A'vron - Der Beobachter - Winter 2009/10
Vorwort - von Fana Tennoio
Es ist wieder Zeit für eine neue Ausgabe unseres Beobachters! Diesmal möchte ich das Vorwort der Redakteurin dafür nutzen, mich ganz herzlich bei meinem tollen Team zu bedanken, das auch trotz meiner Abwesenheit großartig unter Beriors Mithilfe und Anleitung gearbeitet hat! Ich wünsche euch viel Spaß bei der diesmal nicht ganz so ausführlichen Ausgabe des A’vron.
Fana Tennoio
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Community News - von Berior Alaeyn
Das Rad der Zeit dreht sich noch immer und seit unserer Herbstausgabe ist wieder einiges passiert - willkommen zurück bei den Community News!
In der letzten Ausgabe drehte sich alles um die Revision, dieses Mal wurde nicht an den Grundfesten von DSC gerüttelt. Wobei - eine kleine Änderung gab es dann doch, aber dazu später gleich mehr.
Das Jahr begann sehr erfreulich - vor allem für die Valdar Aldazar, die mit Lasimya eine neue Gaidar in ihren Reihen begrüßen konnte (24.01.). Kurz danach bestand Kunon seinen Test zum Aufgenommenen (28.01.) und inzwischen hat er bei den Blauen eine Heimat gefunden. An dieser Stelle nocheinmal herzlichen Glückwunsch den beiden (Leuten wie auch Organisationen).
Ende Jänner fand dann bereits zum dritten Mal die Kohlfahrt im nördlichen - diesmal verschneiten - Delmenhorst statt. Kohlfahrten machen ja immer viel Spaß, dieses Jahr war es für mich aber etwas ganz Besonderes, denn als amtierender Kohlkönig war es meine Aufgabe die Nachfolge zu sichern. Ich denke das ist auch gelungen und wir dürfen uns auf die nächste Kohlfahrt unter Königin Choirn und König Dorian freuen.
Außer der Erbfolge gab es aber auch noch einen weiteren Höhepunkt am 9. Forentreffen: Negant und Nila, die ja im Real Life schon lange ein Paar sind, haben am Forentreffen ihre Verlobung bekannt gegeben und vor unserer Mutter Ringe getauscht. Und damit sind wir auch am zuvor angesprochenen Punkt: Als neue Bundesarten gibt es nun den Verlobungs- und den Hochzeitsbund auf DSC! Dieser Bund kann nur auf einem Forentreffen geschlossen werden und natürlich auch nur zwischen RL-Paaren. Na wenn das mal nicht ein toller Anlass für eine Verfassungsänderung ist! Herzlichen Glückwunsch euch beiden und alles Gute für die weitere Zukunft. Nächstes Jahr kommen wir dann alle zur Hochzeit, bestellt schonmal einen großen Tisch ;)
Mitte Februar gab es dann einen weiteren Anlass für ausgelassene Feiern. Und nein, damit ist natürlich nicht der Valentinstag gemeint (der dieses Jahr absolut unterging - und niemand hat ihn vermisst.... oder?) sondern das bunte Faschingstreiben, das auch vor DSC nicht halt machen konnte!
Die Beteiligung war eher mittelmäßig, aber Karneval ist ja nun auch nicht jedermans Sache. Rückblickend werden einige der Posts aus dieser Zeit aber wohl etwas seltsam erscheinen (Warum macht sich ein Brauner in der Bibliothek aus Büchern ein Lagerfeuer und grillt Würstchen?), aber das ist ja immer so. ^^
Wer die Freie Woche verpasst hat - kein Grund zur Panik. Denn schon sehr bald gibt es eine weitere Gelegenheit die lockeren Regeln zu nutzen. Am 1. März jährt sich der Geburtstag von DSC zum vierten Mal! Und so viel sei bereits verraten - es wird mehr Überraschungen geben als nur welche Torte es geben wird.
Bis zum nächsten Mal,
Berior Alaeyn
Hüter der Chroniken
Aes Sedai der Braunen Ajah
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Kreativitätswettbewerb - von Mina Sogani
Liebe Schreiberlinge und Bastelkünstler,
auch in diesem Jahr ruft der Avron einen Wettbewerb aus, dieses Jahr handelt es sich um einen Kreativwettbewerb. Wir haben lange über das Thema nachgedacht, bis uns schließlich eines eingefallen ist, das ziemlich offen gefasst ist.
Das Thema für den diesjährigen Kreativwettbewerb heißt
Wachsen
Im Frühling wachsen, Blumen, Bäume, Sträucher. Haare wachsen, Menschen, in die Höhe, aber auch im Geist, an Herausforderungen und Niederschlägen.
Uns ist es egal, ob ihr etwas schreibt, oder gestaltet. Es ist euch offen, was ihr an uns einsendet, ob Bild, Gedicht oder Geschichte. Lasst eurer Fantasie freien lauf und bereichert uns mit euren Werken. Ihr könnt auch mehrere verschiedene Werke einsenden.
Ihr müsst keine Profis auf eurem Gebiet sein, jede Einsendung wird gewürdigt und wir freuen uns schon darauf, was wir von euch zu sehen bekommen.
Schickt bitte bis zum 01. Mai 2010 eure Einsendungen an uns. Danach werden wir lange überlegen und mit der nächsten Ausgabe des Avron werden der oder die Gewinner/in bekanntgegeben und die besten Arbeiten veröffentlicht.
Mina Sogani
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Gesundheit: Interview mit Myo Sedai zum Thema "Sucht" - von und mit Lasimya Eldundold
„Es beginnt ganz langsam, man denkt sich nichts dabei, genießt einfach die Gesellschaft, die Gespräche. Alles scheint ganz normal. Und plötzlich realisiert man dann, dass man an nichts anderes mehr denkt. Man fängt an zu zittern und Kreise in den Boden zu laufen, wenn man alleine ist. Man muss zu den Treffen fahren, man muss einfach. Und wenn man verhindert ist und nicht zu DSC kann – das ist das schlimmste, was man sich überhaupt vorstellen kann!“
Diese beunruhigenden Worte stammen von einem Bewohner der Weißen Burg, der sich anonym an die A’vron-Redaktion gewandt hat. Immer mehr häufen sich Anzeichen einer neuen, gefährlichen Sucht, die auf dem beste Wege ist, sich zu einer ernsthaften Epidemie zu entwickeln. Grund genug, Myorinah Sedai, Sitzende der Gelben Ajah, in einem Interview dazu zu befragen.
Lasi: Beunruhigende Meldungen häufen sich, dass in der Weißen Burg vermehrt akute Fälle einer neuen, gefährlichen Form von Sucht aufgetreten sind. Könnt Ihr dazu nähere Auskunft geben?
Myo Sedai: Nun, das ist gar nicht immer so sehr einfach zu beantworten. Die Erkenntnis, dass man süchtig nach einem „Suchtmittel“ ist, fällt ja meist erst dann, wenn es schon viel zu spät ist. Und nicht immer kommen diese Suchtkranken dann auch zu uns in die Gelben Hallen. Definitiv kann ich sagen, dass es diverse Suchtgefährdungen in der Weißen Burg gibt. Ob diese nun tatsächlich gefährlich sind, sei mal dahin gestellt. Ich spreche hier z.B. von der Kakaosucht der Orangenen Valdar, der VC. Auch die Lese- oder Wissenssucht der Braunen Ajah sollte bekannt sein. Diese beiden Suchtmittel würde ich jetzt definitiv nicht als gefährlich und auch nicht als behandlungsbedürftig bezeichnen. Nun gibt es diese Fälle der akut und sehr schnell einsetzenden Sucht. Die ist uns in den Gelben Hallen durchaus auch bekannt. Es ist allerdings etwas … schwierig darüber zu sprechen. Es haben sich schon einige hochrangige Saalmember infiziert und *hüstel* ich stehe auch unter einer gewissen Schweigepflicht.
Lasi: *guckt etwas enttäuscht und schreibt ein dickes Fragezeichen hinter der Notiz Namen auf ihrem Schreibblock* Hmm, das klingt in der Tat sehr besorgniserregend. Wie genau würdet Ihr diese Form der Sucht bezeichnen?
Myo Sedai: Hochgradig ansteckend! Es handelt sich um eine sehr interessant verlaufende Sucht. Ich würde mal sagen, dass sie sehr interessant zu erforschen ist. Bislang sind mir einige Symptome aufgefallen. Interessant ist vor allem aber, dass es sich vermehrt nicht um Symptome handelt, die den Körper auszehren. Vielmehr handelt es sich bei dieser Form der Sucht um etwas, wo sich der Patient … sehr in etwas reinsteigert. *nickt nachdenklich* Ja, so könnte man das sagen!
Lasi: Nun ist ja allgemein bekannt, dass eine Sucht, bei dem man sich, wie Ihr sagtet, in etwas hineinsteigert, zu solch gefährlichen Folgen wie Realitätsverlust, übermäßiger Stubenhockerei und der Einschränkung verbaler Fähigkeiten einhergeht. Sind solche Symptome in der Weißen Burg bereits aufgetreten?
Myo Sedai: *denkt kurz nach* Nun ja, ich würde sagen, dass die Burgbewohner das soweit im Griff haben. Im Grunde weiß ja auch jeder, dass wir in den Gelben Hallen immer bereit sind und gerne helfen. Ich kann jedenfalls sagen, dass es in einigen Fällen phasenweise auftritt. Es gibt eben Phasen, wo sich diese Form der Sucht sehr akut äußert, in anderen Phasen ist von der Sucht kaum etwas zu bemerken. Dies macht die Sucht auch wirklich schwer zu diagnostizieren. Ich persönlich finde auch Krankheiten angenehmer zu behandeln, die greifbarer sind, wie z.B. ein Schnupfen oder eine Stichwunde. Auch orthopädische Erkrankungen sind da eher mein Spezialgebiet. Dennoch ist natürlich die menschliche Psyche ein sehr spannendes Thema!
Lasi: *notiert „verursacht keine Stichwunden“* Wenn die Suchterkrankung so schwer zu diagnostizieren ist, ist denn dann überhaupt bekannt, wie viele Burgbewohner betroffen sind? Und lässt sich vielleicht sagen, ob es besonders gefährdete Gruppierungen gibt, Ajah/Valdarspezifisc h vielleicht, oder geschlechts- oder altersabhängig?
Myo Sedai: Ich denke das ist wirklich sehr schwer zu beurteilen, denn die Dunkelziffer ist ja bekanntlich sehr groß. Ich gehe davon aus, dass es wedergeschlechtsspezifische- noch Ajah/Valdarspezifische Suchtverteilungen gibt. Ich gehe dennoch davon aus, dass es durchaus im Rahmen des Möglichen liegt, dass jede Gruppierung davon betroffen sein könnte. Es ist also nichts ausgeschlossen. Fakt ist, dass man im Falle einer akuten Phase sich durchaus therapieren lassen kann. Das ist das wirklich positive bei dieser Suchtform. Ich denke, das interessante ist in diesem Falle, dass ich mir vorstellen könnte, dass da jeder seinen eigenen Weg findet. Ich denke auch, dass das jeder Patient diesen Weg sogar auch ganz alleine und ohne Beistand aus den Gelben Hallen finden kann. Dies soll natürlich nicht heißen, dass wir nicht gerne bei Fragen und Problemen zur Verfügung stehen. Bei uns gibt es immer ein offenes Ohr für alle Arten von Problemen und Erkrankungen. Und natürlich gibt‘s – bei Bedarf – die dazugehörige Therapie :D
Lasi: Das wäre dann auch meine nächste Frage gewesen: es gibt also durchaus Therapiemöglichkeiten. Ist denn bereits bekannt, wie lange eine erfolgreiche Therapie dauert? Wie groß ist die Rückfallgefahr? Und was geschieht mit jenen, die sich nicht therapieren lassen wollen oder können?
Myo Sedai: Nun, eine Therapie hat sowieso nur Aussicht auf Erfolg, wenn der Patient auch wirklich bereit ist, sich therapieren zu lassen bzw. in diesem Fall: seinen eigenen Weg zu finden. Die Rückfallgefahr … nun, die besteht immer und überall, sollte es aber so sein, wie in diesem Fall, also wenn die Sucht meist phasenweise auftritt, so denke ich, dass zwar einerseits die Rückfallquote sehr hoch ist, aber andererseits gibt es eben auch die Phasen, wo die Sucht weitaus geringer ausgeprägt ist. Andererseits ist die Frage auch, wie stark die Sucht ausgeprägt ist. Meines Wissens nach gibt es keine äußerst gefährdeten Personen in der Burg. Zumindest ist mir davon nichts bekannt. Wichtig ist vor allem, dass man vor allem seine Arbeit nicht vergisst und dass man diese eben weiterhin gewissenhaft erfüllt!
Lasi: Es gibt ja in regelmäßigen Abständen Treffen von Burgbewohnern außerhalb Tar Valons. Ist etwas darüber bekannt, wie diese Treffen sich auf Sucht und Therapie auswirken?
Myo Sedai: Nun, diese Treffen sind mir durchaus bekannt und sie sind auch bei allen Burgbewohnern sehr beliebt. Und gerade dieser Punkt ist bezüglich unserer Sucht, von der wir gerade reden, nicht ganz unwichtig. Es ist durchaus bekannt, dass gerade diese Treffen den Suchtfaktor stark ansteigen lassen. Dies ist auch nicht wirklich schlimm, ganz im Gegenteil. Denn diese Treffen dienen dazu, sich selbst und die anderen Anwesenden besser kennenzulernen und wer weiß … vielleicht ist dabei sogar schon das ein oder andere „Betroffenengespräch“ zustande gekommen. Fakt ist, dass diese Treffen sehr dienlich sind. Nicht nur für den Suchtfaktor, nein auch für das soziale Leben in der Burg! Und wenn wir schon mal von dem sozialen Leben sprechen … nichts ist wichtiger als einen guten sozialen Zusammenhalt zu haben, gerade wenn die Sucht mit all ihrem Realitätsverlust am schlimmsten ist. Gerade dann ist es wichtig, sozusagen unter Gleichgesinnten sich zu befinden. Menschen, die einen verstehen. Und da ist es nicht wichtig, wer in welcher Gruppierung sich befindet oder wer Stadtbewohner oder Aufgenommener oder ähnliches ist. Ich plädierte definitiv für weitere Treffen dieser Art und werde diesbezüglich vielleicht auch nochmal mit der Amyrlin sprechen.
Lasi: Abschließend eine letzte Frage: Habt ihr noch einen speziellen Rat für alle Betroffenen?
Myo Sedai: Einen Rat? Aber sicher! Es ist immer am besten, wenn man zu dieser Sucht steht! Ob das nun in offenen Gesprächen mit anderen Betroffenen, Freunden oder mit dem direkten Vorgesetzten ist, ist eigentlich also egal. Ich kann definitiv sagen, dass mich die Sucht auch schon seit längerem gepackt hat und dafür schäme ich mich auch keineswegs! Ich bin stolz darauf sogar! Ja, ich bin stolz darauf auch zur Burg zu gehören und hier meine Studien weiterführen zu können ist einfach genial! Im Zweifelsfall stehe ich für jeden Betroffenen auch gerne für ein Gespräch zur Verfügung und falls jemand nicht öffentlich reden möchte über die eigene Sucht, so gibt es z.B. auch unsere direkte Möglichkeit des Ferngesprächs'Ter' angreals. Man kann dort einfach folgendes eintippen: 0180-dscjunkie und schon wird man mit einer freundlichen Stimme verbunden, die einem weiterhelfen kann. Auch gibt es die Möglichkeit ein Treffen der Anonymen DSCsüchtlinge zu besuchen. Diese finden immer regelmäßig statt. Man findet diese Treffen ganz einfach im IRC Raum!
Lasi: Vielen Dank für das sehr interessante Gespräch, Myorinah Sedai!
Myo Sedai: Sehr gerne geschehen, Lasimya Gaidar!! :D
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Die Blockade - von Fana Tennoio
Der junge Mann war auf dem Weg in den Garten der Burg, auf der Suche nach einer Aes Sedai der Gelben Ajah, die sich dort aufhalten sollte. Er musste sich von jemandem erklären lassen, was überhaupt los war, denn die junge Aufgenommene, die er seit zwei Jahren so sehr liebte und mit der er nun endlich wieder Zeit verbringen durfte, verbrachte selbige seit drei Wochen mit Recherchen in Büchern und Saidar-Unterricht. Sie hatten sich seit dem Vorfall im Ogierhain nur ein paar Mal gesehen und eine wirkliche Erklärung hatte Deana ihm nicht wirklich gegeben. Stattdessen machte sie zeitweise einen abwesenden Eindruck, nachdenklich, so als würde sie angestrengt an etwas arbeiten. Alles, was er wusste, war, dass sie sich nicht ausgebrannt hatte, und das wusste er auch nur durch jene Gelbe Schwester, die er jetzt aufsuchen wollte.
Er fand sie am Rande eines Brunnens sitzend, scheinbar vertieft in ein kleines Büchlein, in dem sie herumblätterte. Vorsichtig näherte sich Feralon, blieb ein paar Schritte vor der schlanken Gelben mit den blonden Haaren stehen und räusperte sich, bevor er höflich fragte: „Keran Sedai, dürfte ich Euch kurz stören?“
Die Schwester klappte das Büchlein zu und steckte es in einen Beutel an ihrem Gürtel bevor sie den Blick dem Aethan zuwandte und freundlich lächelte. „Sicherlich. Was kann ich für Euch tun, Feralon?“ antwortete sie mit ihrer tiefen, etwas rauen Stimme und deutete auf den freien Platz neben sich, damit Feralon Platz nehmen konnte. Dieser ließ sich mit einem lauten Seufzen am Brunnenrand nieder und ließ die Schultern hängen. Mit strengem Blick doch einem Anflug eines amüsierten Lächelns auf den Lippen kommentierte die Aes Sedai diesen Anblick mit den Worten: „Solltet Ihr vorhaben Behüter zu werden, besteht dringender Bedarf an Eurer Haltung zu arbeiten. So zusammengesunken wie ein Häufchen Elend, so könnt Ihr nicht an der Seite einer Aes Sedai auftreten, mein Junge.“
„Im Moment bin ich mir nicht sicher, ob es dazu überhaupt jemals eine Möglichkeit geben wird“ murmelte der Aethan mit müder Stimme vor sich hin. Die Gelbe Schwester hob eine Augenbraue und schnalzte mit der Zunge bevor sie schließlich sagte: „Es geht um Deana, nicht wahr?“
Ohne eine Antwort abzuwarten fuhr sie fort: „Nun, sie befindet sich auf dem Weg der Besserung.“
Feralon schüttelte niedergeschlagen den Kopf und sah der Aes Sedai in die Augen. „Ich weiß nicht einmal, von was sie sich erholen muss. Was überhaupt vorgefallen ist. Könnt Ihr mir vielleicht etwas dazu sagen, Aes Sedai?“ fragte er mit hoffnungsvollem Funkeln in den Augen.
„Ich denke, das solltet Ihr sie selbst fragen.“, wich Keran aus und blickte auf das schillernde Wasser im Brunnen. „Sie will mich im Grunde nicht einmal sehen. Und zu diesem Thema sagt sie mir gar nichts. Bitte, Aes Sedai! Ihr wart doch dabei, als man sie damals vom Ogierhain ins Krankenzimmer brachte. Ihr wart es, die mir mitgeteilt hat, dass das Schlimmste nicht eingetroffen ist.“, erinnerte der Jüngling sie. Mit einem Seufzen drehte die Aes Sedai den Kopf zu ihm um und sah ihn ein paar Herzschläge lang an bevor sie schließlich erwiderte: „Sie hat seit dem Tag im Ogierhain eine Blockade.“ Fragend sah Feralon die Schwester an. Sicherlich wusste er, was eine Blockade bedeutete: dass eine Frau aus irgendeinem Grund nicht dann auf die Eine Macht zugreifen konnte, wann sie es wollte. Doch reichte ihm diese Antwort nicht aus, was die Gelbe scheinbar bemerkte. So fuhr sie fort: „Sie wurde damals von der Quelle abgeschirmt, völlig unverhofft, in einem Moment großer Anstrengung und Konzentration. Da sie noch nicht lange Aufgenommene ist, hat sie keine Erfahrung damit, wie es ist, wenn man abgeschirmt wurde und man hatte noch nicht damit begonnen, mit ihr solche Situationen zu üben und sie darauf vorzubereiten. Es war wohl ein Schock für sie…“
Feralon kniff die Lippen zusammen und nickte langsam, als Zeichen dafür, dass er aufgenommen hatte, was Keran ihm erzählt hatte. Nach kurzem Zögern erzählte sie ihm etwas mehr: „Momentan versucht sie tagtäglich, natürlich mit der Hilfe von ausgebildeten Schwestern, die mit Blockaden Erfahrung haben, diese zu überwinden. Sie setzt sich ziemlich unter Druck damit.“
Damit erhob sich die Aes Sedai und strich ihr grünes Kleid glatt. Feralon erhob sich ebenfalls und verbeugte sich höflich, war ihm doch klar, dass die Gelbe Schwester nichts weiter dazu sagen würde. Er bedankte sich bei ihr und machte sich auf den Weg zu den Quartieren der Aufgenommenen. Er war in der Weißen Burg um sich als Behüter ausbilden zu lassen. Da war es nur verständlich, dass er keine Machtlenkerin gebrauchen konnte, die die Macht nicht dann lenken konnte, wann immer es nötig war…
Fana Tennoio
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