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A'vron - Der Beobachter - Sommer 2007


Vorwort - von Mericus Damodred

Als sich die Autoren des A´vron zum ersten Mal trafen, wurde beschlossen, dass diese DSC Zeitung vierteljährig erscheinen soll. Der Sommer steht vor der Tür und auch unsere Zeitung soll nun wieder erscheinen.
Ein sehr sehr großer Dank gilt Makani Sedai, die damals alles in die Wege geleitet hat um eine Forum-Zeitung herausbringen zu können. Leider musste sie aus zeitlichen Gründen den Posten des Chef-Redakteur abgeben.
Genauso möchte ich mich aber auch bei meinem Team bedanken, dass mitgeholfen hat. Texte mussten geschrieben werden, Interviews wurden gehalten. Das Forum musste durchwühlt werden und massig Brieftauben wurden in alle Ecken der Welt geschickt um Euch das neueste vom neuen zu präsentieren.
Wir mussten auch einiges Unglück erleben. Unsere gute alte Druckerpresse hat endgültig den Geist aufgegeben. Trotz allen Bemühungen von unserem technischen Assistent Cadim Gaidin, konnte er sie nicht mehr reparieren.
Die Redaktion stand vor einem Problem, da wir die Zeitung kostenfrei präsentieren wollten brauchten wir dringen einen finanziellen Aufwind.
Nocturna Sedai hatte die rettende Idee, sie verkaufte wertvolle Zeitungsseiten an verschiedene Geschäfte. Dank deren Werbungen bekamen wir neune finanzielle Mittel. Auch fanden wir nach langer Suche einen Sponsor, der uns eine neue Druckerpresse gekauft hat. Vielen Dank an die Tar Valonische Burgbrauerei Mörc-Bräu.
Nun konnten wir endlich mit vollem Eifer loslegen, unsere Redaktion war bestens ausgestattet und voller Tatendrang stürzten sich die Autoren an die neuen Schreibfedern.
Daher ist es ein besonderes Vergnügen für mich Euch eine umfangreichere Zeitung zu präsentieren. Viel altbewährtes ist dabei, doch auch neue Ideen wurden freudig aufgenommen.
Ein großes Dank an alle mitwirkenden und ich wünsche Euch liebe Leserinnen und Leser viel Spaß mit unserer Zeitung.

Mericus Damodred


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Mörc Bräu

Mörc – Bräu die Tar Valonische Brauerei.
Ob Bier, Wein, Saft oder Rum
Nicht nur für Freibeuter ein absolutes muss!


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Community News - von Berior Alaeyn

Der Sommer ist ins Land gezogen, und während einige von uns bei diesen teilweise ungewöhnlich hohen Temperaturen lieber die Freibäder stürmen, wird es wieder Zeit für eine neue Ausgabe des A'vron und damit auch Zeit für einen Rückblick über die letzten Monate. Auch das zweite Quartal dieses Jahres war geprägt von einigen großen Veränderungen.
Für unsere Junior Member beider Pfade änderte sich ihr Hauptansprechpartner. Takara Gaidin übernahm die Aufgaben des Meisters der Rekruten, während Nienna Sedai die neue Herrin der Novizen wurde. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle an Cadim Gaidin und Lyuna Sedai, die uns bisher diese Positionen inne hatten.
Ende Mai fand das zweite Forentreffen statt, diesmal in Österreich bei Makani Sedai. Die von nah und fern angereisten Besucher konnten ein paar unterhaltsame und aufregende Tage erleben, und auch ein wenig von unserem schönen Land sehen. Im Zuge des Forentreffens wurden auch Nienna Sedai und Negant Sedai erhoben. Das einzige was die Stimmung ein wenig dämpfte war ein unvorhergesehener Zwischenfall der Nienna Sedai die letzten Tage im Krankenhaus verbringen ließ. Zum Glück ist es aber trotzdem noch glimpflich ausgegangen und mittlerweile sollte der Arm auch wieder funktionieren... :look
Unsere Seite ist weiter gewachsen, und wir zählen mittlerweile 63 Mitglieder, von denen 52 auch bereits in die Burg aufgenommen sind. Es gab noch drei weitere Erhebungen zum Senior Member – nämlich Karldin Gaidin, Luthien Sedai und erst vor kurzen Kai Sedai. Ihnen und allen anderen die erhoben wurden noch einmal einen herzlichen Glückwunsch!
Anfang Juni wurde Negant Sedai zum Sitzenden der Weißen Ajah ernannt und Amalia Sedai übernahm diesen Posten für die Rote Ajah.
Auch für die JM ergab sich eine Neuheit: Als Antwort auf den Wunsch nach einer besseren und direkteren Vertretung der Interessen der JM wurde die Position des „Junior Member Vertreters“ geschaffen. Der JMV arbeitet eng mit dem Saal der Burg zusammen und vertritt die Interessen und Meinungen der JM zu Themen die im Saal behandelt werden. Der JMV ist eine gewählte Position, die auf sechs Monate zeitlich beschränkt ist. Danach, oder wenn der JMV zum SM erhoben wird, wird ein neuer Vertreter gewählt. Unsere JM haben die Novizin Tisharyell zu ihrem JMV gewählt. Herzlichen Glückwunsch, Tish!
Die wohl offensichtlichste Änderung fand aber Ende Mai statt, als die RPG-Foren in ein eigenes Forum umzogen. Damit konnte das Angebot für das RPG deutlich erweitert werden. Zusätzlich zu unserer normalen Story-Line wurde eine zweite eingeführt, das RPG30, welches 30 Jahre nach Tarmon Gaidon spielt. An dieser Stelle danke an Tak Gaidin, der weiterhin die Leitung übernommen hat, sowie an Mutter, Fin, Neg Sedai und Sephoran Sedai, die als Moderatoren das RPG unterstützen.
Also alles in allem wieder einmal ein paar bewegte Monate, und der Ausblick in die Zukunft zeigt, dass noch mehr vor uns liegt. Denn im September ist es wieder ein halbes Jahr, seit unserer letzten Revision – und übrigens auch ein ganzes Jahr seit unserem Umzug ins neue Forum! - und die Vorbereitungen darauf werden noch im August anlaufen. Näheres dazu findet sich aber wohl bald im Ankündigungsforum, also haltet die Augen offen.
Außerdem ist auch noch für September bereits das nächste Forentreffen geplant. Diesmal geht es nach Thüringen zum Zelten. Ich selbst werde diesmal nicht von den Ereignissen berichten können, aber ich darf bereits jetzt auf die Erzählungen gespannt sein. :D
Auf eine produktive Revision und weiterhin viel Spaß im und rund ums Forum,

Berior Alaeyn
Hüter der Chroniken
Aes Sedai der Braunen Ajah


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A'vron Schnellmeldungen - von Mina Sogani

27. 05.2007 Die Weiße Burg

Die, zu der Zeit noch Aufgenommene, Novizin Aschure al’Bayle und die Meisterin der Rekruten Ta'Kirinae Nimodo fühlten sich in ihren weiblichen Körpern nicht mehr wohl und wurden mit Hilfe der einen Macht zu Männern umgewandelt. Damit einher ging auch der Namenswechsel der Beiden. Herzlich Willkommen in der Männerwelt Schureon al’Bayle und Takara Nimodo!

Die Burgschneiderei - Feinste Stoffe für alle Anlässe 14.06.2007 Die Goldene Krone

In unserer Burgschenke wurde ein seltsamer neuer Raum eingerichtet. Dieser Raum, genannt „Schreiraum“, wurde angelegt um wütenden Stadt- und Burgbewohnern die Möglichkeit zu geben sich abzureagieren. Sein Mobiliar: gepolsterte Wände, Kissen, Wattebällchen, Schaumstoffschläger, Papier, Porzellan, Kuscheltiere, Boxhandschuhe und Sandsäcke.

14.06.2007 Die Weiße Burg

Nienna Eärfalas Aes Sedai wurde zur neuen Herrin der Novizen gewählt. Da noch niemand weiß, wie sie auf Streiche reagiert, schleicht ein Teil der Novizen nun auf Zehenspitzen durch die Burg. Der andere Teil hat sich zusammengetan und ihr als Bestechung ein braunes Philosophierschaf geschenkt.

26.06.2007 Gärten der Burg

Das braune Schaf der HDN macht die Gärten der Burg unsicher. Um es von der gänzlichen Verwüstung des Kräutergartens abzuhalten, füttern die Novizen es mit Keksen. Allerdings hat das nun zur Folge, dass das Schaf übergewichtig geworden ist und auf Diät gesetzt werden musste. Und das bedeutet eine neue Gefahr für den Kräutergarten der gelben Ajah.

26.06.2007 Tar Valon

Das Morden geht weiter! Bereits in der Winterausgabe berichteten wir von den Mördern, die Tar Valon unsicher machen. Die Bürger unserer schönen Stadt versuchen verzweifelt herauszufinden, wer die Mörder sind. Aber bisher ist es ihnen nicht gelungen etwas über die Identität der Mörder herauszufinden. Allerdings steht inzwischen fest, dass die Mörder zusammenarbeiten und sich die „Mafia“ nennen.

26.06. 2007 Die Quartiere der Novizen und Rekruten

Die neue Herrin der Novizin hat, kurz nach ihrer Erhebung, zusammen mit dem Meister der Rekruten die Quartiere umgeräumt. Novizen und Aufgenommene sind nun in ihrer Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt, da sie sich zu dritt ein kleines Zimmer teilen müssen. Auch die Rekruten und Aethan mussten ihre luxuriösen Einzelzimmer aufgeben und wurden in Doppelzimmer gesteckt. Gerüchte besagen, diese Maßnahmen wurden ergriffen, da nicht genug Platz für neue Burgbewohner vorhanden ist.

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Spiel, Spaß und Witze - von Mericus Damodred

Rätsel:

1) Ein altes Märchen, das von den Ufern der Sternenbucht zu uns gelangt ist, erzählt die Geschichte einer wunderschönen Blumenfrau, also eine Pflanzennymphe, die des Nachts mit ihrem geliebten Mann als seine Gemahlin lebte, tagsüber aber in eine Blume verwandelt wurde. Niemals aber gelang es dem Mann herauszufinden, welche der vielen Blumen im Garten seine Frau sein mochte.
Eines Nachts jedoch sprach seine Frau zu ihm

„Morgen wirst du im Garten 27 rote Rosen finden, eine davon werde ich sein. Wenn es dir gelingt, mich als erstes zu pflücken, bin ich erlöst und werde von da an Tag und Nacht an deiner Seite sein können.“

Am anderen Morgen ging der Mann in den Garten und fand 27 rote Rosen. Rosen, die am Abend zuvor noch nicht aufgeblüht waren. Er betrachtete den Rosenbusch nur kurz, dann fiel es ihm leicht, sicher zu sein, welche der Blumen seine Frau war. Er pflückte und befreite sie und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende.

Wie aber konnte er sich so sicher sein?


2)
Die Kräuterfrau Nirien trug eines schönen Freitagnachmittags einen großen Sack mit Fläschchen voller Heiltrank auf den Wochenmarkt von Ragan. Aber wie das Leben so spielt – kaum hatte sie den Sack für einen Moment abgesetzt, um sich mit einer Kollegin über die diesjährige Heilkräuterernte zu unterhalten, fuhr eine Kutsche mit lautem Getöse über den Sack und der kostbare Inhalt war samt und sonders hinüber. Der Kaufmann, dem die Kutsche gehörte, ließ diese sofort anhalten und bemühte sich, die ungehaltene Nirien zu beruhigen, indem er sich bereit erklärte, für den entstandenen Schaden aufzukommen. Nirien überlegte eine kurze Weile, dann sagte sie:

„Gut, so sei es – aber nur, wenn du die gesamte Anzahl meiner Fläschchen bezahlst! Nur weiß ich leider nicht mehr genau, wie viele das waren. Allerdings weiß ich noch, dass ein einzelnes Fläschchen übrig blieb, als ich sie jeweils zu zweien von einem Sack in den anderen umpackte. Desgleichen war der Fall, wenn ich sie zu dreien, vieren, fünfen oder sechsen umsortierte. Erst als ich immer sieben von einem Sack in den anderen packte, blieb keines mehr übrig. Bezahlst du mir nun die richtige Menge, so will ich dir verzeihen und darauf verzichten, deine Geschäfte für alle Zeit zu verfluchen.“

Der Fluch einer erfahrenen Kräuterfrau ist durchaus ernst zu nehmen, doch der Kaufmann war fix im Kopfrechnen und es dauerte nicht lang, da reichte er Nirien einen Beutel:
„Soviel wird es mindestens kosten, wenn, wie ich annehme, ein Heiltrank 10 Taler kostet“
Nirien zählte die Taler und war zufrieden. Nun, wie viel hat sie erhalten?

Die Lösungen sind am Ende des A'vron zu finden.


Weiße Burg Witze

Eine Aes Sedai sitzt gerade beim Frühstück und liest die Tageszeitung. Als Plötzlich eine Novizin aufspringt, ihr die Zeitung entreißt und damit aufs Klo verschwindet.
Als die Novizin zurückkommt, schimpft die Aes Sedai „Unverschämtheit Kind, die Zeitung war von heute!“ – „Tut mir Leid Aes Sedai, aber bis morgen konnte ich nicht warten.“

Mitten auf dem Trainingsplatz kniet ein Rekrut und legt ein Ohr auf den Boden.
Da kommt der Meister der Rekruten vorbei, kniet sich hin und presst ebenfalls sein Ohr gegen den Boden.
„Ich kann nichts hören“, meint der Meister nach einer Weile.
„Ich auch nicht“, sagt der Rekrut, „und das geht nun schon seit Stunden so.“

Eine grüne Schwester kommt in die Hallen der Grünen. „War was besonderes?“ fragt sie eine ihrer Schwestern. „Nur ein Bote, mit Nachrichten.“ – „Was für mich?“ – „Ich glaub nicht. Bauch, Glatze und schon über 50!“


Die Amyrlin, der Hüter, eine rote Aes Sedai und ein blauer Aes Sedai sitzen in der Kutsche auf den Weg nach Caemlyn. Als sie durch ein dunkles Tor fahren macht es einen lauten Klatscher, als sie wieder draußen sind hält sich der blaue Machtlenker die geschwollene Backe.
Der Hüter denkt sich So ist es recht, der Blaue hat die Amyrlin geküsst und eine geschmiert bekommen.
Die Amyrlin denkt sich So ist es recht, der Blaue wollte mich küssen, hat aber die Rote erwischt und eine geschmiert bekommen.
Der Blaue denkt sich. Der blöde Hüter, hat die Amyrlin geküsst, die wollte ihm eine schmieren traf aber mich.
Und die rote Schwester denkt sich. Beim nächsten Tor haue ich dem Blauen noch mal eine rein.



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Die Goldene Krone


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Die Reise nach Tar Valon - von Mina Sogani

„Blutige Asche, jetzt ist mir das ganze Heu unter die Sachen gerutscht. Ich schlafe nie wieder in so einem verdammten Pferdestall“, fluchte Niria.
Sie kletterte aus dem Strohberg und versuchte so viele Halme wie Möglich aus ihren Kleidern zu sammeln.
Niria hatte genug Geld um sich in einem Zimmer in der Schenke einzumieten. Allerdings fanden in diesen zwei Tagen Feste in dem kleinen Dorf namens Die Drei Fürsten statt. Außer dem Stall war nichts mehr frei gewesen.
Niria sattelte ihr Pferd und verließ dann den Stall.
„Dafür, dass ich im Stroh geschlafen habe bekommt der keinen einzigen Silberpenny“, murmelte sie in ihren Kragen und schlich sich an dem Stallburschen vorbei.
Kaum war sie um die nächste Hausecke verschwunden, stieg sie auf ihr Pferd und ließ es die Straße hinauf galoppieren. Der Wirt würde früh genug herausfinden, das sie den Schlafplatz verlassen hatte ohne zu bezahlen und dann wollte sie so weit wie möglich weg sein.
Niria trieb ihr Pferd den ganzen Tag zu einer schnellen Gangart an. Am Abend machte sie ihr Lager auf einer kleinen Waldlichtung. Ihr Abendbrot bestand nur aus getrocknetem Fleisch. Sie hatte am Tag keine Zeit zum jagen gehabt.
Nachdem Niria gegessen hatte, legte sie im Wäldchen um ihren Schlafplatz ein paar Fallen aus. Als sie zurückkam, durchwühlten gerade zwei Männer ihre Satteltaschen.
Niria hatte ihr Kurzschwert, das sie von ihrem Vater bekommen hatte, bei ihrem Pferd gelassen. Sie hatte aber ihren Bogen mitgenommen. Sie hatte nur wenige Pfeile, aber sie wollte diese Männer auch nicht töten, sondern nur verjagen. So zog sie sich etwas zurück um sich auf einem Baum zu verstecken.
Als Niria auf den Baum geklettert war, sah sie, dass die zwei Männer keine weiteren Begleiter hatten.
„Schau mal, wir haben hier eine Kämpferin. Ob sie mit dem Ding umgehen kann?“
Einer der Männer hatte gerade ihr Schwert entdeckt.
Niria zog die Bogensehne an die Wange und schoss auf den Mann. Der Pfeil blieb wenige Zentimeter vor dem Fuß des Mannes in dem Boden stecken.
Er sah auf.
„Jemand hat auf mich geschossen“, schrie er seinen Begleiter an.
Der nächste Pfeil streifte den Arm des anderen.
„Das wird mir zu unheimlich. Ich will mich nicht auf der Suche nach einem Mädchen abschießen lassen“, sagte der eine und ging langsam rückwärts.
Nirias nächster Pfeil schlug dort in der Erde ein, wo vorher der Fuß des einen gewesen war. Er schrie kurz auf und lief dann schnell zu seinem Pferd zurück.
Nachdem die beiden verschwunden waren, atmete Niria wieder auf und kletterte vom Baum.
Als Niria unten ankam legte sich ein stählerner Arm um ihre Taille und eine Hand auf ihren Mund.
Niria versuchte zu schreien, doch die Hand auf ihrem Mund verhinderte, dass auch nur ein Ton herausdrang.
„Sei ganz still. Du wirst mir jetzt die Wahrheit sagen, wenn sie mir gefällt, dann wirst du leben, wenn nicht dann nicht. Hast du verstanden?“
Niria nickte.
„Kanntest du diese Männer? Hast du ihnen vielleicht etwas gestohlen?“
Niria schüttelte den Kopf, soweit es ihr Möglich war.
„Bist du ein Dieb?“
Niria schüttelte noch energischer den Kopf.
„Gut“, der Fremde löste sich von Niria und diese drehte sich empört um.
„Und wer seid ihr, wenn ich Fragen darf?“
„Wir sind aus Tar Valon. Wir waren nur auf Streife, da immer mehr Berichte aufkommen Räuber würden die Gegend unsicher machen. Die Berichte liegen richtig, nur die Zahlen nicht. Sie haben uns regelrecht überrannt. Die Hälfte meiner Männer ist gestorben, der Rest ist verwundet.“
Niria sah sich die verwundeten Soldaten an.
„Ich habe ein wenig Verbandsmaterial mit, aber um alle zu versorgen müsst ihr in das nächste Dorf reiten. Dort wird es sicher eine Seherin geben.“
„Dazu haben wir keine Zeit, wir müssen so schnell wie möglich zurück und Bericht erstatten.“
„Gut, dann versorge ich die schwersten Verletzungen und ihr nehmt mich nach Tar Valon mit.“
„Ich habe gesagt so schnell wie möglich, Mädchen. Ich kann niemanden gebrauchen, der mich aufhält“, antwortete der Soldat barsch.
„Wer wird wohl wen aufhalten. Eure Männer sind verletzt! Zu Fuß wäre ich schneller als ihr. Das einzige was mich davon abhält allein zu reiten ist, dass ich mir nicht einbilde mich allein gegen Banditen wehren zu können.“
Der Soldat murrte nur, dann führte er seine Männer zu Nirias Lagerplatz.
Am nächsten Morgen ritten sie weiter, auf Tar Valon zu.
Niria ritt an der Seite des Offiziers.
„Und wie kommt es, das so ein junges Mädchen ganz allein in dieser Gegend herumreitet? Ihr schient von den Banditen zu wissen, bevor ich sie erwähnte.“
Niria sah den Offizier kurz an.
„Ich bin die älteste Tochter eines Soldaten. Ich habe meinen Vater kaum gekannt. Ich bin mit meinen vier Geschwistern in Maerlon aufgewachsen. Meine Mutter hat dort ein Geschäft. Mit sechzehn bin ich von zu Hause fortgegangen. Meine Mutter wollte mich mit einem Bauernsohn verheiraten. Ich war nicht ihrer Meinung und lief fort. Ich fand eine Soldateneinheit die mich aufgenommen hat. Sie haben mir Bogenschießen und etwas Schwertkampf beigebracht. Aber nun wurde die Einheit aufgelöst und ich bin auf dem Weg nach Tar Valon um in der Weißen Burg meine Ausbildung fortzuführen.“
Der Offizier sah Niria kurz abschätzend an.
„Ihr wollt eine Gaidar werden?“
„Ja, ich habe von weiblichen Behütern gehört. Das ist ja wohl der beste Weg um gegen den Schatten zu kämpfen.“
„Hmm, ihr seid sehr gut mit dem Bogen. Vielleicht habt ihr Chancen aufgenommen zu werden.“
Nach zwei Tagesritten kamen sie bei der Stadt an. Als Niria die Weiße Burg sah, zügelte sie ihr Pferd und betrachtete den Turm ehrfürchtig.
Der Soldat, er war der Offizier der Truppe, drehte sich zu Niria um.
„Wer wird nun wen aufhalten, Mädchen?“



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Vorschau auf die Herbstausgabe

Auch in der nächsten Ausgabe erwarten Euch viele tolle Sachen. Neben neunen Rätseln, Witzen, Interviews und dem neuesten Tratsch und Klatsch freuen wir uns ganz besonders einen Wettbewerb zu Veranstalten.

ACHTUNG:

An alle Schreibteufel dieser Burg, der A´vron veranstaltet einen Schreibwettbewerb.
Es winken tolle Preise und jede Geschichte wird in der Bibliothek veröffentlicht. Die beste Geschichte wird zusätzlich im A´vron veröffentlicht.
Den ersten drei werden zudem mit der Schreibfeder (bronzene, silberne und goldene) ausgezeichnet.
Alle Geschichten müssen bis zum 15. September per PN an Mericus Damodred geschickt werden.
Die Geschichte sollte folgende Kriterien beinhalten.
A) es sollte eine Fantasie – Geschichte sein
B) Maximal 4 Seiten mit 30 Zeilen und 60 Anschläge pro Zeile.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Viel Erfolg und möge die Feder nicht brechen und das Tintenfass nicht leer werden!



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Lösungen aus dem Rätselteil:

Lösung 1: auf der Rose befand sich kein Tau, da die Nymphe die Nacht im Bett verbracht hat

Lösung 2: Die Aufgabe besteht darin, eine Zahl zu finden, die sich ohne Rest durch sieben teilen lässt, bei der Teilung durch zwei, drei, vier, fünf und sechs jedoch jeweils einen Rest von 1 aufweist. Das kleinste gemeinsame Vielfache von zwei, drei, vier, fünf und sechs ist 60. Nun muss man eine Zahl finden, die sich ohne Rest durch sieben teilen lässt, dabei aber um eins größer ist, als eine Zahl, die durch 60 teilbar ist.
Durch ausprobieren kommt man dann auf 5*60 + 1 = 301. Das ist ein vielfaches von 7 und die kleinste Zahl, die sich als Lösung ergibt.
Der Kaufmann zahlte dementsprechend 3010 Taler, eine ganze Menge, doch besser als von einer Kräuterhexe verflucht zu werden.