A'vron - Der Beobachter - Herbst 09
Community-News - von Berior Alaeyn
Willkommen zurück bei den Community News, diesmal im Herbst.
Wie ich im Sommer prophezeit hatte, war das beherrschende Thema des abgelaufenen Quartals die Revision. Dass sie so groß werden würde, wie sie letztendlich war, hatte aber auch ich nicht erwartet. Und dann auch noch alles andere was seither geschehen ist - ich weiß ja gar nicht wo ich anfangen soll. *grinst*
Na am Besten immer am Anfang. Wie angedeutet gab es direkt nach der Veröffentlichung des letzten A'vron, am 8. September, ein neues Gesicht im Saal - denn Karldin Gaidin folgte Takara Gaidin als Hauptmann der VC nach. Das sollte aber nicht die einzige Neubesetzung im Saal bleiben - schon am 19. Oktober wechselte auch die Führungsspitze unserer zweiten Valdar, als Thaarsai Gaidin in die Fußstapfen von Cadim Gaidin trat. Und da alle guten Dinge ja bekanntlich drei sind, folgte am 21. November der dritte Wechsel im Saal - nämlich mit der Ablöse von Melissa Sedai durch Myorinah Sedai als Sitzende der Gelben Ajah.
Doch auch neben diesen personellen Änderungen ging es im Saal rund - denn während die Community über einzelne Revisionsvorschläge diskutierte, wurde im Saal die Verfassung Stück für Stück auseinander genommen, kritisch betrachtet und wieder neu zusammengefügt. Das Ergebnis - in das auch die Revisionsergebnisse eingearbeitet wurden - konnte dann Mitte November präsentiert werden.
Neben zahlreicher kleinerer Änderungen ist vor allem das neue Besuchs- und Mitgliedschaftssystem für Aufgenommene und Aethan die wichtigste Neuerung bei der Revision.
Seit den frühen Anfängen des Forums gestatten wir unseren höchstrangigen Junior Membern bereits vor der Erhebung in den SM-Stand ihre spätere Gruppierung zu erwählen. Dies geschieht natürlich, damit sich JM und Gruppierung vorab aneinander gewöhnen können. Kein System ist perfekt - so ist es auch hier. Es wurde im Zuge der Revision lange diskutiert, wie man dieses System verbessern könnte beziehungsweise ob das denn überhaupt notwendig sei. Das Ergebnis dieser Diskussionen ist nun die neue Richtlinie, die diesen Aufnahmeprozess in zwei Stufen teilt.
In der ersten Stufe können die JM die Gruppierung erst einmal nur "besuchen". Hier ist es auch möglich sich mehrere Gruppen "anzuschauen" um sich sicher zu werden. Erst danach tritt man einer (hoffentlich der richtigen) Gruppierung bei und wird Mitglied.
Diese beiden Stufen können von Ajah zu Ajah, von Valdar zu Valdar, unterschiedlich aussehen. Zur Zeit sind die meisten Gruppen noch damit beschäftigt genaue Richtlinien dafür auszuarbeiten, wie diese beiden Stufen denn in der Praxis bei der eigenen Gruppe ablaufen sollen. Ein paar Gruppen haben diese Entscheidungen bereits getroffen und die Ergebnisse auf ihren Homepages veröffentlicht. Für alle JM, die noch keiner Gruppierung angehören, lohnt es sich also wieder einmal die Seiten der Gruppen zu besuchen und sich zu informieren.
Weitere Ergebnisse und Details zur Revision sind dem Ankündigungsforum zu entnehmen.
Aber natürlich war der Herbst nicht NUR von der Revision geprägt. Auch Shaoman hielt Einzug in unseren Hallen und überall konnte man Gruppen von JM begegnen, die singend durch das Forum zogen. Das lag aber weniger am Rum im Punsch als an der Aufgabe, die ihnen gestellt wurde. Denn sie waren aufgerufen den Gruppen Ständchen zu bringen und wurden im Gegenzug dafür belohnt. Auch ein kleines Sammelspiel war mit dabei und am Ende freute sich, wer durchgehalten hatte und wirklich überall vorbei geschaut hatte. Doch auch Kritik war am Fest laut geworden (und nichtmal von den üblichen Party-Muffeln) und so werden wir bis zum nächsten Herbst daran zu arbeiten haben das Fest noch besser zu machen. Wir dürfen gespannt sein. :)
So, das wars auch schon wieder - und nun wünsche ich euch viel Spaß mit dem Rest vom A'vron - bis zum nächsten Mal, euer
Berior Alaeyn Hüter der Chroniken
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Filmkritiken - von Makani Valur
Das Kabinett des Dr. Parnassus (Originaltitel:The Imaginarium of Dr. Parnassus)
Filmstart: 03.12.09
Der lang erwartete letzte Film mit Heath Ledger glänzt durch seine, an einen schönen Traum erinnernde, Fantasie. Wer von diesem Film eine leicht zu verstehende Story erwartet, irrt allerdings, es wirkt ein wenig als hätten die Filmmacher versucht so viele Ideen in einen Film zu packen, dass die meisten davon wieder verloren gehen. Wer in diesen Film aber mit einer offenen Haltung geht wird überrascht von wunderschönen Bildern, großartigen Schauspielern und einer Geschichte, die einen auf jeden Fall noch länger beschäftigt, sei es nur um die Handlung zu verstehen.
Wertung: 7/10
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Wolkig mit der Aussicht auf Fleischbällchen (Originaltitel: Cloudy with a Chance of Meatballs)
Filmstart: 29.01.10
Das neue Dreamworks Spektakel handelt von einem Erfinder, der eine Maschine entwickelt, die die Welt verändern soll. Er kann Wasser in Essen verwandeln. Aber nicht etwa Essen wie Getreide, nein der fertige Hamburger fällt in Form von Regen auf die Welt hinunter. Parallelen zu Disney's "Meet the Robinsons" sind wie bei fast allen Dreamworks Produktionen nicht zu übersehen, allerdings zeigt Dreamworks sich mal wieder sehr viel unkreativer. Die Technik ist unrealistisch, der Geschichte fehlt das Herz, das alle Disney Produktionen auszeichnet, und die Witze arbeiten ausschließlich mit Stereotypen. Ein Film der wieder einmal beweist warum Dreamworks nicht die gleichen Erfolge wie Pixar verbuchen kann.
Wertung: 2/10
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Mitternachtszirkus (Originaltitel: Cirque du Freak - The Vampire's Assistant)
Fimstart: 07.02.10
Das langweilige Leben des 16-jährigen Darren ändert sich dramatisch, als er mit seinem besten Freund Steve eine Freak Show besucht. Steve wird von einer Spinne gebissen und um seinen Freund zu retten lässt sich Darren in einen Vampir verwandeln - allerdings wird er nun von Mr. Tiny gejagt, dessen Rolle in dem Film noch nicht so wirklich klar wird.
Der erste Teil einer vielversprechenden Trilogie, die das Thema Vampire und andere Freaks mit viel Humor und Augenzwinkern behandelt und daher eine willkommene Abwechslung im Kinosaal bietet.
Wertung: 9/10
Makani Valur
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Shaoman - von Fana Tennoio
Es begann am 27. Oktober 2010, einem ganz normalen Tag in einem nicht ganz so normalen Forum, zu einer Jahreszeit, in der sonst üblicherweise das Grauen in die Weiße Burg Einzug hielt. Doch in diesem Jahr sollte alles anders werden...
Die Junior Member Tar Valons hatten sich verbündet, um die Hallen der Ajahs und Valdars zu stürmen, sie zu überrennen mit Liedern und Gedichten, und kein Bollwerk sollte ihnen gewachsen sein. So wurden zu dieser Zeit grüne Bärchen in die Hallen der Valdar Caba’drin geschmuggelt, obwohl man Bärchen dieser Farbe wohl eher in den Grünen Hallen erwartet hätte. Doch nein, dort hatte sich ein Frosch breitgemacht, melancholisch darüber singend, dass es nicht einfach sei, grün zu sein. Er soll auf den Namen Kermit hören.
Neben vielen weiteren Vorkommnissen wurden des Weiteren Aliens in den Hallen der Blauen Ajah gesichtet. Doch was wollten uns die Außerirdischen sagen? Und wie haben die Mitglieder der Blauen Ajah diesen unerwarteten Besuch überstanden?
Scheinbar nicht gut. Warum sonst sollten sie solch seltsame Töne von sich geben, wie es kurz darauf im Arbeitszimmer der Amyrlin geschehen ist? Es bleibt zu hoffen, dass alle Beteiligten diese Festtage gut überstanden haben. Die Burg steht jedenfalls noch und so weit bekannt ist, sind auch ihre Bewohner unversehrt geblieben. Die bereits vorhanden gewesenen psychischen DSC-Schäden könnte schließlich auch solch ein Fest nicht mehr verschlimmern.
Ich und das ganze A’vron-Team möchten dafür danken, dass sich das Online Ereignisteam immer solch große Mühe mit der Planung und Umsetzung solcher Feste macht! Das Shaoman-Fest war gelungen und eine sehr schöne Abwechslung zum sonstigen Burgleben.
Des Weiteren danken wir auch den Junior Membern, die sich viele Gedanken zu ihren Beiträgen gemacht haben, und gratulieren nochmals herzlich den Gewinnern!
Fana Tennoio
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Fana Tennoio
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Ein Ende mit Schrecken? - von Fana Tennoio
Den Blick auf den Saum des Ärmels ihres Kleides gerichtet, strich die junge Frau ehrfürchtig mit den Fingerspitzen über die bunten Streifen. Sie hatte es geschafft, an diesem Morgen hatte sie ihre Prüfung zur Aufgenommenen bestanden und nun war sie in dieses Zimmer gezogen, hatte das Novizenkleid gegen das einer Aufgenommenen getauscht und sich den Schlangenring an den Ringfinger der linken Hand gesteckt. Sie lächelte und sah sich noch einmal um, als ihr plötzlich auffiel, dass sie ihr Tagebuch noch gar nicht verstaut hatte, dass offen auf ihrem Bett lag. Mit wenigen schnellen Schritten hatte sie es erreicht und hob es auf. Auf der ersten Seite war ein Eintrag von vor 2 Jahren zu finden, der ihr ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte, war darin doch beschrieben, wie sie mit Feralon zusammengekommen war, damals nach der Geschichte im Handwerksraum, als sie vom Meister der Rekruten erwischt worden waren. Sie hatten beide eine saftige Strafe bekommen, dazu die Auflage, sich nicht mehr allein zu treffen. Wehmütig seufzte die Aufgenommene, als sie daran dachte, dass sie es doch immer wieder getan hatten und erwischt wurden. Bald sieben Monate war das nun her, in denen sie sich nicht mehr sehen durften, da sie angedroht bekommen hatten, dass sie die Burg sonst verlassen mussten. Die Kontaktsperre war erst dann aufgehoben, wenn beide in den nächsten Rang erhoben waren, also am heutigen Tag. Feralon wurde bereits vor 2 Monaten zum Aethan erhoben worden, sie selbst hatte wohl etwas länger gebraucht.
Sie klappte das Büchlein zu, verstaute es unter der Matratze und ging vorfreudig zur Tür hinaus, hinaus in die Stadt, weil ein Treffen im Ogierhain ausgemacht war.
Dort angekommen hielt sie Ausschau nach ihm, denn der Hain war recht groß und einen genauen Treffpunkt hatten sie nicht ausgemacht.
„Deana, hier drüben!“ rief Feralon, der an den Baumstamm einer großen Eiche saß, nicht allzu weit entfernt von der neuesten Aufgenommenen der Weißen Burg. Er stand auf und ging ihr ein paar Schritte entgegen, die Freude über das Wiedersehen war deutlich zu erkennen. Sicherlich hatten sie ab und zu kurz miteinander sprechen können, wenn sie sich im Speisesaal gesehen hatten oder sie ihm beim Schwertkampf-Training zugesehen hatte. Aber es war eben doch nicht zu vergleichen, so ein persönliches Treffen zu zweit war eben etwas ganz anderes. Nach der ersten überschwänglichen Begrüßung gingen beide zurück zu der Eiche und ließen sich an ihren Wurzeln nieder, noch ganz trunken und ungläubig ob der Tatsache, dass sie sich nun endlich wieder sehen durften, ganz ohne Einschränkungen. Als sie es sich bequem gemacht hatten war er bereits gespannt darauf zu erfahren, wie es ihr in den letzten Monaten ergangen war, und so fragte er: „Und, wie fühlt es sich an, mehr Freiheiten zu haben?“. Sie strich mit den Fingern über das Gras, auf dem sie saßen und sah hinauf in die Krone des alten Baumes. „Es fühlt sich nach Gras, Pflanzen und Baumstämmen an.“ kicherte sie und zupfte ein paar Grashalme aus, mit denen sie ihn bewarf. „Da wird doch wohl keine zukünftige Aes Sedai der Gelben Ajah zu mir sprechen? Wenn Pflanzen und Gras gerade die einzigen Dinge sind, die dich interessieren…“ meinte er gespielt beleidigt und ironisch.
Sie schüttelte den Kopf und blickte nachdenklich über den Hain, hatte sie sich doch zusammen mit anderen Novizinnen schon oft über das Thema der Ajahwahl unterhalten. Sie konnten alle froh sein, dass sie nicht erwischt worden waren, sollten sich Novizinnen doch auf andere Dinge konzentrieren, was ihnen immer wieder von den Aes Sedai eingeschärft worden war. „Für die Gelben ist mein Talent zum Heilen zu wenig ausgeprägt. Außerdem hab ich nicht gesagt, dass das das Einzige ist, was mich gerade interessiert“ funkelte sie ihn an und drückte ihm einen Kuss auf. „Aber Gedanken habe ich mir trotzdem schon gemacht.“
Sie lächelte, als er sie gespannt und etwas skeptisch ansah, und fuhr schließlich fort: „Letztlich bleiben nur drei Ajahs übrig, zu denen ich gehen könnte und wollte: grau, grün und blau.“
„Grün? Willst du dir gleich mehrere Behüter anschaffen?“ griente er und hob eine Augenbraue.
„Als ob die Grüne Ajah nur daraus bestehen würde…“ sagte sie und sah ihn dabei vorwurfsvoll an. Allerdings lenkte sie schnell vom Thema ab, wollte sie sich doch nicht jetzt und hier über mögliche Ajahs unterhalten. Daher begann sie bereits, sich zu konzentrieren und sah frech zu ihrem Geliebten hinüber als sie erklärte: „Pass auf, ich zeig dir was! Meine Stärke im Umgang mit der Einen Macht ist nämlich beträchtlich angewachsen, seit wir uns das letzte Mal getroffen haben.“
Gespannt sah er ihr zu, sah den konzentrierten Gesichtsausdruck und blickte schließlich zu ihrer rechten Hand, die sie in die Höhe hielt, auf der sich nach und nach eine immer größer und heller werdende Lichtkugel bildete. Als sie nicht mehr weiter anwuchs bemerkte er, dass es anstrengend sein musste, aber Deana schien ihre Grenzen zu kennen und sie hörte auf. Einige Zeit ließ sie die Kugel von einer Handfläche zur anderen wandern, bevor diese sich wieder auflöste. „Und, gut oder?“ präsentierte sie stolz, die Begeisterung über ihre eigenen Fortschritte schwang in ihrer Stimme mit. Er nickte und war beeindruckt, wie schnell sie sich weiterentwickelt hatte und er war sich sicher, dass sie später eine gute Aes Sedai abgeben würde. Feralon verlor sich etwas in der Fantasie, später mit ihr durch die Welt zu reisen, als ihr Behüter, ihr Freund, vielleicht ihr Partner. Aber seine Träume wurde unterbrochen von ihrer Stimme, die sagte „Und nun ein ganz besonderes Künststück“, bevor sie auch schon ansetzte und sich konzentrierte. Es war deutlich zu erkennen, dass ihre Anstrengung immer größer wurde, ihr Gesicht und ihr ganzer Körper spannten sich an und er sah gebannt zu, was denn nun noch folgen würde. Doch plötzlich geriet alles aus den Fugen, Deana schrie auf, krümmte sich und hielt sich den Bauch, ihr Antlitz verzerrte sich und sie stammelte unverständlich und unter Schmerzen vor sich hin „Abgeschnitten… für immer… abgetrennt…“ und war nicht mehr ansprechbar, so sehr es auch versuchte…
Fana Tennoio
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A Game of Thrones - George R.R. Martin - von Itzmaná Nanauatzin
"Grabs hold and won't let go. It's brilliant." (Robert Jordan)
"I always expect the best from George R. R. Martin, and he always delivers." (Robert Jordan)
Martin has cited the cover blurb by Robert Jordan for the first book to has been influential in ensuring the series' early success with fantasy readers.
George R.R. Martin: A Game of Thrones
(dt. Die Herren von Winterfell & Das Erbe von Winterfell)
George R.R. Martin (GRRM) ist rasch zu einem der meistgekauften Fantasy Autoren der letzten Jahre aufgestiegen; und das weitestgehend mit Hilfe einer einzigen Fantasy Reihe – von der bisher nur vier (dt. acht) Bücher erschienen sind. Wenn man sich die enorme Flut an Fantasy Literatur ansieht die so mancher Autor aus dem Ärmel zu schütteln scheint, ist das nicht eben wenig beachtenswert.
Nichtsdestotrotz stellt sich die Frage: beruht der Erfolg von GRRM und seiner Reihe; A Song of Ice and Fire (ASOIF; dt. Das Lied von Eis und Feuer) nur auf Hype?
Kurz gesagt: NEIN! – Der Erfolg ist im höchsten Maße verdient!
A Game of Thrones (AGOT), der erste Band der Reihe, beginnt mit einem Prolog im hohen Norden des Kontinents Westeros, jenseits der Mauer, die die nördlichste Grenze der Sieben Königreiche markiert. Nach diesem dramatischen und Aufmerksamkeit erregenden Kapitel, wandern wir ein bisschen weiter südlich in die Stadt Winterfell (nicht an die gleichnamige Stadt in James Clemens’ „The Banned and the Banished“ angelehnt). Wir betrachten den Eingang in die Geschichte aus der Perspektive des regierenden Hauses dieser Stadt, den Starks – Lord Eddard, seine Frau Catelyn und ihre Kinder – Robb, Sansa, Arya, Bran und Rickon und Eddards Sohn Jon Snow. Durch die Augen des siebenjährigen Bran, finden er, Robb und Jon Snow einen Wurf verwaister Schattenwolf Welpen, dem Symbol des Hauses Stark – einen für jeden Stark und einen Albino für den unehelichen Jon – und adoptieren sie. Das Motto des Hauses ist „Winter is coming“ (dt. Der Winter naht) und ist angebracht für das Kommende.
AGOT und ASOIAF sind höchst ungewöhnlich für das Fantasy Genre und obwohl die Reihe quasi episch aufgebaut ist, zählt sie streng genommen nicht zur epischen Fantasy. Es stellt die Intrige und den Aufruhr des Königreichs in den Fokus mit nur der geringsten Spur von fantastischen Bedrohungen in den hintersten Ecken der Wahrnehmung seiner Protagonisten. Zuerst war ich besorgt ob ich diese Geschichte mögen würde. Aber umsonst – sie ist atemberaubend!
Die Geschwindigkeit der Handlung ist perfekt, schnell genug um das Interesse zu behalten aber nicht zu schnell um sich in seiner Komplexität zu verlieren. GRRM hat an verschiedenster Stelle erklärt dass ihn die Rosenkriege im 15. Jahrhundert inspiriert haben. (Für alle Historiker unter euch – keine Angst, es ist tatsächlich nur Inspiration und nicht Geschichtsumschreibung!).
Es gibt nahezu nichts vorhersehbares in AGOT und das wirkt sich im positivsten Sinne auf die gesamte Geschichte aus. Es erlaubt einer packenden und faszinierenden Handlung sich vor den Augen des Lesers Schritt für Schritt zu entfalten.
Potentielle Leser seien jedoch vorgewarnt. Martin ist nichts für zimperliche Gemüter. Die Gewalt ist schockierend, blutig und realistisch (jedoch nie grundlos). Er glorifiziert Gewalt aber nicht, sondern macht klar dass sie entsetzlich ist. Und der sexuelle Inhalt ist häufig und explizit. Es ist kein Buch für Kinder – nicht mal ansatzweise. -Es ist eindeutig eine Erwachsenenlektüre – und um die Wahrheit zu sagen profitiert das Buch davon, denn die Geschichte in sich ist erwachsen; sie ist dunkel und grenzwertig schmutzig, und angenommen der Sex und die Gewalt würden verschönt dargestellt werden, würde das der Geschichte einiges an der gewaltigen Kraft die sie ausstrahlt kosten.-
Die Charaktere sind fehlerhaft, vierdimensional, faszinierend und rufen jedmögliche Emotion hervor. Die Handlung ist jenseits von großartig in ihren Wendungen, Drehungen und ihrer Fähigkeit zu schockieren, überraschen und erregen.
Der Schreibstil ist so voll von emotionaler Intensität und so poetisch wie man es sich nur wünschen kann.
Die Welt ist tiefgründig, komplex und fesselnd.
Es ist wenig überraschend dass dieses Buch (und die ganze Reihe) sich so gut verkauft hat – es ist hervorragend!
Itzmaná Nanauatzin
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Presse-Erklärung des MdR - von Fana Tennoio
Der Pressesprecher des Meisters der Rekruten der Weißen Burg zu Tar Valon, Dorian îdh'Pesseg, teilte uns vor einigen Tagen mit, dass es die Ereignisse, vom A’vron beschrieben in der Frühlingsausgabe 2009, in Bezug auf die Misshandlung von Rekruten innerhalb der Mauern der Weißen Burg niemals gegeben habe. Diese Behauptungen seien reine Hirngespinste und beruhen auf den Aussagen eines Rekruten, der sich bis zu seinem Beginn der Ausbildung seitens der Burg nie harter körperlicher Arbeit und Herausforderungen gestellt habe. Daher sei es nicht verwunderlich, dass er sich gegen das strikte System und die harte Schulung, um eines Tages ein guter Behüter zu werden, wehrte. Dorian teilte uns ebenfalls mit, dass Takara Nimodo nicht bereit dazu ist, weitere Angaben zu machen, hätte er dies als Meister der Rekruten und somit Mitglied des Saals der Weißen Burg doch nicht nötig.
Wir vom A’vron wissen nur, dass unser Verbindungsmann seit Monaten nicht gesichtet wurde, es heißt sogar, er hätte sich nach Schottland abgesetzt und Unterschlupf bei einer Aes Sedai der Roten Ajah gesucht. Allein das zeugt von der Verzweiflung einiger junger Männer, die in der Weißen Burg als Rekruten gehalten werden.
Fana Tennoio
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Fana Tennoio
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Gaidin Drosselbart - von Mina Sogani
Vor langer langer Zeit lebte einst eine junge Aes Sedai, sie gehörte der Grünen Ajah an. Und weil die junge Aes Sedai viel in der Welt herumreiste, befahl ihr die Amyrlin, sich einen Gaidin zu suchen.
Doch jeden Mann, der sich anbot ihr Gaidin zu werden, verschmähte die junge Aes Sedai.
Dann ließ die Amyrlin ein großes Feste veranstalten und alle jungen, bindungswilligen Männer wurden aufgestellt nach Ihrer Kampferfahrung.
Zuerst kamen die in der Burg ausgebildeten Kämpfer, dann ehemalige Leibwachen, Soldaten und schließlich fast unerfahrene Jünglinge, die die Ausbildung in der Burg erst angefangen hatten.
Einen nach dem anderen verschmähte die Aes Sedai und machte auch noch Witze über sie. Der eine war zu lang, „Der lange Hans“, der zweite zu klein, „ kurz und dick hat kein Geschick“, der nächste wiederum war zu blass, „der bleiche Tod“. Doch über einen machte sie sich besonders lustig. Es war ein erfahrener Kämpfer, dessen Kinn ein wenig krumm gewachsen war. „Ah, “ rief sie, „Gaidin Drosselbart gibt uns die Ehre.“ Und seitdem trug der Krieger den Namen Drosselbart.
Als die Amyrlin aber sah, dass die junge Aes Sedai nichts tat als über die Männer zu spotten, da schwor sie sich die Aes Sedai zu zwingen, den erstbesten Krieger zu nehmen, der an ihre Türe klopfte.
Einige Tage später trat ein zerlumpter, bärtiger Mann vor die Amyrlin und sprach den Wunsch aus Gaidin werden zu wollen. Er sagte er hätte zwar kein Pferd und kein Schwert, aber kämpfen könnte er zur Not mit der Faust.
Da ließ die Amyrlin die junge Aes Sedai rufen und zwang sie, den zurlumpten Mann als Gaidin zu binden.
Als die junge Aes Sedai den Mann als Gaidin gebunden hatte, da schickte die Amyrlin die Aes Sedai an die Grenze zur Fäule um auszukundschaften, was sich dort bewegte.
So nahm der frischgebackene Gaidin sein Bündel an die Hand und führte sie zu den Ställen. Sie gingen vorbei an wunderschönen Kriegsrössern.
„Oh was für schöne Pferde! Könnte ich doch so eines nehmen!“
„Die gehören Gaidin Drosselbart. Er ist ein Lord müsst Ihr wissen“, antwortete ihr der Krieger.
Schließlich fanden sie am Ende des Stalls zwei magere Pferde, die die Amyrlin für sie hatte bereitstellen lassen. Der Krieger sattelte beide Pferde und seines dann hinaus. Die Aes Sedai musste ihr Pferd selbst vom Burggelände führen. So ritten sie aus Tar Valon hinaus und nach einer Weile durch einen dichten Wald.
„Oh, das scheint mir ein schöner Wald, können wir hier nicht rasten?“
„Das ist der Wald des Gaidin Drosselbart, hier darf man keinen Zweig abbrechen um ein Feuer zu machen. Wir müssen weiterreiten.“
So ritten sie weiter aus dem Wald hinaus und auf ein Maisfeld. Die Aes Sedai hatte schon reichlich Hunger und wollte einen Maiskolben abbrechen.
„Das darfst du nicht tun, das Feld gehört Gaidin Drosselbart! Wer Mais von seinem Land stiehlt, dem wird die Hand abgehackt. Hättest du ihn genommen, könntest du hier tun was du willst.“
„Ach hätte ich nur ihn genommen, den Gaidin Drosselbart!“
Schließlich fanden sie auf einem Feld ein geschütztes Plätzchen und legten sich dort zur Ruhe. Doch ach du Schreck! Räuber nahmen die beiden gefangen und flößten der Aes Sedai Spaltwurzeltee ein.
Als sie aufwachte und spürte, dass ihr Gaidin unverletzt, aber woanders war, fing sie an still zu weinen und dachte sich „Ach hätt ich doch den Gaidin Drosselbart genommen, der könnte mich jetzt bestimmt befreien.“
Dann spürte die Aes Sedai ihren Gaidin näher treten, sie hörte Kampfgeräusche und dann war alles still. Sie hielt den Atem an, als sich ihr Schritte näherten, sie konnte es kaum glauben, doch sie spürte das es ihr Gaidin war.
Die Tür zu ihrem dunklen Gefängnis ging auf und vor der jungen Aes Sedai stand der Mann, den sie vor nicht allzu langer zeit so sehr verspottet hatte.
Der Mann zog sie hoch auf die Beine und sie sah ihn sich an. Er hatte sich den Bart abrasiert und sich das Gesicht gewaschen und auch wenn die zerlumpten Kleider noch dieselben waren, erkannte die junge Aes Sedai nun wen sie gebunden hatte: Gaidin Drosselbart!
„Du?!“
„Ja ich. Irgendwie musste ich dich doch von deiner Hochmütigkeit befreien“, sagte der Behüter und lachte.
Er führte die Aes Sedai aus dem Lager der Gauner und sie ritten weiter der Fäule entgegen. Doch obwohl die junge Aes Sedai nichts zu der Verwandlung gesagt hatte, glaubte der Gaidin nicht, dass nun alles in Ordnung war. Und er sollte recht behalten: noch in dieser Nacht eroberten Ameisen seine Schlafdecke, und in der nächsten, und in der nächsten, und in der übernächsten Nacht…
Mina Sogani
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Brummbärchi und Freundschaftsbärchi - von Fana Tennoio
Es geht einiges vor sich im Glücksbärchi-Land. Wir haben einen Regierungswechsel im Bereich der Valdars zu verzeichnen: Brummbärchi gab sein Amt als Hauptmann der Valdar Aldazar auf, um sich in seine Grummelecke zu verziehen. Dabei kommt er der Community allerdings nicht ganz abhanden. Wir wünschen viel Spaß und Freude auf Wolke Real-Life!
Auch Freundschaftsbärchi konzentriert sich fortan auf seinen Posten als Meister der Rekruten und hat sein Amt als Hauptmann der Valdar Caba’drin abgegeben. Auf dass viele gute Behüter deine Schule verlassen mögen, Takara!
Fana Tennoio
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