der Gesellschaft von Seanchan begonnen. Um dem Chaos vorzubeugen, das sich ausgebreitet hätte, wäre es damals an die Öffentlichkeit geraten, dass auch sul'dam die Eine Macht lenken können, hat Kaiserin Fortuona in Ihrer unendlichen Weisheit begonnen, die Machtlenker von Seanchan von der Last der a'dam zu befreien. Meine Vorfahren haben dieses Vorhaben dann weitergetrieben, so dass ich Euch versichern kann, dass es seit über dreihundert Jahren keinen a'dam mehr im ganzen Kaiserreich gibt.
Es wurde damals ein Konzept erarbeitet, um die Machtlenker in die Gesellschaft zu integrieren und im Rahmen dieses Konzeptes wurden mehrere Akademien aufgebaut, die nicht nur der Erforschung der Einen Macht dienen. Auch andere Forschung wird dort betrieben.
Da sich Tarmon Gai'don nun vor nicht allzu langer Zeit zum fünfhundertsten Mal gejährt hat, habe ich beschlossen, die Beziehungen nach Tar Valon und zur Weißen Burg zu verbessern oder besser gesagt herzustellen. Ich hoffe, Ihr seht genau wie ich die unendlichen Möglichkeiten und Schätze, die darin vergraben liegen. Es ist nun an uns, diese zu heben.
Darum lade ich Euch ganz herzlich nach Seandar ein.
Seid mein persönlicher Gast am Hof der Neun Monde und lasst uns eine Brücke schlagen zwischen den Kontinenten.
Elbadair, der Lady Neakin begleitet, ist bereits seit vierhundert Jahren im Dienste meiner Familie. Er wird Euch und Euer Gefolge sicher nach Seandar bringen.
Ich hoffe auf Eure baldige Ankunft.
Hochachtungsvoll,
Zomona Ravashi Ionin Paendrag, Kaiserin der Neun Monde, Herrscherin von Seanchan



Zuletzt geändert von Ta'Kirinae Nimodo am 29.01.2007, 15:02, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 29.11.2006, 11:58 
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Amyrlin Sitz

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Im Arbeitszimmer der Amyrlin

Die Frühlingssonne leuchtete golden an diesem Morgen durch die großen Fenster die einen Blick auf die Stadt zuliessen. Myrielle al'Bashira, der Amyrlin Sitz sass hinter ihrem großen Schreibtisch und trank ihren Nachmittagstee, während sie einige kurze Befehle auf kleine Zettel schrieb, als es plötzlich an ihrer Tür klopfte und die Haushofmeisterin ihr Arbeitszimmer betrat. Sie knickste, bevor sie zu sprechen begann. „Verzeiht Mutter, die Hoch Lady Neakin ist mit einer Abordnung aus Seanchan eingetroffen und wünscht euch zu sprechen. Sie sagt, sie hätte eine wichtige Botschaft für euch.“ Die Seanchan? Lange hatte die Weiße Burg nichts mehr von den Ländern jenseits des Arythmeeres gehört, umso mehr freute sie sich, dass die Hoch Lady nach Tar Valon gereist kam. Doch was könnte sie von ihr wollen? „Schickt sie herein!“ Die Haushofmeisterin knickste erneut, bevor sie eilig den Raum verliess.

Ihr Arbeitszimmer war zwar groß, doch mit den Ogiern, welche sich an der Tür postiert hatten, wirkte er beinahe bedrückend, vor allem, da der Mann, welcher sich Elbadair nannte offensichtlich die Macht hielt. Myrielle zwang sich zur Ruhe und liess ihre dunklen Augen auf der Hoch Lady ruhen, während sie sich den Inhalt des Briefes anhörte. Sie würde niemandem die Genugtuung verschaffen und nach Saidar greifen. Sie hatte keine Angst vor den Seanchan. Allerdings würde jeder von aussen bermerken, dass in ihrem Zimmer ein Mann die Macht hielt und nicht sie.

„Ich werde die Einladung der Kaiserin mit Freuden annehmen.“ Sie lächelte der Hoch Lady zu. „Doch vorher muss ich einige Vorbereitungen treffen und mein Gefolge zusammenstellen.“ In diesem Moment öffnete sich ihre Tür, doch Berior wurde sofort von den Ogiern am weiteren Betreten des Raumes gehindert. Auf einen kurzen Fingerzeig der Hochlady liessen sie ihn allerdings passieren. Sie musste sich vorher genau erkundigt haben, wer welchen Rang in der Burg bekleidete. Als wäre nichts geschehen fuhr Myrielle mit ihrer Rede fort. „Seid bis dahin meine Gäste. Ich werde euch eine angemessene Unterbringung zur Verfügung stellen und euch die Möglichkeit geben, euch von der Reise zu erholen.“ Auch wenn die Reise kaum mehr als einen Tag gedauert haben musste, so wären ihre Gäste sicher froh über eine Erfrischung. „Berior, bitte kümmert euch darum.“

Ruhig wartete Myrielle ab, bis alle den Raum verlassen hatte und begann dann eiligst einige Nachrichten zu schreiben, die an Cadim Mertanoran, den Meister der Gaidin, Nocturna Nin'Stellar, die Sitzende der Grünen Ajah, Sephoran Thal Elesar, den Sitzenden der Blauen Ajah und an eine Aethan namens Ta'Kirinae Nimodo gesendet wurden und alle genannten augenblicklich in ihr Arbeitszimmer befahl.

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BeitragVerfasst: 29.11.2006, 13:13 
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Sitzende der Grünen

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Nocturna's Arbeitszimmer

Nocturna Nin'Stellar saß gerade in ihrem großen Sessel am Fenster und war in ein Buch aus der Bibliothek vertieft, als es an der Tür klopfte. Auf ihr "Herein!", trat eine plump wirkende Novizin unsicher in den Raum und sah betreten auf die Schriftrolle, die sie in ihren Händen hielt, während sie murmelte:"Nocturna Sedai, ich komme mit einer Nachricht der Amyrlin." "Leg sie bitte auf meinen Schreibtisch, Kind.", antwortete die Grüne und legte ein Lesezeichen in das Buch. Die Novizin tat, wie ihr geheißen, knickste kurz und verließ dann das Zimmer. Nocturna legte das Buch beiseite und ging zu dem grossen Holztisch hinüber, wo die Schriftrolle lag. Das Siegel der Flamme Tar Valons war deutlich zu sehen. Neugierig brach sie das Wachs und entrollte die Nachricht. Zu Ihrer Enttäuschung war es lediglich ein Befehl, sofort in das Arbeitszimmer der Amyrlin zu kommen. "Wie Ihr wünscht, Mutter", murmelte sie, legte das Schreiben beiseite und verließ das Zimmer, um zum Amyrlinsitz zu gehen.

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BeitragVerfasst: 29.11.2006, 21:01 
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Gaidin

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Cadims Arbeitszimmer

Der Meister stand an seinem kleinen tisch und goß sich einen Tee aus einer kleinen silber verzierten Kanne in einen silbernen Becher. Jetzt war die richtige Zeit einmal eine Pause zu machen. Und so hatte er sich eine Tee bringen lassen der ihn noch ein wenig aufbauen sollte für die restlichen Strapazen des Tages. Ein Besichtigung des Trainingsplatzes und eine Inspektion der Waffenkammer stand noch an und da wollte er aufmerksam und wach sein. So setzte er sich in einen der Sessel in der kleinen Sitzecke und genoß den Tee und die Ruhe die im Moment herrschte.
Doch mit der Ruhe war es schnell vorbei... Gerade als er sich ein weiteren Schluck Tee nachschenken wollte klopfte es an der Tür. Etwas verärgert über die Störung rief er nur kurz "Herein!" und blickte zur Tür. Wahrscheinlich verunsichert von seinem grimmigen Ton öffnete sich die Tür und eine Novizin steckte den Kopf hinein. "Entschuldigt die Störung Meister der Gaidin, aber ich habe ein eilige Nachricht der Amyrlin an Euch" Cadim runzelte die Stirn, dann nickte er und sagte "Leg sie auf den Schreibtisch, Kind" Schnell huschte die Novizin herein legte die Rolle ab und verschwand nach einem tiefen Knicks sofort wieder. Warum sie denn immer so schnell verschwinden? Auf dem Schoß hätte sie sich wahrscheinlich ganz gut gemacht dachte der Meister und schüttelte den Kopf um diesen umgewohnten Gedanken schnell wieder zu verscheuchen... Was soll das, alter Man rügte er sich selbst und ging hinüber um die Nachricht zu lesen. Doch diese war nur kurz und sie enthielt nur die Aufforderung sofort in das Zimmer der Mutter zu kommen. Cadim seufste laut Was will sie denn jetzt schon wieder dachte er entnervt und sah sehnsüchtig auf den nun kalt werdenden Tee hinüber. Er überlegte schon wenn der Machtlenker er einladen musste damit dieser ihm den Tee wieder erwärmte, aber es viel ihm niemand ausser Rhoden ein. Und der war wie er merkte nicht in der Burg. Mit einem Seuftzer machte er sich auf der Mutter einen Besuch abzustatten.


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Im Leben der Mensch, im Kampf der Tod!
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BeitragVerfasst: 30.11.2006, 09:07 
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Gaidin

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Taires war gerade auf einem Spaziergang und dachte über die Tiefen seines Bundes nach als er die Veränderung wahrnahm. Die vorher ruhige Nocturna, die irgendwo oben im Turm gesessen hatte zeigte kurz Enttäuschung und bewegte sicht dann nach oben von ihm Weg. Also geht sie zur Amyrlin.
Möglicherweise war er übersensibel, vielleicht mochte er gebraucht werden, auf jeden Fall war es eine Abwechslung zu seinem Alltagstrott.

Nocturna ging gerade an seinemSeitengang vorbei, als Taires hinter ihr auf den Gang trat und ungefragt rechts hinter ihr ging. Aus Reflex nahm er, wie neuerdings schon üblich, Haltung an, als er bei ihr ging. Er hatte immer das ungewisse Gefühl seine Aes Sedai vor allem und Jedem beschützen zu müssen. Diener machten sich fast sofort schnelle auf den Weg.
Sie wusste dass er da war, und er wusste, dass sie das wusste.
Schweigend gingen sie weiter.

Lasst den Schatten ruhig kommen, wir sind bereit!
*Gaidin von Nocturna Nin'Stellar*
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BeitragVerfasst: 30.11.2006, 22:09 
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Sitzender der Blauen

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Arbeitszimmer von Sephoran Sedai

Sephoran Thal Elesar blickte ruhig auf den kleinen Bericht hinab der vor ihm lag. Es war einer von jenen welche viele als unwichtig betrachten würden, es war eine liste jener Adligen in Cairhien welche in den letzten Wochen die Flüchtlinge und Suppenhäuser unterstützt hatten. Eine kleinigkeit und viele Adlige Taten dies damit sie nicht im vergleich zu den anderen Häusern schlechter aussahen. Doch das entscheidene war welche Häuser es häufiger Taten... dies zeigte entweder das diese Häuser Hilfe beim Volk suchen oder das sie Reich genug waren um ihre Mittel zu entbehren... Sephoran begann den Berich von vorne und machte einige kleine Notizen als es Klopfte.
Eine Novizin trat ein, er kannte sie nicht, sie wirkte fast panisch und zitterte. Sie musste wohl neu in der Burg sein, jedoch glaubte Sephoran nicht das sie seinetwegen Angst hatte... sie knickste elegant.
"Sephoran Sedai?"Es klang fast wie eine frage und ihre Stimme war ungewöhlich ruhig für ihr Ängstliches auftreten. Er nickte knapp, nicht zusehr um ihre eine direkte Antwort zu geben aber genug das sie verstand wenn sie darauf achtete. Sie reagierte jedoch nicht sonder legte ihm einen Botschaft auf den Schreibtisch. Er nahm sie entgeben.
"Wartet kurz Kind." Sorgfältig öffnete er den Umschlag und lass den Inhalt. Die Handschrift und Schreibweise war ihm vertraut.
"Du kannst gehen Kind," er bemerkte garnichtmehr wie die junge Frau den Raum verließ. Er eilte zu einem Schrank...
Nur wenige Minuten Später befand sich Sephoran Thal Elesar auf dem Weg zur Amyrlin.

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BeitragVerfasst: 06.12.2006, 21:24 
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Gaidar

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Ta'Kirinaes Zimmer

Es war eine langweilige Woche gewesen bis jetzt. Vier Tage nur Theorie. Nach dem letzten Unterricht hatte sie sich mit brummendem Kopf auf ihr Zimmer zurueckgezogen, sich einen Tee gekocht und eine Weile entspannt auf dem Bett gelegen um den Kopf wieder frei zu bekommen, schlief aber dabei ein.
Am naechsten Morgen beschloss sie, in die Bibliothek zu gehen und sich dort mal umzusehen, ob sie das eine oder andere interessante Buch finden konnte, schliesslich hatte sie heute frei.
Sie machte sich also in bequemer Kleidung auf den Weg. Als sie so die Gaenge der Burg entlangschlenderte kam einige Schritte vor ihr die haushofmeisterin um eine Ecke gelaufen, mit zwei sehr markanten Personen im Schlepptau, einer Frau und einem Mann. Die Frau trug ihr Haar in einer ihr vom Hoerensagen vertrauten aber doch exotischen Art und Weise, und die Naegel der letzten beiden Finger ihrer Hand waren lang und lackiert. Bei der Erkenntnis, dass eine echte Seanchan High Lady in der Burg war stolperte Ta'Kirinae fast, fing sich jedoch sofort wieder und blieb stehen. Als die drei an ihr vorbeirauschten traf der Blick der Lady sie kurz, ihre Augen weiteten sich leicht und fixierten kurz Ta'Kirinaes Blick, waehrend sie ohne eine weitere Geste weiterlief und dann an der naechsten Ecke wieder verschwand.
Ta'Kirinaes gedaken rasten. Lange hatte man keine Seanchan Adligen mehr in diesem Teil der Welt gesehen, schon garnicht in der Weissen Burg selber. Sie eiste sich los und lief schnellen Schrittes zur Bibliothek, um sich ueber die Verhaeltnisse zwischen Tar Valon und Seandar zu erkundigen.
Dort angekommen fand sie mit Hilfe von zwei Aufgenommenen und einem Braunen Bruder einige Buecher ueber die Seanchan seit Tarmon Gaidon, jedoch nur eins, in dem auch die Weisse Burg oefter erwaehnt wurde.
Sie nahm dieses und zwei weitere ueber die Geschichte der Seanchan selber mit und lief wieder zu ihrem Zimmer.
Als sie um die letzte Ecke kam sah sie eine Novizin vor ihrer Tuer stehen und klopfen. Sie schien nervoes zu sein, und als sie sie sah atmete sie erleichtert auf. "Bist du Ta'Kirinae? ...Aethan?" fragte sie und redete gleich weiter "Die Amyrlin schickt nach dir, du sollst ganz schnell in ihr Arbeitszimmer kommen, ich weiss auch nicht, warum..." Ta'Kirinae wusste gleich warum. Sie hatte ja Seanchan Vorfahren. Sie hatte es zwar nie bewusst erwaehnt aber wer weiss, was sie bei ihrer Ankunft alles erzaehlt hatte. Ausserdem wusste Choirn es auch und es war nichts, was ihr peinlich war, sie hing es nur ebn nicht gerade an die grosse Glocke.
Sie bat die Novizin, vorweg zu gehen und folgte ihr durch verzweigte Gaenge, lange Treppen hinauf, entlang kostbarer Gobeline und Meervolk-Vasen und -Schalen bis zu einer grossen, geschnoerkelt verzierten Tuer. Die Novizin klopfte und auf ein "Herein" von drinnen oeffnete sie die Tuer fuer Ta'Kirinae. Die war nicht wenig ueberrascht, als sie beim Eintreten Cadim Mertanoran, Sephoran Sedai und Nocturna Sedai mit ihrem Behueter Taires Bayl sah.
Sie sah die Amyrlin an, verbeugte sich und sagte "Verzeiht, Mutter. Ich war gerade noch in der Bibliothek, so dass eure Botin mich nicht gleich erreicht hat."



Zuletzt geändert von Ta'Kirinae Nimodo am 29.01.2007, 18:23, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragVerfasst: 11.12.2006, 11:52 
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Gaidin

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Verwundert beobachtete Cadim das Eintreten der Ta'Kirinae und runzelte die Stirn. Was sucht sie hier? dachte er sich verwundert und sagte aber nichts. Das Nocturna Sedai und Sephoran Sedai anwesend war, war ihm einleuchtend aber das sie auch noch geladen wurde irritierte ihn dann doch. Doch er grübelte nicht weiter darüber nach und wandte sich an die Amyrlin "Verzeiht Mutter, aber könnte ich den Grund für dieses Treffen erfahren. Denn wenn es nicht soviel ausmacht, würde ich es gerne beschleunigen, denn ich habe noch andere Sachen zu erledigen." sagte er in seiner bekannt grummligen Stimme. Jeder hatte immer das Gefühl das Cadim ständig schlecht gelaunt war und immer was auszusetzen hatte. Doch ihm war es egal was andere über ihn dachten, ihm war nur wichtig dass das Ziel erreicht wurde das er sich vorgenommen hatte. Und da waren ihm die Mittel relativ egal. Erwartungsvoll blickte er die Amyrlin an, in der Hoffnung sie mit seinem Gemaule aus der Reserve gelockt zu haben.


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Im Leben der Mensch, im Kampf der Tod!
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BeitragVerfasst: 11.12.2006, 13:20 
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Amyrlin Sitz

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Während Myrielle auf ihre geladenen Gäste wartete, schrieb sie weitere Nachrichten, die sich hauptsächlich an Aes Sedai der Grauen Ajah wandten. Für den kommenden Besuch wären fähige Verhandler sicherlich vom Vorteil. Doch kaum hatte sie den Stift abgesetzt öffnete sich bereits die Tür und Nocturna Sedai betrat, gefolgt von ihrem Behüter ihr Arbeitszimmer. Die beiden waren erst vor kurzem den Bund eingegangen und Myrielle wusste noch sehr genau, wie es sich anfühlte, wenn man gerade einen neuen Bund geschlossen hatte. Auch sie hatte man zu solchen Zeiten selten ohne ihren Behüter gesehen.
Sephoran Sedai und Ta'Kirinae folgten kurz darauf und als letzter kam - wie eigentlich immer - der Meister der Gaidin. Sie bedeutete allen, sich zu setzen und liess ihnen von einem Aufgenommenen Tee einschenken. Sie verzichtete darauf, ihn aus dem Zimmer zu schicken, da das, was sie nun besprachen sowieso bald die gesamte Burg wissen würde.
Sie wollte gerade anfangen zu erzählen, welche Einladung, sie erhalten hatte, als Cadim ihr wieder einmal zuvor kam. Ihr finsterer Blick durchborte ihn kurz, bevor sie anfing.
"Nun, wenn ihr wichtigere Dinge zu erledigen habt, dann steht es euch frei, jetzt zu gehen. Ein anderer wird sich dann um die Sicherheit auf unserer Reise kümmern." Damit hatte sie die Aufmerksamkeit der Anwesenden erregt. Ausführlich erzählte sie ihnen von der Gesandtschaft der Seanchan und von der Bitte sie auf den Hof der Neun Monde zu begleiten. "Doch ich werde diese Reise selbstverständlich nicht ohne Begleitung antreten. Nocturna, ich möchte euch bitte, mir ein oder zwei Grüne Schwestern zur Verfügung zu stellen, die mich begleiten werden. Sollte eine diese Schwestern ihr selbst sein, wäre ich sehr erfreut." Sie machte eine kurze Pause und blickte ihren langjährigen Freund Sephoran an. "Sephoran, euch würde ich ebenfalls gerne an meiner Seite sehen. Und Cadim..." damit blickte sie den Meister der Gaidin in die Augen. "...von euch möchte ich, dass ihr euch um die Sicherheit der Reise kümmert. Wir werden einige ungebundene Behüter gebrauchen können." Die letzte im Raum war die Aethan Ta'Kirinae. "Ta'Kirinae, ich weiss, dass ihr eine Seanchanische Familie habt, deshalb hätte ich euch sehr gerne bei dieser Reise dabei, um mögliche Konflikte unserer Kulturen zu verhindern oder aufzuklären." Mit diesen Worten endete sie und wartete auf die Reaktonen der Anwesenden.

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BeitragVerfasst: 11.12.2006, 14:15 
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Gaidin

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Es war doch wie immer... Manchmal könnte er dieser Person das Fell über die Ohren ziehen. Doch da sie nunmal die Amyrlin war zügelte er sich und knurrte nur leise vor sich hin "Ich gehe wenn ich der Meinung ich sollte gehen und nicht wenn es Euch beliebt" Dann richtete er seinen Blick wieder auf die Amyrlin. Kalt und unnahbar wie immer. Keinerlei Regung schien sich in seinem Gesicht wiederzuspiegeln, obwohl er noch ein wenig seine Wut bändigen musste. Als sie mit ihren Ausführungen endete blickte sich Cadim um. Und als niemand das Wort ergriff begann er: "Ihr macht eine Reise? Zu den Seanchanern? Sehr gefährlich für meine Begriffe. Aber gut wenn Ihr euch so entschieden habt, kann ich wohl nichts dagegen tun, ausser Euch den bestmöglichen Schutz mitzugeben den ich entbehren kann." Er blickte sich um und sah das alle Augen auf ihn gerichtet sind und so fuhr er fort "Doch auch die Sicherheit der Burg darf nicht vernachlässigt werden. Daher schlage ich vor: Nocturna Sedai und ihr Behüter als auch ich werden hier bleiben und die Burg während Eurer Abwesenheit sichern. Vergesst bitte nicht, vor nicht altzulanger Zeit tobte hier eine Schlacht die Tar Valon in den letzten fünfhundert Jahren nicht erlebt hatte."
Er macht ein Pause um seine Worte wirken zulassen. "Daher werde ich und Taires Gaidin die besten ungebundenen Behüter an Eure Seite stellen die die beiden Valdars haben. Zudem wird Euch Ta'Kirinae Niemodo begleiten, was schon ein guter Schutz ist. Und ich denke Nocturna Sedai wird die fähigsten Grünen abstellen die ihre Ajah hat." Damit endeten seine Ausführungen und er blickte zu Nocturna Sedai in der Hoffnung das sie seine Gedanken bestätigen würde.


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BeitragVerfasst: 19.12.2006, 09:48 
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Sitzende der Grünen

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Und wieder war es offensichtlich einer dieser Tage, an dem der Meister der Gaidin das aussprach, was sie selbst dachte. Mittlerweile kam dies für die Grüne nicht mehr überraschend. Als der Anführer der Valdar Aldazar geendet hatte, nickte sie leicht und sprach dann zur Amyrlin. "Ich sehe das genauso, Mutter. In Anbetracht der Ereignisse ziehe ich es vor, in Tar Valon zu bleiben, um im Notfall gemeinsam mit Meister Mertanoran und meinem Behüter die Sicherheit der Burg zu gewährleisten. Selbstverständlich werde ich eure Begleiter persönlich auswählen. Ich denke, eine Abordnung von zehn Grünen, sowie deren Behütern wird ausreichend sein. Immerhin wollen wir die Seanchan nicht erschrecken!", endete sie lachend. Als die Amyrlin zustimmend nickte, fuhr sie ernst fort: "Mutter, ich möchte Euch noch um einen Gefallen bitten. Wie Ihr wisst, ist Choirn al'Bharuia vor kurzem zur Aes Sedai erhoben worden. Ich denke, dass die Reise zu den Seanchan eine perfekte Gelegenheit für sie wäre, um sich zu beweisen. Hier in der Burg kann ich ihr niemals so viel beibringen, wie sie draußen in der Welt lernen kann. Meiner Meinung nach ist dieses Treffen, das der Aussöhnung und Verhandlung dient, genau der richtige Einstieg für sie. Gewährt Ihr mir diesen Wunsch?" Unsicher blickte sie die Amyrlin an, deren Gesicht keine Regung zeigte. Es war ungewöhnlich, dass eine Aes Sedai, die erst erhoben wurde, direkt dem Schutz der Amyrlin dienen sollte, doch wie das Angebot der Seanchan zeigte, waren es auch ungewöhnliche Zeiten.

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BeitragVerfasst: 20.12.2006, 13:37 
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Sitzender der Blauen

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Sephoran wartete ruhig während Nocturna und Meister Mertanoran über den Schutz der Amylrin sprachen, er hatte in diesem bereich auch nicht wirklich etwas zu sagen und das störte ihn auch nicht. Es konnte einige gründe geben warum die Amyrlin wollte das er sie begleitete. Er würde einige dinge unverrichtet zurücklassen müssen, jedoch war es ein kleiner Preis, verglichen mit dem was passieren konnte wenn er nicht mitreiste. Die Gürnen und die Behüter würden Myrielle... die Amyrlin beschützen können aber es war trotz des langen Friedens nur wenig über das Spiel der Häuser in Seanchan bekannt. Er würde versuchen dort einige Augen und Ohren zu rekrutieren und er würde dafür sorgen das... er wurde durch einen Satz von Nocturna aus seinen Gedanken gerissen.
...“Wie Ihr wisst, ist Choirn al'Bharuia vor kurzem zur Aes Sedai erhoben worden...“ Nocturna wollte Choirn mitnehmen? Er hoffte die Amyrlin würde dem zustimmen, sonst müsste er selbst noch versuchen sie zu überzeugen, die Idee die junge Grüne Schwester mitzunehmen öffnete für Sephoran gleich eine ganze reihe neuer Möglichkeiten.

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BeitragVerfasst: 21.12.2006, 20:52 
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Gaidar

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Wohnort: Weiße Burg, Tar Valon
Ta'Kirinae stand am Rand und hoerte dem Gespraech zu.
Dann erregten zwei Dinge ihre Aufmerksamkeit. Das eine war Choirn. Vor einiger Zeit hatten Choirn und sie mehr geteilt, als die Heimat in der Weissen Burg und den abgrundtiefen Hass gegen den Schatten, deutlich mehr...
Und das andere waren die Zahlen, mit denen die Aes Sedai hier so leichtfertig hantierten. Sie raeusperte sich und auf einmal fixierten sie fuenf Augenpaare. Sie sah Nocturna Sedai an. "Verzeiht, wenn ich Euch unterbreche, aber hat die High Lady mit euch..." Sie schwenkte den Blick zur Amyrlin "...Absprachen getroffen, wieviele Aes Sedai und Behueter die Abordnung bilden?" Als die Amyrlin das verneinte fuhr Ta'Kirinae fort. "Ihr muesst bei den Seanchan sehr vorsichtig sein. Bei Verhandlungen ist das Gleichgewicht der Kraefte unabdingbar. Das Problem hierbei ist, dass verschiedenen Menschen, Taetigkeiten und Faehigkeiten Werte zugedacht werden und diese Werte sind... nun, extrem subjektiv. Es kann durchaus passieren, dass der Sitzende der grauen Ajah von den Seanchan als hoeherwertig betrachtet wird als die Amyrlin und zwar aus dem einfachen Grund, dass er jahrelange Erfahrungen im Verhandeln hat. Er steht in der Materie und ist ein ernstzunehmender Verhandlungsfuehrer, es ist fuer einen Seanchan beinahe schon gefaehrlich, mit ihm verhandeln zu muessen. Das Ergebnis koennte niederschmetternd sein und die Augen des Diplomaten zeitlebens senken. Nicht viele haben solch eine Demuetigung getragen... Also seid auf der Hut, Mutter. Haltet lieber noch einmal Ruecksprache mit der High Lady, ob sie Wertigkeiten aus Seandar vorgegeben bekommen hat."

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BeitragVerfasst: 29.12.2006, 12:48 
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Gaidin

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Verwundert schaute Cadim Ta'Kirinae an. Wie konnte sie in diesem Ton mit der Mutter reden. Doch anderer Seits hatte sie völlig Recht, schließlich kannte sie die Seanchaner gut genug um ihre politischen Spielchen zu durchschauen. Daher nickte er der jungen Dame zu und wandte sich dann an die Amyrlin. "Es ist ein guter Vorschlag, Mutter. Und ich denke wir sollten diese Sitzung vertagen bis das geklärt ist. Denn nichts wäre schlimmer als eine Demütigung der Deligationsführung aus Unwissenheit." Cadim stand auf, verbeugte sich kurz und verließ den Amyrlinsitz. Er hatte noch einiges Vorzubereiten und die Mutter hatte ihrerseits noch einiges zuregeln, daher sah er seine Anwesenheit als nicht mehr dringend erforderlich. Er wusste nun um was es geht und was noch zu tun war. Und sollte sich doch etwas grundlegendes ändern wärend seiner Abwesenheit, würde er es sicher erfahren.

Nach einiger Zeit erreichte Cadim sein Arbeitbeitszimmer. Schnell holte er seine Liste der Namen seiner Gaidin hervor und überflog sie. Im nächsten Moment notierte er einige Namen auf einen kleinen Zettel, stand auf und reichte sie dem Aethan, welcher vor seinem Zimmer Wache hielt mit den Worten "Diese Gaidin will ich in einer halben Stunde in meinem Arbeitszimmer sehen." Der Aethan nahm den Zettel, warf einen Blick darauf und nickte "Wird erledigt Meister" sagte er und verschwand mit schnellen Schritten. Wieder in seinem Arbeitszimmer, schrieb er eine weiteren kleinen Zettel mit einer Nachricht. Dann rollte er zusammen und versiegelte sie. Dann öffnete Cadim das Fenster. Wie immer waren mehrere Tauben auf dem Simms und er griff sich eine weissgraue, ältere Taube. Er band die Nachricht an ihren Fuß, flüssterte ihr das Ziel zu und warf sie in die Luft. Sie wusste genau wohin sie fleigen sollte, wenn sie den Namen kannte. Und er war sicher das seine Botschaft ankommen würde.


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BeitragVerfasst: 09.01.2007, 16:25 
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Ohne etwas zu sagen hörte sich Myrielle die Reaktionen der anderen Anwesenden genau an, bevor sie das Wort ergriff. "Danke, Cadim und Nocturna. Ich bin mir sicher, dass ihr eine gute Auswahl treffen werdet und ich bin gerne bereit, Choirn die Chance zu gewähren, mich auf diese Reise zu begleiten." Von Sephoran erhielt sie bisher keine Antwort, doch sie war sich sicher, dass er sie begleiten würde. Als schliesslich Ta'Kirinae das Wort ergriff stockte sie. "Dies ist der Grund, weshalb ich wünsche, dass ihr mich begleitet. Diese Anmerkung kann für uns von großer Bedeutung sein. Ich werde mich gleich nocheinmal mit der Hochlady unterhalten, um die Gruppe zusammenzustellen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass ich von euch angemessene Vorschläge erwarte." Mit diesen Worten blickte sie zu Nocturna und Cadim. "Ich möchte euch bitten, euch morgen früh wieder hier einzufinden."
Myrielle wartete, bis die Anwesenden ihr Arbeitszimmer verlassen hatten, bevor sie nach der Hochlady schicken liess.

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