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A'vron - Der Beobachter - Frühling 2009



Vorwort
- von Fana Tennoio

Nun ist es bereits Frühling, und ich hoffe, dass uns die A’vron-Leser treu geblieben sind.
Das Team hat sich alle Mühe gegeben, euch auch mit dieser Ausgabe zu erfreuen, zu unterhalten und nachdenklich zu stimmen. Weiterhin gilt, dass Anregungen gerne an uns herangetragen werden dürfen und auch sollen. Ich wünsche euch viel Spaß mit unserer Frühlingsausgabe 2009.


Fana Tennoio


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Neueste Meldung
- von Fana Tennoio

Des einen Freud, des anderen Leid. Dieser Spruch ist keinem fremd. So war es zunächst ein großes Leid, das wir empfanden, als uns gestern die Nachricht erreichte, dass Lyuna Ishizu, die bisherige Sitzende der Roten Ajah, ihren Posten aufgeben wird. Gleichzeitig jedoch freuten wir uns für Makani Valur, die den Posten übernehmen wird, um ihre Ajah mit bestem Wissen und Gewissen zu führen.
Natürlich danken wir alle Lyuna Sedai für ihre langjährige Arbeit für und mit DSC, wir danken ihr dafür, dass sie die Rote Ajah zu dem gemacht hat, was sie ist, und wünschen ihr viel Glück. Gleichzeitig viel Erfolg für Makani Sedai und die Rote Ajah, auf dass ihr weiterhin euren Weg finden werdet!


Fana Tennoio


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Stellenanzeige 1
- von Dorian idh'Pesseg


Dorian idh'Pesseg


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Frühlingsgefühle
- von Fana Tennoio

Die ersten Sonnenstrahlen krochen langsam über das Bett und man hörte hier und da ein leises Schnarchen. Als unten von der Straße Hufgetrappel und reges Treiben zu hören war, vernahm man ein Grunzen, ein Rascheln und schließlich ein lautes Gähnen aus einer Ecke des Raumes, in der sich gerade ein Stadtbewohner aus den Laken schälte. Etwas missmutig und verschlafen ging er zum Fenster, öffnete es und ließ frische, laue Frühlingsluft herein.
„So einen Tag darf ich eigentlich nicht verschlafen. Und ich habe auch noch gar nichts von der Burg gesehen. Ich habe gehört, heute sollen Novizen Unterricht bekommen.“ dachte er sich und begann, seine Reisekleidung anzulegen.
Vor der Tür der Schenke „Zum Lachenden Ogier“ angekommen, machte er sich zielstrebig auf den Weg zur Weißen Burg, dem Herzen Tar Valons. Als er sich umsah, während er durch die Gassen lief, fielen ihm die vielen Frühlingsblumen auf, mit denen die Bewohner ihre Häuser bereits geschmückt hatten. Und passend zu Bel Tine, das in den kommenden Tagen stattfinden würde, warben die Stoffläden mit den feinsten Tüchern, um die bunten Bänder für das Fest vorzubereiten. An einem Obststand blieb er kurz stehen und sah sich das Angebot an. „Die ersten Früchte des Jahres!“, lächelte er still in sich hinein. Da diese aber aufgrund des harten Winters noch etwas klein und mickrig aussahen, ging er lieber weiter und kam bald im Innenhof der Burg an. An den Bepflanzungen hier sah man, dass der Frühling Einzug gehalten hatte: Es waren bereits die ersten Knospen an den Blumen zu sehen, und so manche Gewächse, wie die Narzissen, zeigten sich bereits in ihrer vollen Pracht.
Um zum Trainingsplatz zu gelangen, musste er zunächst durch die Gärten, die liebevoll von der Gelben Ajah gepflegt wurden, wo er kurz stehen blieb, um diese Fülle an Natur zu genießen. Obwohl die Gartenanlage von Menschenhand angelegt wurde, hatte man hier das Gefühl, dass alles ganz natürlich ist, dass jede Pflanze ihren Platz hat und genau dort richtig ist, wo sie wächst – wie von selbst. Als der Stadtbewohner jedoch bemerkte, dass die Sonne immer höher stieg und die morgendliche Kälte vertrieb, machte er sich nun auf, den Rest des Weges zum Trainingsplatz zu gehen. Dort angekommen merkte man sofort, dass er Ausschau nach etwas Bestimmten hielt. Nach einigem Umsehen trat plötzlich ein schüchternes und verliebtes Lächeln auf sein Gesicht und er ging schnell zu einer kleinen Bank, die in der Nähe des Saidar-Trainingsplatzes stand. Dort war gerade eine Aes Sedai der Braunen Ajah zusammen mit ein paar Novizinnen eingetroffen, um mit ihnen den Umgang mit der Einen Macht zu üben.
„Ob ich es heute wohl schaffe, dass die Lichtkugel nicht mehr so flackert?“ dachte sich die junge Novizin, die erst vor kurzem in das Novizenbuch aufgenommen wurde. Sie hörte der Aes Sedai genau zu, bis zu dem Zeitpunkt, als sie eine Bewegung ein Stück rechts von sich wahrnahm. Abgelenkt drehte sie den Kopf, sah sich um und riss dann aufgeregt die Augen auf. Der nette junge Mann, der am Vortag schon hier war, saß wieder auf der Bank und sah beim Training zu. Er sah IHR beim Training zu! Zumindest hatte sie sich das eingebildet…
Am Vortag hatte sie kurz Zeit gehabt, mit ihm zu sprechen, und es hatte sich herausgestellt, dass er sehr nett und gebildet war, aus gutem Hause und wohlerzogen. Ganz anders als sie. Deshalb hatte sie auch gedacht, sie würde ihn nicht mehr wieder sehen, denn was sollte jemand wie er auch schon von einer einfachen jungen Frau aus ärmlichen Verhältnissen wollen. Und doch, vielleicht bestand ja etwas Hoffnung. Eine laute Stimme riss sie aus ihren Tagträumen: „Novizen sollten sich auf den Unterricht konzentrieren! Vor allem, wenn er von einer Aes Sedai gehalten wird!“ Die Braune Schwester deutete genau auf sie und sagte schließlich gemäßigter: „Steh auf!“
Mit wackeligen Knien stand sie auf und sah die Aes Sedai auf sich zukommen. Nur zu gut wusste sie, dass man eine Aes Sedai niemals ärgern sollte! Aber dieser junge Mann…
Trotz der –wahrscheinlich- bevorstehenden Strafe fühlte sie sich gerade richtig gut. Sie hatte Schmetterlinge im Bauch und spürte die Warme um sich herum, der Duft von Blumen stieg ihr in die Nase und sie fühlte sich einfach nur gut.
Doch als die Braune Schwester begann, sie mit einem kühlen Blick anzusehen und die Lippen verzog, wurde ihr dann doch etwas mulmig. Und spätestens, als die Aes Sedai vor ihr stand und den Mund öffnete, um etwas zu sagen, wusste die Novizin, dass sie sich mit ihren Frühlingsgefühlen Ärger eingehandelt hatte…

Wird in der nächsten Ausgabe fortgesetzt


Fana Tennoio


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FT-Bericht Worms
- von Lasimya Eldundold

„Im Jahre des Herrn 2008 begab sich, dass zwei Brownies …“ – mit diesen Worten begann die Anfrage, ob Interesse an einem Mini-FT zum diesjährigen Spectaculum in Worms besteht. Und wenn zwei Brownies ein solches Interesse bekunden, finden sich rasch genügend weitere Neugierige, um aus einem Mini-FT ein ausgewachsenes FT werden zu lassen. Und so begab es sich an einem schönen Tag im Mai, dass sich fünfzehn Unerschrockene auf den Weg nach Worms machten bzw. die Eintreffenden dort erwarteten.
Das Spektakel – 1. Tag
Ein Empfangskomitee, bestehend aus Sephoran, Fana und einem blau-grün-mintenem Moosgummikuchen (alles eine Frage der Definition), begrüßte zunächst Mericus und Lasimya, dicht gefolgt von Nila, Negant, Suandin, Cor und Dorian. Die grundlegende Diskussion, Eis essen oder auf Cadim warten, endete im allgemeinem Aufbruch und einem Spaziergang in die Stadt. Während die Allgemeinheit dort Eis, Kaffee, Tee und der sehr enthusiastischen Service der Kellner genoss, sammelte Sephoran zuerst Cadim und anschließend Villeroy ein.
Nachdem die Runde nun vorerst vollzählig war, flanierten wir gemütlich weiter zum Flammkuchen-Restaurant. Dort stießen dann auch Verin – nachdem sie uns zunächst in einem anderen Restaurant gesucht hatte – und Anariell dazu, und nachdem auch Arkendus den Weg zu uns gefunden hatte, konnte endlich der Hunger gestillt und Flammkuchen – oder alternativ Pizza, Nudeln oder Gratin inklusive erfolgreicher Ölbohrung – bestellt werden. Und nach der logistischen Meisterleistung, elf backblechgroße Flammkuchen auf einem Tisch dekorativ unterzubringen, zog für eine sehr kurze Zeit gefräßige Stille ein. Zu später Stunde komplettierte endlich auch Takara unsere Runde, und während er noch mit seinem Flammkuchen beschäftigt war, machten bereits diverse Whiskeys, Sambucaa, Hubschrauber, Batida-Kirsch und Schlüpferstürmer-Riesendinger (Cocktail für Verliebte) die Runde. Nachdem eine leicht desorientierte Kellnerin Mericus schließlich drei Flammkuchen berechnen wollte, während sie Cadim beinahe abgenommen hätte, den ganzen Abend über nur Wasser getrunken zu haben, verteilte sich die gesamte versammelte FT-schaft auf die zwei Unterkünfte und beendete somit den ersten Tag.

Das Spektakel – 2. Tag
Unmenschlicherweise um neun Uhr erfolgte das allgemeine Aufwachen, und nachdem neun Leute die beiden Bäder passiert hatten, fanden sich alle wieder zur gemütlichen Frühstücksrunde zusammen. Gegen Mittag vervollständigte auch Fana unsere Runde, und der Aufbruch gen Spectaculum fand statt. Dort angekommen und mit einem schicken, grünen Armband ausgestattet, blieb noch Zeit genug für eine erste, kurze Orientierungsrunde über den Markt, bevor es zurück zum Eingang ging, um dort die Ana-Fraktion zu erwarten. Nun fast vollzählig, ging es erneut quer über den Markt zur angekündigten Feldschlacht. Nach zwei durch scheinbar harmlose Kaufleute ausgelösten Kampfrunden und einem anschließenden „Circle of Honour“ stand fest: die größte hitzebedingte Ausfallrate war bei den Pfeilen zu verzeichnen, die buchstäblich dahin schmolzen. Übrigens haben die Kaufleute und ihre Verbündeten gewonnen. Nach der Feldschlacht verstreute sich die Gruppe zu einer zweiten, intensiveren Runde über den Mittelaltermarkt und das angrenzende Lager. Das Angebot reichte von Kleidern und Gewandung über Waffen und Schmuck bis hin zu Henna-Tattoos und psychedelischer Musik. Nach und nach versammelten sich alle wieder im Schatten eines Baumes, um sich mit Met und Hanf-Dönern für das noch Kommende zu stärken. Nach dem Umzug ins Lagerhotel und einer mehr oder weniger gemütlichen Strohrunde ums Feuer hieß es schließlich „Tritt vor, Anariell thel en Curon“. Negant als Amyrlin-Ersatz nahm Ana den Eid zur Gaidar ab, nachdem Verin und Takara als Sponsoren für sie gesprochen hatten. Und natürlich fehlte auch die obligatorische Knuddelrunde nicht. Das wollte anschließend auch entsprechend gefeiert werden, und nach der einen oder anderen Diskussion und dem einen oder anderen Vermissten setzte sich schließlich die gesamte Gruppe – mit Ausnahme von Fana und Sephoran – in Bewegung, um Arkendus’ Innenhof zu stürmen. Zwei Einkaufstouren später und nachdem auch Fana und Sephoran wieder in der Kreis der FT-ler zurückgekehrt waren, konnten wir so den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Das Spektakel – 3. Tag
Die Aussicht auf Suandins Frühstück trieb uns – mehr oder weniger freiwillig – am Sonntagmorgen gegen neun Uhr aus den Federn. Und tatsächlich durchzog schon bald der Geruch von zweierlei Rührei das Haus und entschädigte für das frühe Aufstehen. Takara, Villeroy und Arkendus mussten sich als erstes verabschieden, und die Restlichen ließen bei Kaffee und Brötchen das FT bis zum allgemeinen Aufbruch gegen Mittag ausklingen.


Lasimya Eldundold


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„Ich bin die Gewerkschaft!“ – Amnesty International protestiert gegen Rekrutenhaltung in der Weißen Burg
- von Fana Tennoio

Ein Sprecher der Menschenrechtsvereinigung Amnesty International ließ sich letztens heftig über die –seiner Meinung nach- unwürdigen Zustände der Rekrutenhaltung in der Weißen Burg aus. Nach eingehender Recherche unseres Teams war es möglich, uns selbst davon zu überzeugen, wie Rekruten in der Weißen Burg leben und behandelt werden. Unter Gefahr für Leib und Leben fanden wir schließlich einen Rekruten, der dazu bereit war, uns Informationen über die vorherrschenden Zustände zu geben. Aus Sicherheitsgründen wird sein Name in diesem Artikel nicht genannt. In seinem sehr kleinen Zimmer - das für einen allein schon ziemlich eng ist, in dem aber noch ein Rekrut untergebracht ist – und nach der Frage „Was riecht hier so streng?“ erzählte er uns, dass er nur Minuten vorher den Stall ausmisten musste – völlig ohne Grund! Seine zusammengesunkene Haltung und der unruhige, gehetzte, Blick verrieten uns sofort, dass dies nicht alles war, was es an schrecklichen Wahrheiten aufzudecken gibt. „Na ja… ich musste… also… man hat mich zu einem Spezial-Training genötigt, mit Wassereimern und einer Stange und dann…“ dann versagte ihm die Stimme. Aber allein die Verfassung dieses Rekruten hatte uns dazu bewogen, weitere Nachforschungen anzustellen. So sahen wir uns auf dem Gelände um und erfuhren einige Dinge mehr. Beispielsweise, dass es bereits Bestrebungen gab, eine Rekruten-Gewerkschaft zu gründen, damit mehr Demokratie und Schutz für Rekruten gewährleistet sei. Als dieser Vorschlag dem Meister der Rekruten, Takara Nimodo, als Bitte zugetragen wurde, antwortete dieser angeblich kaltschnäuzig: „Ich bin die Gewerkschaft!“
„Damit war auch der letzte Funken Hoffnung in uns erloschen.“ berichtete uns unser V-Mann.
„Das bedeutet, dass wir weiterhin völlig ohne Entlohnung schuften müssen. Wahrscheinlich wieder die Orangen Hallen putzen oder dergleichen…“
Als wir dies hörten war uns sofort klar: Der Meister der Rekruten nutzt seinen Posten schamlos aus, um seine eigenen Hallen sauber zu halten! Auf unserer Flucht erfuhren wir schließlich noch, dass Rekruten von der Roten Ajah zu Reddies verarbeitet werden. Dies wird sich höchstwahrscheinlich auch unter einer neuen Sitzenden nicht ändern. Wir stimmen Amnesty International also völlig zu in dem, was gefordert wird: Rechte für Rekruten!

- in der nächsten Ausgabe dann eine Recherche über die Gegenseite -


Fana Tennoio


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Stellenanzeige 2
- von Dorian idh'Pesseg


Dorian idh'Pesseg


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Märchen
- von Mina Sogani

Es war einmal vor langer, langer Zeit vor einem Wald bei Tar Valon. Die Rekruten Hans und Greta waren zur Prüfung zum Aethan auserwählt worden und sollten es nicht wissen. So schickten der Meister der Rekruten und die Herrin der Novizen die beiden zum Überlebenstraining in den Wald. Doch der Hans wusste, dass er keinen Orientierungssinn hatte und legte eine Spur, mit deren Hilfe er wieder aus dem Wald finden wollte. Tief im Wald gab der Meister der Rekruten den beiden ein Stück Brot und ging zusammen mit der Herrin der Novizen wieder nach Tar Valon. Hans und Greta machten sich ein Feuer und aßen ihr Brot. Mit vollem Magen schliefen sie schließlich ein.
Als in der Nacht das Feuer ausging und es den beiden kalt wurde, da wachten sie auf. Im hellen Mondschein konnten sie die Spuren, die Hans gelegt hatte, gut sehen. Als der Morgen hereinbrach kamen Hans und Greta wieder in der Burg an und gingen zum Meister der Rekruten.
Der aber war gar nicht damit einverstanden, dass Hans und Greta schon wieder da waren, und schickte sie zum Training. Während Hans und Greta den Schwertkampf trainierten, erklärte der Meister der Rekruten die Prüfung für nicht bestanden.
Einige Monate später schickte der Meister der Rekruten Hans und Greta wieder zum Überlebenstraining in den Wald. Diesmal führte die Herrin der Novizen sie tiefer in den Wald und der Meister der Rekruten ging hinterher um aufzupassen, dass Hans keine Spuren hinterließ.
Als sie tief im Wald angekommen waren, gab der Meister der Rekruten den beiden wieder ein Stück Brot. Gemeinsam mit der Herrin der Novizen verließ er die Rekruten, die sich sofort ein Feuer machten. Als der Meister der Rekruten und die Herrin der Novizen aus dem Wald kamen, verwischte die Aes Sedai ihre Fußspuren mit der einen Macht.
Hans und Greta aßen indessen ihr Brot und Hans stellte einige Hasenfallen auf, damit sie am nächsten Tag etwas zu essen hatten. Dann legten die beiden sich schlafen und wachten erst am nächsten Morgen auf.
Hans hatte tatsächlich einige Hasen gefangen. Einen der Hasen verspeisten sie zum Frühstück, dann machten sie sich auf den Weg. Doch weder Hans noch Greta hatten einen guten Orientierungssinn. So verliefen sie sich tiefer in den Wald und irrten noch weitere drei Tage umher. Doch wenigstens mussten sie nicht hungern, da sie jeden Tag einige Tiere fingen.
Schließlich gelangten sie zu einem Holzhäuschen, an dem sie nach dem Weg fragen wollten. Sie klopften an und von innen ertönte eine Stimme:
„Knusper, Knusper Knäuschen, wer klopft da an mein Häuschen?“
Hans und Greta sahen sich an und antworteten:
„Der Wind, der Wind, das himmlische Kind!“
Da öffnete sich die Tür und eine alte Frau trat heraus. Sie lockte die Rekruten ins Haus und ließ sich von ihnen erzählen, was ihren passiert war. Als die Alte hörte, dass die beiden Rekruten der Weißen Burg waren, horchte sie auf. Sie mischte den beiden einige Kräuter in den Tee und sie schliefen kurz darauf ein. Die alte Frau sperrte Hans in einen Käfig ein, Greta aber ließ sie auf dem Boden schlafen.
Am Morgen scheuchte die Alte Greta zum Wasserholen und ließ sie die ganze Hausarbeit erledigen, außer das kochen. Das machte die Alte selber - um Hans zu mästen. Die Alte wollte ihn braten und essen und so endlich ihre alte Kraft zurückgewinnen, denn sie hasste alle Männer.
Greta schuftete für die Alte, doch schließlich fragte sie die Frau was das alles sollte.
„Was das soll? Ich bin Elaida do Avinry a` Roihan. Ich war früher eine Aes Sedai der Roten Ajah und schließlich Amyrlin. Man hat mich von der Quelle abgeschnitten und verbannt. Ich will deinen kleinen Freund essen, um zu meiner alten Macht zurückzufinden. Dann werde ich eure kleine Amyrlin von ihrem Sitz stoßen und über die ganze Welt herrschen!
MWAHAHAHAHAHAHA! Und nun geh arbeiten.“
Greta ging wieder an die Arbeit, doch insgeheim dachte sie, dass die Alte nicht ganz dicht war.
Als nach einigen Tagen Hans immer noch nicht dick und rund war, verlor die Alte die Geduld. Sie wollte Hans braten und schickte Greta los um Wasser zu holen. Die Alte heizte den Ofen an und schickte nach einiger Zeit Greta vor um zu sehen, ob der Ofen heiß genug war. Doch weil Greta eine Rekrutin war, hatte sie keine Ahnung davon und fragte die Alte, wie sie das machen sollte.
Die Alte seufzte und steckte den Kopf in den Ofen. Da sah Greta ihre Chance zu entkommen und trat der Alten kräftig ins Hinterteil. Elaida fiel in den Ofen und Greta machte schnell die Ofentür zu.
Dann lief sie zu Hans und befreite ihn.
„Wo ist die Alte?“
„Tja, klappe zu, Hexe tot“, sagte Greta und zeigte auf den Ofen.
Die beiden durchsuchten das Haus und fanden eine Karte, die ihnen den Weg nach Tar Valon zeigen sollte, und zwei Ter`Angreale.
Mithilfe der Karte fanden sie zurück nach Tar Valon und wurden von dem Meister der Rekruten und der Herrin der Novizen in Empfang genommen.
Von nun an waren Hans und Greta Aethan Hans und Aethan Greta.

Übrigens wurden die Herrin der Novizen und der Meister der Rekruten kurz danach abgesetzt, da sie wissentlich zwei Rekruten in Lebensgefahr gebracht hatten. Seitdem werden solche Prüfungen nicht mehr durchgeführt.

Ende


Mina Sogani


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