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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 11.10.2010, 11:57 
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Arki meinte ich solle die Bücher die ich bei www.vorablesen.de gewinne und kritisiere hier vorstellen. Ich denke nicht alle davon sind hier der breite Geschmack aber nun gut ich werde dann so ich Bücher von denen geschickt bekomme, sie gelesen habe hier vorstellen!


Winterkartoffelknödel von Rita Falk

Zitat:
Kurzbeschreibung
Der erste Fall für Franz Eberhofer ist ein ganz bizarrer. Da ist diese Geschichte mit den Neuhofers. Die sterben ja an den komischsten Dingen. Mutter Neuhofer: erhängt im Wald. Vater Neuhofer (Elektromeister): Stromschlag. Jetzt ist da nur noch der Hans. Und wer weiß, was dem noch bevorsteht ... Normalerweise schiebt Dorfpolizist Franz Eberhofer in Niederkaltenkirchen eine ruhige Kugel. Aber jetzt: Vierfachmord! Stress pur! Zum Glück kocht die Oma den hammermäßigsten Schweinebraten, wo gibt. Und das beste Bier gibt‘s eh beim Wolfi.

Über den Autor
Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt in Landshut, ist Mutter von drei Kindern und verheiratet mit einem Polizeibeamten. ›Winterkartoffelknödel‹ ist ihr erster Roman.


Frau Falk hat einen etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil in Bayrisch light sowie leicht schwarzem Humor.
Dieses Buch wurde als Provinzkrimi angepriesen und das mit dem Krimi ist ein wenig hoch gegriffen! Ok, es kommen Morde darin vor und Franz löst diese aber es ist mehr eine humorvolle Posse auf das ländliche Leben in Bayern im allgemeinen.
So ihr das Buch in die Hände bekommt lest es, es ist wirklich kurzweilig, die Autorin konnte den geschriebenen Charaktern Leben einhauchen und ich hab eine Menge Lachtränen abwischen können.

:braun BildBildBild Bild
~ Mentor von Torian, Silena und Dendalin ~
~ Ausgewachsene Mentees: Takara, Anariell und Myorinah~

D.S.T.B.A.G. ~ Taidar von Thaarsai ~
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 23.11.2010, 00:42 
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Bis hier hin ist alles übernommen :)


Mentee von Nienna Sedai | Ex-Roomie von Kunon al'File | Konzilmitglied
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 04.01.2011, 20:31 
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Richard Schwartz (deutsch, nicht englisch) - Saga Das Geheimnis von Askir

Erstauflage 2007, ich bin verwundert, dass das hier bisher noch keiner genannt hat :look

Kurzgesagt der Inhalt: Die Königin sagte: "Der übermächtige schattige Feind naht, zieh los in die Fremde und hol Hilfe," und Havald zog los und erzählt nun davon.

Es geht um Menschen, Elfen, Zauberer, alte Magie, böse Herrscher, Götter, unbekannte Länder und alles andere, was man an einem DSA-Tisch treffen könnte. Allerdings ist dies kein DSA-Buch, sondern eine Ich-Erzählung im Präteritum. Dennoch drängte sich mir beim Lesen schnell der Eindruck auf, dass er und auch seine Weggefährten welche der hilflosen Helden ist, die unsereiner am Wohnzimmertisch planlos durchs Unbekannte schickt und wo so mancher ungeschickte Würfelwurf auf einmal die Handlung umlenkt (Die sind so gesehen alle Powergamer, aber es passt). Es kommt stetig zu unerwarteten Wendungen, der Mörder etc. ist nicht vorhersehbar. Es gibt keine Klischee-Charaktere, dennoch ist es in sich stimmig.

Atmosphärisch ist es sehr gut geschrieben, der Versuch es als Einschlaflektüre zu nutzen scheiterte. Amgana Borhmave fand dies Buch sehr inspirierend. Durch Erinnerungen von Havald erfährt man das an Vorgeschichte, was man zum Verstehen braucht, aber nichts überflüssiges oder woran man sich erst Seiten später noch erinnern soll.

Schilderungen sind durchaus drastisch, z. B. im dortigen Orient, wo als Strafe Augen ausgestochen und Gliedmaßen abgehackt werden oder "nur" die Prügelstrafe bis zur Ohnmacht angewandt wird, mal abgesehen von Bösewichtern und Raubtieren, die ähnliches spaßenshalber machen.

:weiß
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 07.04.2011, 09:03 
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Moderatorenedit: Dieser Beitrag wirkt ein wenig Unlogisch, liegt jedoch daran, das er sich auf Rezensionen bezieht, die der Verfasser selbiger gelöscht hat!

Königsmund? Ist nicht dein Ernst, oder? :duh
WTF sag ich da nur!

@Eis und Feuer: kann Schureon nur zustimmen, einer der besten Zyklen, die ich kenne, auch wenn die Fortsetzungen etwas auf sich warten ließen und ich deshalb irgendwo mitten drinnen gestrandet bin. Martin verzichtet auf den klassischen Heldentypus, der einen ganzen Zyklus lang die Show macht und zum Schluss die Welt rettet. Statt dessen gibt es keinen wirklichen Protagonisten/Antagonisten, sondern viele gleichgestellte Hauptcharaktäre, und alle haben die gleiche Chance auf der nächsten Seite den Löffel abzugeben, zur Dunklen Seite zu wechseln oder etwas zutiefst heldenmütiges zu vollbringen :)

Es gibt kein wirkliches Gut und Böse, so hab ich es zumindest empfunden. Es gibt Leute, die böses tun, aber im Verlauf der Bücher geläutert werden. Es gibt Gute, die aber ebenfalls ihre eigenen Machtspielchen verfolgen und ins Zwielicht abzudriften drohen. Dann gibt es noch die ultimative Bedrohung aus dem Norden, wobei noch niemand so genau weiß, was diese Bedrohung wirklich ist.

FAZIT: ein riesiger Kontinent, Freundschaft und Verrat an jeder Ecke und Sex, Blood and Gore. Wer einen starken Magen hat sollte sich das nicht entgehen lassen ^^

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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 23.05.2011, 18:38 
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Daniel Suarez - daemon und darknet

Inhalt (ganz ohne Spoiler)
Eigentlich untersucht Pete Sebeck nur einen Todesfall, bei dem es sich möglicherweise um einen Mordfall handeln könnte. Doch dann geschieht ein zweiter Mord und die Hinweise verdichten sich, dass ein wahnsinnig-genialer Onlinespiele-Entwickler mit seinem Tod ein Spiel in Gang gesetzt hat, das die Grenzen zwischen RL und Internet verwischt.
Schon bald überschlagen sich die Ereignisse und zuletzt stellt sich allen Beteiligten die existenzielle Frage, wie sich Globalisierung und wirkliche Demokratie miteinander vereinbaren lassen.

Kritik
Zugegeben, der Weg von einem "einfachen" Mordfall zu einer gesellschaftlichen Grundfrage scheint etwas übertrieben zu sein und in der Tat sind einige Szenen doch arg überzeichnet.
Aber insgesamt ist es ein spannendes Leseabenteuer, das immer wieder durch überraschende Wendungen (okay, manchmal sind sie auch vorhersehbar) mitzureißen weiß und das durchaus auch zum Nachdenken anregt.

Fazit
Kein Meisterwerk, aber durchaus lesenswert!
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 04.06.2011, 11:49 
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Sarah Waters - der Besucher

Inhalt
Als Dr. Faraday auf das Anwesen der Ayres gerufen wird, um dort das Dienstmädchen zu behandeln, ahnt er nicht, dass er damit den ersten Schritt dahin tut, sein Schicksal mit dem der Landadelsfamilie zu verbinden.
Ein Schicksal, das unter einem wahrhaft schlechten Stern steht: Die Politik nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges richtet sich gegen den alten Landadel, der Sohn leidet unter einer Kriegsverwundung und im Haus selbst gehen mysteriöse Dinge vor sich. Dinge, die Dr. Faraday als Mann der Wissenschaft nur mit Logik zu erklären versucht - zu Unrecht?

Kritik
Ja, ich weiß, der Inhalt liest sich eigentlich recht vielversprechend - das war ja auch der Grund, warum ich das Buch gekauft habe.
Aber leider gelingt es der Autorin überhaupt nicht das Potential, das in dieser Geschichte steckt auszuschöpfen, nicht einmal annährend.
Von den 570 Seiten habe ich mich 470 Seiten lang gelangweilt, 90 Seiten über die völlig übertriebene Schilderung amüsiert und ganze 10 Seiten so etwas wie einen kalten Schauder gespürt.
Wenn dies nun wenigstens die letzten 10 Seiten gewesen wären, hätte ich dem Buch ja wenigstens noch zugute gehalten, dass es einen guten Abschluss gefunden hätte, doch leider befinden sich diese 10 Seiten ziemlich genau in der Mitte, so dass der Eindruck zum Ende hin schon wieder völlig verblasst ist und nichts übriglässt als eine einzige große Enttäuschung!
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 12.06.2011, 18:17 
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Licia Troisi - Die Drachenkämpferin (Im Land des Windes)

Vorab
Normalerweise bewerte ich den ersten Teil einer Triologie nicht einfach so, vor allem nicht, wenn es sogar noch zwei Folgetriologien gibt, doch in diesem Fall erscheint mir das doch angemessen.

Inhalt
Von klein auf ist Nihal anders. Statt mit anderen Mädchen Freundschaften zu schließen, spielt sie viel lieber mit den Jungen ihrer Stadt Krieg und träumt davon, eines Tages eine Kämpferin zu werden.
Und auch als sich die Ereignisse dramatisch zuspitzen und der wirkliche Krieg in ihr Leben dringt, gibt Nihal ihren Traum nicht auf. Ja, es ist sogar dieser Traum, der sie all diese Ereignisse überstehen lässt.
Doch dann, als sie sich schon am Ziel ihrer Träume sieht, muss sie einsehen, dass ihr etwas entscheidendes fehlt: Das Wissen, warum sie kämpft.

Kritik
Lange Zeit habe ich es nicht gewagt, mit dem Buch anzufangen, befürchtete ich doch, dass es sich hierbei um einen billigen Eragon-Abklatsch handeln würde.
Ich hätte kaum mehr daneben liegen.
"Die Drachenkämpferin" ist ganz eindeutig ein Orginal - und was für eins.
Eine interessante Welt mit allerlei menschlichem und nicht menschlichem Leben und all den Problemen und Lösungen, die in einer solchen Welt entstehen. Eine dunkle Bedrohung, von der keiner wirklich weiß, wie man sie aufhalten kann. Und im Mittelpunkt der Geschichte: Ein kleines talentiertes, aber doch unerfahrenes Mädchen, das nichts vom Leben weiß und doch glaubt die ganze Welt zu kennen.
Das alles ist so realistisch und gleichzeitig ohne übertriebene Abschweifungen dargestellt, das es einfach nur ein pures Lesevergnügen ist.
Mit anderen Worten: Sehr zu empfehlen!!!
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 13.06.2011, 08:12 
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so zweiter Versuch, grummel grummel grummel, der erste wurde vernichtet als ich in der Vorschau die zurück-Taste benutzte .........

Hier steht noch gar nichts von dem genialen Autor Brandon Sanderson.
Ihr müsst euch unbedingt die "Mistborn-Trilogie" anschauen.

Geniale Hauptcharaktere, eine weltumspannende Story, sehr interessante Wesen und ein noch nie dagewesenes System der Magie. Ich habe alle drei Teile am Stück verschlungen (wohlgemerkt jedes etwa 900 Seiten) und konnte nicht genug bekommen. Sanderson schreibt gerade an Teil vier (ich halts nicht aus). Man darf übrigens wie bei G.R.R.Martin nicht zu sehr an den Hauptcharakteren hängen ....

Das Mädchen Vin, unterdrückt und gedemütigt, lernt in einer Zweiklassengesellschaft die Macht der Metalle begnadet zu nutzen und wird Teil einer Intrige den Obersten Herrscher zu töten. Ist sie der "Held aller Zeiten"?

Ich bin nicht länger auf DSC aktiv.
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 15.06.2011, 22:21 
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*flüster*

Vana, wir haben n Mistborn-Tisch im Ogier. ;)

Zusätzlich haben sich einige von uns, während des Lesens im Chat/per PN darüber ausgetauscht. Schau doch mal an den Tisch. :)

Ich bin noch hier.^^
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 02.11.2012, 12:26 
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Dann will ich mal probieren eine Buchvorstellung zu schreiben.

Andreas Eschbach - Blackout, Hideout und Timeout

Handlung:
Nutzung des Computers per Hand? Wäre es nicht viel praktischer, wenn man mit Gedanken direkt ins Netz greifen könnte?
Und wenn man schon dabei ist, wäre es nicht auch viel zeitsparender, wenn man mit seinen Mitmenschen direkt in Gedanken kommunizieren könnte, nur mithilfe eines Chips im Kopf?

Christopher Kidd, auch bekannt als Computer Kid (der beste Hacker der Welt), hat genau diese Entwicklung miterlebt und nun ist er vor dem Ergebnis, der Kohärenz, auf der Flucht.
Als er auf Serenity trifft, ist er bereit den Kampf aufzunehmen - obwohl er im tiefsten Inneren davon überzeugt ist, dass jeder Widerstand letztendlich zum Scheitern verurteilt ist.

persönliche Meinung:
Als ich die Triologie gelesen habe, wurde ich unweigerlich an die Diskussion erinnert, die ich mit Dorian über die Kommunikation via neue Medien geführt habe.
Daran kann man erkennen, dass sich Andreas Eschbach hier eines wirklich aktuellen Themas annimmt.
Und auch wenn der Gegenspieler ein wenig an die Borg aus Star Trek erinnert, ist die Triologie doch im Großen und Ganzen spannend, abwechslungsreich und unterhaltsam geschrieben.
Ich kann sie nur weiterempfehlen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 02.11.2012, 13:56 
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Schrecklich amüsant- aber in Zukunft ohne mich von David Foster Wallace

Ich suchte ein lustiges Büchlein über Kreuzfahrten für eine Kreuzfahrtgeschenk. Frau Buchladen empfahl es.

Ein Amerikaner berichtet über seine Kreuzfahrterlebnisse, allerdings nicht über Anekdoten, sondern über Peinlichkeiten und Neurosen von sich selbst und anderen Gästen, ist fasziniert von der Unterdrucktoilette und der Hierarchie der griechischen Offiziere. Er hält es u. a. für eine lustige Idee zum Abendessen, zu dem formelle Kleidung angesagt ist, in einem T-Shirt mit Smokingaufdruck zu erscheinen. Darüber schreibt er dann, dass es ihm sehr peinlich war, aber nichts lustiges.

Ich hab das ganze "hinreißend komische" Buch lang nicht einmal schmunzeln müssen und daher ist es eines der wenigen Bücher, die ich in den Papiermüll gebe. Ärgerlich sind die 6,95 dafür und dass ich wieder nichts für das Geschenk habe :grumble

:weiß
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 24.03.2013, 15:05 
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Tricia Rayburn - Ocean Rose bestehend aus "Erwartung", "Verwandlung" und "Erfüllung"

Handlung (ohne Spoiler)
Wie jedes Jahr verbringt die ängstliche Vanessa ihre Sommerferien mit ihrer Familie in Winter Harbour.
Doch dieses Mal scheint das Wetter völlig verrückt zu spielen. Als es dann noch zu einem tragischen und rätselhaften Unfall kommt, entschließt sich Vanessa ganz entgegen ihres Charakters der Sache auf den Grund zu gehen.
Unterstützt wird sie dabei von ihrem Kindheitsfreund Simon, der sich Sorgen um seinen Bruder macht.
Und während das Wetter immer extremer wird, es zu weiteren Unfällen kommt und Simon und Vanessa sich näher kommen, stellt sich die Frage, ob die alte Betty und der rätselhafte Oliver nicht tatsächlich mehr wissen als Vanessa und Simon vermuten.

Kritik
Der Verlag bewirbt die Triologie als "Romantic Mystery", was in meinen Augen auch völlig richtig ist. Denn im Gegensatz zu den meisten "Romantic Fantasy"-Geschichten bleiben hier Hauptpersonen und Leser immer wieder im Ungewissen.
So liegt der Schwerpunkt nicht nur auf der Beziehung zwischen Vanessa und Simon sondern vor allem auf der Ergründung der Geschehnisse, die in Winter Harbour vor sich gehen. Der Leser rätselt dabei genauso wie die Hauptcharakter selbst.
Eine Schwäche hierbei ist, dass im Laufe der Geschichte viele der Charaktere immer wieder unsinnig und entgegen ihres Chars handeln. Zwar werden diese "Aussetzer" größtenteils aufgeklärt, allerdings stört es den Lesefluss teilweise doch.
Auch die Sprache selbst ist manchmal etwas holprig - allerdings vermute ich, dass dies mehr der Übersetzung als der Autorin zuzuschreiben ist.

Im Großen und Ganzen ist "Ocean Rose" eine nette und orginelle Geschichte jenseits der Romantic Fantasy, die zwar nicht unbedingt herausragend ist, aber durchaus lesenswert.
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 02.04.2013, 23:55 
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Robert Lyndon - der Thron der Welt

Handlung
Europa im Jahr 1072:
Als Vallon am Rand der Alpen auf den gelehrten Hero trifft, ahnt er noch nicht, dass dies der Beginn eines Abenteuers ist, das seinesgleichen sucht.
Vier weiße Gerfalken müssen als Lösegeld von Grönland nach Anatolien gebracht werden. Und der Preis ist sehr viel höher als "nur" die Freiheit eines englischen Adligen.

Vorab
Warum man den Orginaltitel "Hawk Quest" mit "Der Thron der Welt" übersetzte, wird wohl auf ewig das Geheimnis des Verantwortlichen bleiben. Die Geschichte jedenfalls hat nichts, aber auch wirklich gar nichts mit einem Thron zu tun, geschweige denn mit einem Thron der Welt (was immer das auch sein mag).
Eine zweite Irreführung ist meiner Meinung nach die Einordnung als historischer Roman. Zwar spielt die Handlung tatsächlich im europäischen Mittelalter und der Hintergrund ist im Großen und Ganzen auch gut recherchiert (z.B. die bekannte Kugelgestalt der Erde), aber man erfährt so gut wie gar nichts über die Politik oder das Leben der Zeit.
Der Roman ist ein Abenteuerroman vor historischem Hintergrund - nicht mehr aber auch nicht weniger.

Kritik
Ich werde den Roman aus vorgenannten Gründen als Abenteuerroman bewerten und nicht als historischen Roman.
Die Geschichte ist an sich durch aus spannend und der Autor bemüht sich um eine Detailgenauigkeit ohne sich dabei in langatmigen Detailbeschreibungen zu verlieren.
Als großen Kritikpunkt muss ich jedoch die Hauptcharaktere und ihre Abenteuer selbst anführen.
Die Hauptcharaktere sind so vollkommen gut und edel dargestellt, dass es mir schwerfiel wirklich mit ihnen mitzuleiden und mitzufiebern.
Noch schlimmer aber waren die Abenteuer: Auf ihrer gesamten Reise machen sie sich einen Feind nach dem anderen, stürzen von einem Unglück ins nächste und kommen doch immer wieder hinaus.
Ab der Hälfte des Buches begann ich mir tatsächlich zu wünschen, dass einmal nur ein einziges Mal etwas ohne Probleme klappt - einfach nur der Abwechslung halber.

Fazit
Wer auf eine Abenteuergeschichte steht, in der die guten, edlen Hauptcharaktere über knapp 1000 Seiten lang ein Abenteuer nach dem anderen bestehen, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.
Allen anderen würde ich zumindest vom Kauf des Buches abraten - ausleihen und mal reinlesen könnte sich durchaus lohnen.


Lewis Carroll - Alices Abenteuer (Im Wunderland und Hinter den Spiegeln

Handlung
Zweimal findet sich das Mädchen in einer anderen Welt wieder: Einmal in einem Kaninchenloch und einmal hinter einem Spiegel.
Beidesmal lernt sie die irrsinigsten Leute in verrückten Landschaften kennen.

Kritik
Ich muss gestehen, gerade von "Alice im Wunderland" bin ich enttäuscht.
Allein damit, dass man scheinbar mit keinem einzigen Bewohner des Wunderlandes vernünftig reden kann, hätte ich meine Probleme, aber noch schlimmer finde ich Alice selbst.
Mal will sie nichts anderes als zurück in die echte Welt, dann wieder ist sie völlig planlos, was sie denn nun möchte.
In "Alice hinter den Spiegeln" ist zumindest dieser letzte Teil etwas abgemildert - hier verfolgt Alice ein klares Ziel, das sie auch nicht aus dem Auge verliert (nicht einmal dann, wenn sie ihren eigenen Namen vergisst).

Fazit
Vielleicht hätte ich besser auf die versteckte Botschaft im Werk achten sollen, aber als reine Unterhaltungsliteratur kann ich die Preisung als "bedeutendes Werk der Weltliteratur" wirklich nicht nachvollziehen :dunno


John Milton - das verlorene Paradies

Handlung
Nach der erfolglosen Rebellion gegen Gott und dem darauffolgenden Sturz findet sich Satan mit seinen Anhängern in der Hölle wieder.
Obwohl entsetzt über das, was geschehen ist, ist er doch nicht zur Reue oder Umkehr bereit. Stattdessen sinnt er auf Rache. Und sein erstes Ziel: Der Mensch im Garten Eden.

Kritik
Teilweise schwer zu lesen, da viele Anspielungen auf Geographie, römische, griechische Mythologie oder historische Begebenheiten vorkommen.
Lässt man sich jedoch darauf ein, so entfaltet sich ein beeindruckendes Bild, das vom ersten Schöpfungstag bis hin zu Noah reicht. Natürlich ist es auch voll von christlichen Ideen wie der Dreifaltigkeit und dem Opfer Christi für den Mensch.
Wer sich dafür nicht interessiert, für den ist dieses Buch ganz sicher nichts.
Wen aber die Geschichte vom Sturz der Engel, vom Sündenfall und ihrer Darstellung aus christlicher Sicht interessieren, der darf sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 18.04.2013, 16:29 
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David Mitchell - cloud atlas (auf deutsch glaub ich "Der Wolkenatlas")

Kritik
"cloud atlas" besteht aus sechs größtenteils von einander unabhängigen Geschichten.
Gut gefallen hat mir zum einen, dass die Geschichten sich nicht nur in der Zeit und den handelnden Personen von einander abgrenzen, sondern auch in Stil und Sprache. Das ist dem Autor wirklich gelungen.
Auch die Überleitungen zwischen den Geschichten und somit der Aufbau des Buches fand ich wirklich gut.

Jetzt aber das große Aber:
Betrachtet man die Geschichten für sich genommen, muss man leider sagen, dass die beste der sechs Geschichten gerade einmal gut ist und der Rest eher Mittelmaß.
Das wäre noch zu verzeihen, wenn die Geschichten wenigstens zu einem gemeinsamen Ende hin laufen würden. Doch stattdessen bleibt jede Geschichte mehr oder weniger für sich.

Etwas abgeschwächt werden muss diese Kritik, da es letztendlich der Phantasie des Lesers überbleibt, wie stark die Geschichten nun wirklich miteinander verzahnt sind. Mitdenken ist hier also auf jeden Fall gefordert.

Insgesamt würde ich dem Werk daher 3,5 von 5 Sternen geben.
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 Betreff des Beitrags: Re: Vorstellen von Büchern
BeitragVerfasst: 18.10.2013, 00:01 
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Cassandra Clara - Chroniken der Schattenjäger (Clockwork Angel, Clockwork Prince, Clockwork Princess

Vorab
Die "Chroniken der Schattenjäger" bilden die Vorgeschichte zu den "Chroniken der Unterwelt", einer insgesamt sechsteiligen Reihe, von der bislang fünf Bände erschienen sind.
Zum besseren Verständnis würde ich jenen, die noch nichts von Cassandra Clare gelesen haben, dazu raten erst die ersten drei Bände der CdU zu lesen bevor sie mit den CdS anfangen.

Inhalt
Will und Jem sind Schattenjäger im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts und stehen sich näher als Brüder.
Doch Will umgibt ein dunkles Geheimnis, in das er nicht einmal Jem einweiht, und Jem selbst spürt wie die Schatten seiner Vergangenheit nach ihm greifen.
Als die beiden zufällig auf Amerikanerin Tessa stoßen, die in London nach ihrem Bruder Nate sucht und dabei in unfreiwilligen Kontakt mit der Schattenwelt gerät, beginnt sich eine verhängnisvolle Ereigniskette in Gang zu setzen, denn im Hintergrund zieht eine geheimnisvolle Macht die Fäden, die nur ein einziges Ziel verfolgt: Die Auslöschung der Nephilim.

Bewertung
Nachdem ich gerade von den ersten drei Bänden der CdU ungemein begeistert war, war es für mich keine Frage, dass ich auch die CdS unbedingt lesen musste.
"Clockwork Angel" hat mich dann aber nicht so überzeugt, da ich die Handlungen einiger wichtiger Personen nicht wirklich nachvollziehen konnte.
Dennoch war es ein gutes Buch und ich wollte auf jeden Fall wissen wie es weitergeht.
In "Clockwork Prince" erreichte Cassandra Clare dann auch mühelos ihr Niveau von den CdU.
Im letzten Teil der CdS allerdings steigerte sie selbst dieses noch einmal so erheblich, dass "Clockwork Princess" für mich eindeutig ihr bislang bestes Buch darstellt.
Die Art und Weise wie es ihr gelingt den Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitzunehmen, bei der sich in absolut realistische Weise Humor und Trauer, Freunde und Wut so genial abwechseln (und das teilweise innerhalb nur eines Kapitels), ist einfach nur Spitzenklasse.
Auch die Handlung selbst umfasst die gesamte Bandbreite dessen, was eine gute Geschichte ausmacht: Liebe, Verlust, Treue, Verrat, Opferbereitschaft und Größenwahn.

Um es also kurz zu machen: Ich kann diese Triologie und die anderen Bücher der Autorin nur allen Fantasy-Lesern wärmstens ans Herz legen. Es lohnt sich!
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